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Alt 07.03.2017, 22:39   #21
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Ich stelle nicht in Abrede dass der Kriegseintritt der USA positive Folgen hatte. Aber von dieser Tatsache, daraus zu schliessen, dass sie "auch angetreten (sind), für Demokratie, Kapitalismus und Menschenrechte zu kämpfen" und FDRs Motivation als "Zivilcourage" zu beschreiben, ist ein weiter weg.
Der Kontext ist wichtig für meine Formulierung und die sollte bewußt kontrastieren.

Es wurde gesagt, die USA hätten sich "eingemischt". Und das war der Ausgangspunkt für die Antwort. Als "Lehrer" oder "Dozent" hätte ich diese wertende Position hinterfragt.

Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass das aus dem Kontext erkennbar gewesen wäre.
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Alt 08.03.2017, 06:42   #22
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Ich stelle nicht in Abrede dass der Kriegseintritt der USA positive Folgen hatte. Aber von dieser Tatsache, daraus zu schliessen, dass sie "auch angetreten (sind), für Demokratie, Kapitalismus und Menschenrechte zu kämpfen" und FDRs Motivation als "Zivilcourage" zu beschreiben, ist ein weiter weg.
Da könntest Du genauso gut Stalin eine Liebe zu den Menschenrechten und der Demokratie zu attestieren. Dessen Armee hat genauso dazu beitgetragen das Morden in den KZs zu beenden oder die Deutschen von Hitler zu befreien.
Nach erneutem Lesen bleibt die Irritation. Und deswegen die Nachfrage. Da wird ein Vergleich angestellt. Und im Rahmen des Vergleichs stellst Du FDR auf die gleiche Stufe mit Stalin in Bezug auf ein Demokratieverständnis und in Bezug auf das Verständnis von Menschenrechten.

Ist das so gemeint gewesen?

Die Irritation entsteht auch vor dem Hintergrund einer Ideologie des New Deals, die sich am deutlichsten im "Second Bill of Rights" manifestierte und sich als Fortsetzung der Demokratisierung der USA verstand und der Entwicklung von menschenwürdigen Bedingungen für die Bürger der USA.

https://en.wikipedia.org/wiki/Second_Bill_of_Rights

So zumindest die durchaus positive und wohlwollende Sichtweise, die Kaye und Sunstein als Interpretation der wertebasierten Ambitionen von FDR thematisieren. Und die Bedrohung dieser Werte durch die Achsenmächte der zentrale Grund war für den Eintritt der USA in den WW2. Und damit eine Facette der Argumentation von Junker erweitern und den Begriff der "Systemrivalität" noch konkretisieren (vgl. #6)

Eine Sicht, die sich dann auch teils als offizielle US-Außenpolitik teils als Kulturgüter als "American Way of Life" durchaus segensreich für Europa entwickelte.

Und vor diesem Hintergrund würde zumindest ich mir mehr Staatsmänner wünschen, die die Interessen ihrer Bürger so direkt adressieren und in Politik umsetzen.

Und deswegen erschließt sich mir absolut nicht, woher die heftige Kritik an der werteorientierten Politik eines FDR kommt. Es war beispielsweise ein erzkonservativer Zeitgenosse wie Nixon, der sich mit einem Mao getroffen hatte (vgl. #12). Und die sogenannte "Kulturrevolution" war noch nicht mal vorbei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Richar..._in_China_1972

Vielleicht sollte man eher über den schmalen Grad zwischen "Moral" und "machtbasierter Außenpolitik" diskutieren. Und vielleicht würde man feststellen, dass der Einäugige der König unter den Blinden ist. Aber wieviel sieht ein einäugiger "Wolf"?

Kaye, Harvey J. (2014): The fight for the four freedoms. What made FDR and the greatest generation truly great. New York: Simon & Schuster.
Sunstein, Cass R. (2006): The second bill of rights. FDR's unfinished revolution and why we need it more than ever. New York: Basic Books.
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Geändert von thanepower (08.03.2017 um 07:40 Uhr).
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