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Alt 22.02.2017, 18:37   #1
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Kontinuität indianischer Völker im Osten der USA und Oral History

Bei Wikipedia las ich im Artikel über den Conquistadoren Hernando de Soto folgendes:
Der genaue Verlauf der Expedition de Sotos ist Gegenstand geschichtswissenschaftlicher und lokalpolitischer Diskussionen. Die Hauptquelle sind die von den Spaniern hinterlassenen Journale. Neben der üblichen Quellenkritik, die in solchen Fällen anzuwenden ist, kommen in de Sotos Fall weitere Probleme hinzu. Die Spanier waren im Lande unkundig, die Verständigung mit den Einheimischen lief oft über eine Kette von Dolmetschern, so dass die Gefahr groß ist, dass Orts- und Personennamen falsch überliefert worden sind. Zudem hatten zahlreiche Führer und Kontaktpersonen ein Eigeninteresse daran, die Expedition in die Irre zu führen.
Archäologische Rekonstruktionen und der Rückgriff auf die Oral History (mündlich überlieferte Geschichte) der Einheimischen wird erst in den letzten Jahren/Jahrzehnten verstärkt betrieben – allerdings mit dem Handicap, dass viele der besuchten Orte mittlerweile überbaut sind und sich über 450 Jahre bewegte Geschichte zwischen Ereignis und Erzählung befinden. Die verbreitetste und in der Form auch in US-amerikanischen Schulen gelehrte Version geht auf einen Bericht des US-Kongresses unter der Federführung des Anthropologen John R. Swanton aus dem Jahr 1939 zurück.
Und da frage ich mich doch glatt: welche indigenen Gruppierungen gibt es eigentlich im fraglichen Raum, wo eine orale Geschichtsüberlieferung 500 Jahre zurückreicht? Welcher Stamm kann eine unverschobene Kontinuität aufweisen? Klar, natürlich gibt es auch im Osten der USA Überreste der ursprünglichen Bevölkerungen, aber die sind doch vergleichsweise dünn verglichen mit den Überresten der westlichen Völker.
__________________
Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!
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