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Alt 01.06.2016, 18:26   #21
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Äh, ElQ, "auch die Waffenüberlegenheit" sollte doch eigentlich sagen, dass das zwei paar Schuhe sind. Beide Punkte sind für sich genommen absolut korrekt.

Natürlich kann man auch eine Verbindung zwischen beiden ziehen*, aber das hat Ladybird doch gar nicht versucht.

* Keiner weiß, ob die Europäer Amerika so erfolgreich hätten kolonisieren können, wären die Ur-Amerikaner nicht durch diese Seuchen getroffen worden. Klar, spekulativ, aber ich denke, man kann annehmen, es wäre zumindest schwieriger geworden.
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Alt 01.06.2016, 18:30   #22
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Zitat:
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Also so wie ich es bisher verstanden habe, kann man sagen dass insbesondere die unbemerkt mitgebrachten Krankheiten die Indianer dahin rafften. Doch auch Waffenüberlegenheit spielten eine Rolle. Eigentlich ist doch da schon recht einfach bewiesen, dass Indianer die Opfer der Europäer aufgrund der Land- und Goldgier waren? Gibt es denn Thesen die dieses widerlegen?
Damit ist gar nichts bewiesen, außer man begibt sich eher so auf das Niveau eines weit verbreiteten Käseblatts mit vier Buchstaben.

Zitat:
Ach ja. Und nach einer nochmaligen kurzen Rücksprache mit meinem Geschichtslehrer, meinte er ich kann mich auf einen Indianerstamm spezialisieren.

Nun sind mir unter anderem die Comanchen eingefallen, da sie ja in Nordamerika gelebt haben. Allerdings bezweifel ich momentan ob ich da genügend Stoff zu diesem Stamm finde und kann man an diesem Stamm gut die These beweisen/widerlegen?
Nein. Die Comanche leben zwar in Nordamerika (es gibt sie übrigens auch heute), sie haben aber eine weniger typische Entwicklung genommen. Ursprünglich waren die Comanche ein Teil der Shoshone und lebten im selben Kulturareal mit derselben Wirtschaftsweise. Nach Erwerb von Pferden in ausreichender Anzahl wanderte ein Teil der Ethnie in die südlichen Plains ab und stellte sich ökonomisch um auf Büffeljagd. Diese Gruppe 'verselbständigte' sich im Laufe der Zeit als Comanche. Dh dies war eine zeitlich sehr begrenzte Kultur und daher nicht wirklich typisch für indigene Kulturen in Nordamerika.

Wenn du Beispiele für typischere Wirtschaftsformen und Kulturen haben möchtest:

- zb die Cherokee, die Ackerbau betrieben (Stichwort: Fünf Zivilisierte Nationen bzw englisch: Five Civilized Nations); Kulturareal: südliche Ostküste.
Hier kam es zb auch zu Erscheinungen, die unter "Landhunger" gefaßt werden könnten (die von den Cherokee in Georgia bewohnten und bewirtschafteten Gebiete waren für den Ackerbau bereits erschlossen, es existierten auch Betriebe, die sich in der Wirtschaftsweise an "weißen" Gepflogenheiten orientierten, so daß dies bei ihrer weißen Nachbarschaft durchaus Begehrlichkeiten weckte).

- Ein weiteres Beispiel wären die Lakota, da es über sie zahlreiche Literatur gibt. Okay, für eine 10-Minuten-Präsentation andererseits vielleicht schon wieder viel zu viel.
Andererseits sind auch die Lakota eine Plainskultur, die eben erst nach dem Erwerb von Pferden ausgeprägt wurde. Die Lakota lebten ursprünglich im Gebiet südlich der Großen Seen, wurden von dort aber Richtung Westen verdrängt - insofern sind auch sie kein Beispiel für 'typischere' Kultur/Wirtschaftsweise.
Gold wurde dort auch erst in den 1870ern entdeckt. "Landhunger" war doch eher ideologisch zu sehen. Daß die propagierten endlosen, fruchtbaren Ländereien nur Augenwischerei waren und sind, ist seit einigen Jahrzehnten klar: die Plains eignen sich langfristig nicht für den Ackerbau. Die gepflügten Flächen unterliegen sehr stark der Erosion (zb schon durch den unablässigen Wind) und gerade im Mittleren Westen ist ein erhebliches Farmensterben zu verzeichnen. Die entsprechenden Staaten haben seit Jahren kontinuierliche Verluste an weißer Bevölkerung.

- California. Der Gold Rush dort kommt bereits deutlich früher in Gang (1840er). Die indigene Bevölkerung war zuvor nicht nur Epidemien ausgesetzt, sondern auch dem gezielten Einsatz als Zwangsarbeiter für diverse spanische Missionen, in denen ihnen einerseits Arbeit und andererseits das Christentum beigebracht werden sollten. Nach Einsetzen des Gold Rush kommt es zur vermehrten Einwanderung von Anglos, die ebenfalls Indianer als Zwangsarbeiter im Goldabbau einsetzen und auf die anderen teils organisiert Jagd machen.
Dabei war California zuvor relativ dicht besiedelt. Es wurde kein Ackerbau betrieben, sondern die Wirtschaftsweise war Jagen, Sammeln, Fischfang. Die Umgebung und das Nahrungsangebot waren aber derart günstig, daß hiermit eine recht große Bevölkerung problemlos ernährt werden konnte.

Zitat:
Bin regelrecht überwältigt von eurem Wissen, davon könnte ich nur träumen
Naja, im Thread ist leider sehr viel Halbwissen und so verbreitet worden.
Für meinen Teil möchte ich eher sagen: ich weiß, daß ich noch viel zu wenig weiß.
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Alt 01.06.2016, 19:28   #23
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Zitat:
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Eigentlich ist doch da schon recht einfach bewiesen, dass Indianer die Opfer der Europäer aufgrund der Land- und Goldgier waren?
Zitat:
Ingeborg Beitrag anzeigen
Damit ist gar nichts bewiesen, außer man begibt sich eher so auf das Niveau eines weit verbreiteten Käseblatts mit vier Buchstaben.
Da hab ich wohl nochmal Glück gehabt, dass meine Annahme, die Juden seien Opfer der Nazis geworden, auch ohne umfangreiche Belege aus der Fachliteratur akzeptiert wurden...

Oder ist jetzt konkret die "Land- und Goldgier" das Problem?
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Alt 02.06.2016, 00:39   #24
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Zitat:
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Oder ist jetzt konkret die "Land- und Goldgier" das Problem?
Das Problem ist zb die arg verkürzte Darstellung und auch die Kausalitäten.

Oder wie bekommt man da eine Kurve zu Logik und "Hand&Fuß", wenn praktisch gesagt wird: "Wg Krankheiten und Waffenüberlegenheit wurden die Indianer Opfer des europäischen Landhungers und der Goldgier" ?
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Alt 02.06.2016, 00:50   #25
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Ich seh am dem Satz nichts falsches. Klar ist das keine tiefschürfende Analyse, aber das ist "Die Juden wurden Opfer der Nazis" auch nicht. Dennoch hätte ich ernsthafte Probleme, jemand zu sagen, "Nein, das ist falsch!".
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Alt 02.06.2016, 01:07   #26
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Zitat:
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Es kribbelt mich schon etwas, dich jetzt für ein paar Tage oder gar Wochen in die Suche nach Belegen zu schicken, aber kürzen wirs ab:
Die Epidemie bei den Mandan wird zwar immer wieder gerne als Aktion der US-Armee erwähnt; leider basiert dies nicht auf Fakten.

https://en.wikipedia.org/wiki/Mandan...837.E2.80.9338

Also nix mit US-Armee und biologischer Kriegführung gegen die Mandan.
Nur, dass laut Deinem Link die Universität Boulder/Colorado zu dem Schluss kam, das auch die zusätzlichen Behauptungen von Ward Churchill nicht als 'academic misconduct' eingestuft werden können, sondern aus zeitgenössischen 'early accounts' und späteren 'native oral traditions' abzuleiten sind.

Interessant, das auch eine 'weiße' Quelle Vorsatz angibt, wenn auch keine Decken erwähnt werden. Prinz Maximilian zu Wied schrieb: "4 Jahre später erhielt ich die Nachricht, dass alle unsere indianischen Freunde von dem Stamme der Mandans tot seien. Folgendes war geschehen: Im Sommer des Jahres 1838 kam ein Pelzhändlerschiff aus St. Louis nach Mih-Tutta-Hangkusch, dem mir so vertrauten Dorf der Mandans, in dem ich meine völkerkundlichen Studien betrieben hatte. Obwohl sich auf dem Schiff mehrere Pockenkranke befanden, durften die Indianer an Bord kommen. Sie infizierten sich sogleich."

Nachfolgend gibt er den Bericht des Malers George Catlin wieder, wobei allerdings der Teil über die Einschleppung der Seuche fehlt. Hier könnte es lohnend sein, zu forschen, ob der Bericht oder Brief noch existiert. (Aber ich suche nicht danach. )

Interessant in Bezug auf sekundäre Todesfälle ist die folgende Angabe Catlins: "Die Hoffnungslosigkeit war so groß, daß fast die Hälfte der Erkrankten sich mit dem Messer, der Flinte oder durch einen Sturz von Felsabhängen selbst den Tod gaben."

Eine solch' hohe Selbstmordrate erhöht natürlich die Mortalität beträchtlich. Die Frage ist, ob dies so bei allen Kulturen Amerikas beobachtet wurde. Und wie dies auf anderen Kontinenten ist.

@ Gold und Land: Wörtlich beides zu finden ist schwierig. Yukatan und Peru fällt mir ein. In Kanada, Alaska und den Rocky Mountains ging es um Pelz. Am Amazonas um Arbeitskräfte. Dann gab es Missionare, bei denen tatsächlich die Seelenrettung im Vordergrund stand. Dann waren Gold und Land selten vereint als Motiv zu finden: Schneller Reichtum und Landesentwicklung / langfristiges Auskommen. Man sah nicht die Möglichkeit, den Südosten der heutigen USA zu besiedeln, sondern raubte Opferperlen. Im nördlichen Pelzhandel wurden indigene Völker teil- und zeitweise integriert. Der so plakative Land- und Goldhunger mag vom Lehrer als Bild gemeint sein. Denn sieht man näher hin, ist es zum großen Teil die Vorstellung, die sich Klein-Fritzchen macht. Da würde ich nachfragen, ob es wörtlich gemeint ist. Wenn nicht, dürfte die Suche einfacher fallen.

Bei Gold und Land fallen mir nur Yukatan und Peru ein. Auch in Mexiko wurde erst besiedelt, als der große Raub vorbei war. Die Gründung von Vera Cruz war ein juristischer Trick. Cortes gewann dadurch Zeit: Als Bürgermeister konnte er erst abgesetzt werden, nachdem der König von Gründung und Wahl erfuhr. Und in der Tat versuchte man seiner habhaft zu werden. Allerdings könnte er die Söldner täuschen und dann überzeugen für ihn zu arbeiten. Wahrscheinlich gibt es da noch 1 oder 2 Themen und Orte, die mir gerade nicht in den Sinn kommen. Aber soviele werden es nicht sein.

Ist das nur im übertragenen Sinn gemeint, bleiben mehr Themen.

@ Statistik: Da schreibe ich noch etwas.

Ich zitiere oben nach der Ausgabe von Hansen, Pfaffenhofen 1977, S. 161.

Geändert von Riothamus (02.06.2016 um 01:21 Uhr).
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Alt 02.06.2016, 07:18   #27
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Zitat:
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Nur, dass laut Deinem Link die Universität Boulder/Colorado zu dem Schluss kam, das auch die zusätzlichen Behauptungen von Ward Churchill nicht als 'academic misconduct' eingestuft werden können, sondern aus zeitgenössischen 'early accounts' und späteren 'native oral traditions' abzuleiten sind.
...
Interessant, das auch eine 'weiße' Quelle Vorsatz angibt, wenn auch keine Decken erwähnt werden.
Findest Du, dass die zwei Hinweise und Aussagen die Ereignisse resp. Sachverhalte zutreffend wiedergeben?
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Alt 02.06.2016, 08:40   #28
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Die überprüfenden Wissenschaftler haben die Hauptthese (das habe ich oben falsch geschrieben) von Churchill jedenfalls nicht als Unsinn abgetan.

Ich habe mir mittlerweile auch den Hauptartikel zur Seuche bei Wikipedia durchgelesen. Dort steht, evt. Verantwortlichkeiten seien nicht mehr zu klären, um dann denselben Wortlaut wie in Ingeborgs Link folgen zu lassen.

Nun, es ist doch immer toll, wenn Quellen sich widersprechen. Oftmals verrät das eine ganze Menge. Hier scheint es mir auch so. Erst einmal.ist doch die Frage, ob Vorsatz oder nicht. Nun, das Schiff setzte seine Fährt nach dem halt bei Fort Clark seine Fährt fort und infizierte weitere Indianer. Laut Artikel waren erst bei diesem 2. Halt Besatzungsmitglieder erkrankt. Man hatte also Maximilian zu Wied falsch informiert. Dann fällt auf, dass noch ein Boot weiter gesandt wurde. Also, wenn da keine Trottel am Werk waren, war es Vorsatz. Man versuchte noch eine Impfung zu improvisieren.

Jetzt wird es kompliziert. Tarnung oder ehrlicher Versuch? Wusste man von der verseuchten Ware?

Matotope und andere Häuptlinge gingen von einer Absicht aus. Die Handlungen sind widersprüchlich. Wegen der Angabe Wieder tendiere ich hier eher zur Annahme des Vorsatzes. Eine Quarantäne für die St.Peter wäre das Mindeste gewesen. Und auch nicht anachronistisch. Tut mir leid, an soviel Dummheit kann ich nicht glauben.

Es kann natürlich sein, dass jemand aus Geldgier verseuchte Decken verkaufte. Offenkundig wusste die Besatzung nicht darüber bescheid, sie erkrankten selbst. Und Pelzhandelsfirmen töten nicht die Lieferanten. Die Fortkommandanten und die Besatzung mögen auch in Panik unglaublich blöd gehandelt haben.

Aber es gab nicht nur falsche Informationen für Europa, es wurde auch schnell die Nachricht vom diebischen Indianer verbreitet. Und das stinkt nach Vorbereitung.

Aber ja, solange es kein Geständnis gibt, können wir nicht von Beweis reden.

Der Wikipedia-Artikel heißt: 1837 Great Plains smallpox epidemic.

Geändert von Riothamus (02.06.2016 um 09:24 Uhr).
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Alt 02.06.2016, 09:34   #29
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Zitat:
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@ Gold und Land: Wörtlich beides zu finden ist schwierig. @ Statistik: Da schreibe ich noch etwas.
In den Black Hills und drum herum ging es um Gold und um Land. Ich dachte deshalb, das der Lehrer vielleicht dieses prominente Beispiel im Kopf hatte.

Zitat:
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@ Statistik: Da schreibe ich noch etwas.
Im Vorgriff zu dir:

Deine Mathematiker-Freunde zweifelten erst mal zu Recht:

Epidemien brechen zusammen, wenn die anfälligen Opfer weggestorben sind. Sie flammen wieder auf, wenn genug Nicht-Immune geboren oder zugezogen sind. Den Stabilitätszustand nennt man endemisches Gleichgewicht.
http://www.imise.uni-leipzig.de/Lehr...everlaeufe.pdf

Das kann ganz anders aussehen, wenn mehrere Epidemien hintereinander ausbrechen. Hier ein Modell, das Doppelinfektionen berücksichtigt: Welt der Physik: Physiker simulieren Verbreitung von Epidemien

Beim Sterben in Amerika kamen die oben schon mehrfach angeführten sozialen Faktoren dazu: Selbstmorde, Resignation, Zerfall sozialer Strukturen

Gut dokumentiert sind spätere Pockenausbrüche.
1775 an der Westküste: https://de.wikipedia.org/wiki/Pocken...erikas_ab_1775
Dort blieben nach 75 Jahren von 36.000 Menschen 9000 übrig.

Oder 1862: https://de.wikipedia.org/wiki/Pocken...damerikas_1862

Allerdings berichten schon die Spanier, dass sie bei ihrem ersten Vordringen in das Hinterland auf jüngst verlassene, ehemals blühende Siedlungen gestoßen seien. Wenige Jahre nach dem Erstkontakt. Das wird von den o.a. genannten Modellen m.E. nicht erklärt, da fehlt noch irgend was.


Ergänzend:
Die Pest hat im Mittelalter etwa ein Drittel der Bevölkerung dahin gerafft. Für die Opfer der aus Europa nach Amerika eingeschleppten Seuchen gibt es Zahlen bis zu 90 Prozent.
(https://usaerklaert.wordpress.com/20...-totenzahlen/=)
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Alt 02.06.2016, 10:20   #30
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Das kann man in etwa so auch unter demographische Katastrophe bei Wikipedia nachlesen. Danke steffen, da kann ich mir einige Erläuterungen sparen.

Das Dumme ist nur, dass ich in etwa diese Position vertrat und sie von einem Mathe-Prof einfach als unsinnig abgetan wurde. Als eifriger Erstsemester brachte ich Zahlen bei. Die könnten nicht richtig sein, da es ja anders bewiesen sei. Bis heute rätsele ich. Die einzige Erklärung, die mir in den Sinn kommt: Er hat das nicht zum Fach gehörige Problem nicht richtig verstanden und ging von beliebig großer Bevölkerung aus. Oder so ähnlich.

Ach ja, einige scheinen es anders verstanden zu haben, aber bei Mathe und Physik höre ich schon mal auf Autoritäten, auch wenn es mich nicht bange macht. Und meine Zweifel hatte ich ja schon ausgedrückt.
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Alt 02.06.2016, 10:55   #31
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Zitat:
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...Aber ja, solange es kein Geständnis gibt, können wir nicht von Beweis reden....
OT: Ein Geständnis ist nicht beweisbefreiend^^
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Alt 02.06.2016, 10:59   #32
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Nicht im Inquisitionsprozess.
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Alt 02.06.2016, 14:59   #33
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Ladybird ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Hallo,

so ich habe mich jetzt auf Lakotas geeinigt.

Allerdings nervt mich das Thema jetzt schon, da ich es schwierig finde heraus zu arbeiten ob die Lakotas "Opfer europäischer Land- und Goldgier" waren...

Lg
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Alt 02.06.2016, 17:48   #34
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Zitat:
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Die überprüfenden Wissenschaftler haben die Hauptthese (das habe ich oben falsch geschrieben) von Churchill jedenfalls nicht als Unsinn abgetan.
Überprüft wurde dies nach meiner Erinnerung im Zusammenhang mit Vorwürfen des 'academic misconduct' gegen Churchill. Dieser war bereits erwiesen durch Plagiat(e) und unsaubere Quellenangaben.

Des Weiteren kommt mit hinein, daß Churchill die Professur - übrigens an der U of Colorado in Boulder - auf dem Minoritätenticket erhalten hatte, da er behauptete, bei den Ketowah Cherokee Enrollment zu haben. Dies stellte sich jedoch als nicht zutreffend heraus; Churchill hat nicht nur kein Enrollment, er ist nicht noch nicht einmal indigener Abstammung.
Dies war dann auch der Grund, warum Churchill der Professur verlustig ging. 'Erschwerender' Aspekt dabei war wiederum, daß Churchill ein - sagen wir: äußerst pointiertes Verständnis von Rassismus pflegte, dem nur wenige in der von Churchill betriebenen Konsequenz folgen mochten.

Jedenfalls kommt der Eindruck auf, daß die UofC mit der Argumentation 'kann man noch aus zeitgenössischen Berichten ableiten' Schadenbegrenzung zumindest versucht hat (ansonsten hätte man ja zb den Verkauf der Publikationen von Churchill einstellen müssen...).

Zitat:
Erst einmal.ist doch die Frage, ob Vorsatz oder nicht.
Vorsatz sicherlich insofern, als nur auf den Profit geschaut worden sein wird. Dies ist dann zb in Bezug zu setzen zur Wahrnehmung der indigenen Bevölkerung bei den US-Bürgern europäischer Herkunft (stehen dem Fortschritt im Wege, sind entbehrlich, nicht zivilisationsfähig etc pp) und man erhält einen Eindruck davon, wie die Gewichtung der Aspekte "Profit" und "Infektion ganzer Ethnien" gelaufen sein wird.


Zitat:
Aber es gab nicht nur falsche Informationen für Europa, es wurde auch schnell die Nachricht vom diebischen Indianer verbreitet. Und das stinkt nach Vorbereitung.
Das Stereotyp des "diebischen Eingeborenen" ist ja eines der am weitesten verbreiteten und nicht nur bezüglich der Indianer im Umlauf gewesen; im übrigen zum Zeitpunkt dieser Epidemie auch alles andere als 'neu'. Insofern stinkt da gar nix nach Vorbereitung - viel mehr nach 'Nachbereitung': Wir haben da Scheiße gebaut, also suchen wir uns jetzt fix eine hübsche Möglichkeit, wie wir aus Opfern Schuldige machen - bingo: hättense nich geklaut, wärnse gesund geblieben.

Zitat:
Und Pelzhandelsfirmen töten nicht die Lieferanten.
Zumindest nicht unbedingt eigenhändig... Solange der Nachschub rollt und die Geschäfte (weiter)laufen, ist es aber letztlich egal, wer die Pelze anbringt. Daß man sich beim Pelzhandel umfangreich auf indigene Zwischenhändler gestützt hat, war ja bereits weiter im Osten deutlich. Es wurden ja auch Verteilungskriege (siehe Haudenosaunee [Irokesen] gegen Wendat [Huronen]) durchaus geduldet, teilweise sogar befördert, wenn diese einen Vorteil versprachen.

Andererseits waren die Einkaufspreise natürlich günstiger, wenn es sich um indigene Lieferanten bzw Zwischenhändler handelte. Zum zweiten drückten diese auch die Preise, die weiße Pelzjäger erzielen konnten, so daß dieser Beruf für Weiße nur mäßig interessant war (die außerdem dazu neigten, sich viel weniger von den Zwischenhändlern und Pelzhandelskompanien gefallen zu lassen). Zum nächsten bot der Ankauf von Pelzen von indigenen Jägern den Vorteil, daß man bereits bearbeitete Pelze erhandeln konnte, da diese Arbeit von indigenen Frauen übernommen wurde.

Zum Zeitpunkt dieser Pockenepidemie von 1837/38 war allerdings auch bereits klar, daß der Pelzboom ein Ende haben mußte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gebiete im Osten der USA und Kanadas bereits weitgehend von jagdbarem Wild befreit.
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Alt 03.06.2016, 07:23   #35
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Zitat:
Riothamus Beitrag anzeigen
Die überprüfenden Wissenschaftler haben die Hauptthese (das habe ich oben falsch geschrieben) von Churchill jedenfalls nicht als Unsinn abgetan.

Ich habe mir mittlerweile auch den Hauptartikel zur Seuche bei Wikipedia durchgelesen. Dort steht, evt. Verantwortlichkeiten seien nicht mehr zu klären, um dann denselben Wortlaut wie in Ingeborgs Link folgen zu lassen.

...Aber ja, solange es kein Geständnis gibt, können wir nicht von Beweis reden.
Hast Du Dir mal die Stellungnahme angeschaut, die zugrunde liegenden Prüfpunkte und die Aufbereitung des Standes? Daraus soll der oben gezogene Schluss möglich sein?

Zu der "Vorsatz"-Diskussion verstehe ich nicht, welches Verständnis hier einem Vorsatz zugrunde gelegt wird: ein landläufiges oder ein juristisches?
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Alt 04.06.2016, 11:55   #36
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Zitat:
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so ich habe mich jetzt auf Lakotas geeinigt.

Allerdings nervt mich das Thema jetzt schon, da ich es schwierig finde heraus zu arbeiten ob die Lakotas "Opfer europäischer Land- und Goldgier" waren...
Das Thema der Goldgier, bezogen auf europäisch-indigene Konfrontationen ist wohl eher ein Thema, das mit "Azteken"- bzw. "Inka"-Gold und den mit Ihnen assoziierten Kulturen zusammenhängt. Also mir den Raubzügen nach Mexiko oder Peru.

Auf die USA bezogen sind der California Gold Rush 1849 und natürlich Alaska (Yukon/Klondike) 1898 zu erwähnen. Ich wüsste nicht, wo der Konflikt mit den Sioux europäischer Goldgier geschuldet gewesen wäre.
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Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!
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Alt 04.06.2016, 13:14   #37
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Zitat:
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Ich wüsste nicht, wo der Konflikt mit den Sioux europäischer Goldgier geschuldet gewesen wäre.
https://en.wikipedia.org/wiki/Black_Hills

Native Americans have a long history in the Black Hills. After conquering the Cheyenne in 1776, the Lakota took over the territory of the Black Hills, which became central to their culture. In 1868, the U.S. government signed the Fort Laramie Treaty of 1868, exempting the Black Hills from all white settlement forever. However, when European Americans discovered gold there in 1874, as a result of George Armstrong Custer's Black Hills Expedition, miners swept into the area in a gold rush. The US government reassigned the Lakota, against their wishes, to other reservations in western South Dakota.


Das ist die Geschichte von Gold, Landgier, Verrat, gebrochenen Verträgen schlechthin.

Ihr Lehrer hatte das Thema offensichtlich von vornherein im Sinn: deshalb Land- und Goldgier in der Frage. Und deshalb darf sie jetzt nicht die Komantschen machen.

PS: die Lakota gehören zu den Sioux

Geändert von steffen04 (04.06.2016 um 13:24 Uhr).
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Alt 04.06.2016, 17:21   #38
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Um noch einmal den Themenbezug herzustellen: (Opfer) europäischer Gold- und Landgier.

Was hat der Black Hill Gold Rush mit europäischer Goldgier zu tun?
Die (vorherige) Verdrängung der Lakota/Sioux ist oben in #22 bereits angesprochen, weswegen das Beispiel ohnehin in der zeitlichen Reihung fragwürdig ist.

Es geht hier um Indianer und Europäer. (Oder das Thema ist falsch formuliert)
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Alt 04.06.2016, 18:09   #39
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Um noch einmal den Themenbezug herzustellen: (Opfer) europäischer Gold- und Landgier.Letzt
Es geht hier um Indianer und Europäer. (Oder das Thema ist falsch formuliert)
Du willst darauf hinaus, dass die Weissen, die in den Black Hills in Konflikt mit den Indianern gerieten, keine Europäer mehr waren, sondern schon US-Amerikaner. Also keine europäische Gier vorlag.

Guter Punkt. Ich hab "europäisch" und "weiß" ohne Nachzudenken gleichgesetzt. Die US-Literatur spricht ab und an von "European Americans" synonym für Whites oder Caucasians, vielleicht deswegen.

How ever, die Diskussion ist ja schon weiter und man kann vermuten: Der Lehrer von Ladybird zielte von Anfang an auf die Black Hills.

Geändert von steffen04 (04.06.2016 um 18:57 Uhr).
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Alt 05.06.2016, 04:27   #40
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Riothamus ist ein sehr geschätzer MenschRiothamus ist ein sehr geschätzer Mensch
Weiß, kaukasisch und Amerikaner ist nicht politisch korrekt. Daher wird mitunter Europäer benutzt. Idiotisch. Und die Political Correctness ist ganz offensichtlich von faschistischen Methoden inspiriert, weshalb ich hier vor den Anfängen warnen muss. Aaargh! Waaaah!

Vielleicht wurde ja auch einfach nicht auf die Wortwahl geachtet. Soll vorkommen. Da hilft nur nachfragen. Das ist doch eine recht alte Aufgabe. Klassisch mit Inka, Atzteken, Sioux (Lakota gehörte einst nicht zum schulischen Wortschatz) und ein paar anderen zu beantworten. Einfach den Lehrer Fragen, ob das Thema zieht. Wir sind hier nur gewohnt aus einzelnen Wortfetzen ganze Reiche und wichtige Ereignisse abzuleiten und und uns wegen falscher Wortwahl selbst zu geisseln.

Und ich hoffe, die Ironie wurde diesmal deutlich.
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