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Alt 26.11.2004, 16:51   #1
lisa00
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bismarck`s lebenslauf und wichtige informationen in seienr anfangszeit

hallo,ich bräuchte dringend ein paar informationen zu bismarck und der entstehung des deutschen reiches 1871.warum gibt es heute noch bismarkdenkmäler?vielen dank!
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Alt 26.11.2004, 16:54   #2
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Lukrezia Borgia ist ein sehr geschätzer MenschLukrezia Borgia ist ein sehr geschätzer Mensch
Hallo Lisa,

hier kannst du erst einmal deinen Wissensdurst stillen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck

Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du sie gerne stellen.

Liebe Grüße
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Geändert von Lukrezia Borgia (26.11.2004 um 17:06 Uhr).
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Alt 26.11.2004, 17:15   #3
lisa000
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bismarcksäulen

was sollen denn diese säulen darstellen,warum wurden sie so entworfen?sollen sie die standhaftigkeit bismarcks darstellen und was noch???
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Alt 26.11.2004, 17:22   #4
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Zitat:
lisa000
was sollen denn diese säulen darstellen,warum wurden sie so entworfen?sollen sie die standhaftigkeit bismarcks darstellen und was noch???

Schau dich hier mal um:

http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene1/index.html

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Alt 26.11.2004, 18:55   #5
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Artemisia ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Otto von Bismarck - genial oder eher starrsinnig?!

Biskmark oder auch der Eiserne Kanzler.

Als uns unser Geschichtslehrer den Lebenslauf Bismarks mal erzählt hatte, war ich total begeistert von den Mann... Ich fand ihn faszinierend und habe in sehr schlau eingeschätzt.

Doch jetzt, da ich diese Dokumentation gesehen habe (habe leider nicht so viel davon mitbekommen), hat sich das Bild von Bismark in ein anderes licht gestellt.
Ich finde, dass er sich auf alte Tradition fest gesetzt hat, für nichts Neues bereit war und gut gesagt ein sturr Kopf, der mit allen Taten, das durchsetzten wollte, was er sich vorgestellt hat...
Aber in den Film wurden auch einige Dinge nicht genannt, die Bismark so "besonders" machen...

Er tritt ja in den Frühzeiten seiner politischen Laufbahn für kurze Zeit zurück und betrieb für ein Paar Jahre ein Guthaus. Er konnte als einer der wenigen Englisch und da er zuvor eigentlich keine ahnung von Landwirtschaft hatte, las er Bücher aus England, die ihn sehr weiter holfen...
Die Engländer hatten eine neue Art der Anbauung und diese verbreitete Bismark dann auch in seiner Umgebung. Diese Bauern hatten auf Grund dessen sehr geringe Problem, wie z.b Hungersnot...

Bismark wurde ja auch nach Russland geschickt, als Botschafter (?) Zumindest war er gerade mal 3 Wochen in Russland und konnte sich dann mit den Russen verständigen - und Russisch, eine schon sehr schwere Sprache, in 3 Wochen schon zu können, ist schon eine Leistung.
Naja den französischen und englischen Botschafter hatte das natürlich nicht gepasst, da sie sich schlecht mit den russen kommunizieren konnten und für deutschland und bismark nur vorteil verschafte...darauf verließ bismark auch bald wieder Russland.

Zur Regierungzeit Bismark herschte eine sehr knappe Arbeitslosikeit und er ist der "Urvater" der Arbeitsversicherung.



Was denkt ihr so über Bismark?! Was ist er aus euren Sichtpunkt?!





( Ich kann euch jetz nicht versichern, ob dass alles stimmt, vorallem diese 3 Wochen, aber es war zumindest sehr schnell.
Es sind nämlich schon ein paar Jahre vergangen, als unserer Lehrer das erzählt hatte....)
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Alt 26.11.2004, 19:07   #6
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Linker ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Von welchem Otto von Bismarck reden wir hier eigentlich?
Von dem der die Sozialistengesetzte erließ und alle ArbeiterInnenvereinigungen brutal unterdrückte? Von jenem der nach dem er 1870 den Deutsch-Französischen Krieg gewonnen hatte, die geschlagene französische Regierung dabei unterstützte die Pariser Commune niederzumachen und somit mitverantwortlich an einem der schrecklichsten Massaker des 19. Jhdt. ist. Von dem der mit der wie kein anderer für das Bündnis aus Kapital und Agraroligarchie und damit für die Aufgabe vom Traum eines vereinigten demokratischen Deutschlands von 1848 stand. Oder einfach von dem der Deutschland zu einer aggressiven imperialistischen Macht machte, die dann in den WK I zog, in dem Millionen von Menschen auf den Schlachtfelder Europas ihren Tod fanden.

Frag dich mal aus welcher politischen Ecke dein Geschichtslehrer kommt.
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Die letzte Phase einer weltgeschichtlichen Gestalt ist ihre Komödie (Marx)
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Alt 26.11.2004, 19:23   #7
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Hmmm, letzteres ist nicht so ganz richtig. Bismarck war es nicht, der aus Deutschland eine aggressive Macht machte, das war eher sein "Nachfolger" Wilhelm II. Bismarck versuchte eine für die anderen Mächte berechenbare Außenpolitik zu führen. Auch sorgte er nach 1871 für Frieden in Europa (auch wenn er dabei den Hintergedanken hatte, Frankreich außenpolitisch zu isolieren...); man denke nur an den Berliner Kongreß 1878, um eine Eskalation auf dem Balkan zu verhindern. Nun gut, dass Bismarck deswegen eine so Frankreich-feindliche Politik führte, da er von Frankreich keinen Frieden erwarten konnte, ist keine Entschuldigung; er hätte es ja nicht zwangsweise angreifen müssen. Und deine ersten Sätze stimmen auch, Linker. Aber trotzdem gilt er, wie Artemisia bereits sagte, als "Urvater" der Arbeitsversicherung (und noch einiger anderen Versicherungen). Hinzu kommt, dass Bismarck zwar die Sozialdemokraten schwächen wollte, allerdings die sozialdemokratische Bewegung ihn dazu bewogen hatte, selber ein arbeiterfreundlicheres Program zu starten (welches eben in den Einführungen dieser Verpflichtungen führte). Und außerdem war ja Deutschland für damalige Verhältnisse schon recht demokratisch, wenn auch nicht so wie heute, aber Demokratien in heutiger Form gab es damals ja nicht. Das Wahlsystem in Deutschland (nicht das in Preußen!) war ja seinerzeit das fortschrittlichste in ganz Europa: allgemein, gleich, geheim und direkt.
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Alt 26.11.2004, 19:29   #8
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Zitat:
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Von welchem Otto von Bismarck reden wir hier eigentlich?
Von dem der die Sozialistengesetzte erließ und alle ArbeiterInnenvereinigungen brutal unterdrückte? Von jenem der nach dem er 1870 den Deutsch-Französischen Krieg gewonnen hatte, die geschlagene französische Regierung dabei unterstützte die Pariser Commune niederzumachen und somit mitverantwortlich an einem der schrecklichsten Massaker des 19. Jhdt. ist. Von dem der mit der wie kein anderer für das Bündnis aus Kapital und Agraroligarchie und damit für die Aufgabe vom Traum eines vereinigten demokratischen Deutschlands von 1848 stand. Oder einfach von dem der Deutschland zu einer aggressiven imperialistischen Macht machte, die dann in den WK I zog, in dem Millionen von Menschen auf den Schlachtfelder Europas ihren Tod fanden.

Frag dich mal aus welcher politischen Ecke dein Geschichtslehrer kommt.
Ich bin mal so mutig und behaupte, dass es mit Bismarck keinen 1. Weltkrieg gegeben hätte.
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Alt 26.11.2004, 19:44   #9
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Das kann man so nicht sagen, Was-wäre-wenn-Fragen sind ja nicht beantwortbar. Der Erste Weltkrieg entwickelte sich allerdings aus zahlreichen Krisen zwischen den einzelnen Staaten wegen gemeinsamer Interessen in Kolonialgebieten. Glaubst du, dass es ohne Bismarck keine solchen Krisen gegeben hätte? Auch vor Bismarck hatten die anderen Staaten Kolonien und warfen ihre Augen auf dieselben Gebiete, womit Konflikte bereits vorprogrammiert waren. Ich halte die Behauptung, dass es ohne Bismarck keinen Ersten Weltkrieg gegeben hätte, für puren Schwachsinn.
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Alt 26.11.2004, 20:00   #10
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Zitat:
Imperator
Das kann man so nicht sagen, Was-wäre-wenn-Fragen sind ja nicht beantwortbar. Der Erste Weltkrieg entwickelte sich allerdings aus zahlreichen Krisen zwischen den einzelnen Staaten wegen gemeinsamer Interessen in Kolonialgebieten. Glaubst du, dass es ohne Bismarck keine solchen Krisen gegeben hätte? Auch vor Bismarck hatten die anderen Staaten Kolonien und warfen ihre Augen auf dieselben Gebiete, womit Konflikte bereits vorprogrammiert waren. Ich halte die Behauptung, dass es ohne Bismarck keinen Ersten Weltkrieg gegeben hätte, für puren Schwachsinn.
Natürlich ist das eine kühne These. Aber so ganz aus der Luft gegriffen, ist sie meiner Meinung nach nicht.

"Außenpolitisch verfolgte Bismarck eine Politik des Gleichgewichts der Großmächte. Durch den Aufstieg zur stärksten Großmacht auf dem Kontinent durch die Reichsgründung, weckte Deutschland die Ängste seiner Nachbarn. Um Bündnisse der übrigen Großmächte gegen Deutschland zu verhindern, baute Bismarck mit diplomatischem Geschick ein Bündnissystem auf, das auf eine Isolierung Frankreichs hinauslief, das durch die Eingliederung Elsass-Lothringens zum Erzfeind wurde. 1879 schloss Bismarck mit Österreich das Defensivbündnis des so genannten Zweibunds, der später durch den Beitritt Italiens zum Dreibund erweitert wurde. Mit Russland schloss er 1887 ein Abkommen, das beiden Länder zu Neutralität bei einem Angriff des Vertragspartners durch ein Drittland verpflichtete.

Darüber hinaus errang Bismarck 1877/78 durch sein friedensrettendes Eingreifen in den Balkankonflikt zwischen England und Russland großes Ansehen. Um die Ängste der übrigen Großmächte zu dämpfen, verzichtete Bismarck auch auf territoriale Erweiterungen, stellte als Konzession an den Zeitgeist jedoch 1884/85 die kolonialen Erwerbungen deutscher Privatkaufleute in Togo, Kamerun, Südwest- und Ostafrika sowie im Pazifik unter den Schutz des Deutschen Reiches. Die wirtschaftliche Bedeutung der Kolonien blieb jedoch gering. Ein durch die schlechter werdenden deutsch-russischen Beziehungen drohendes Bündnis zwischen Frankreich und Russland zeigte aber auch die Grenzen des Bündnissystems auf."

Das sieht mir nicht nach einer aggressiven Aussenpolitik aus.

Ich glaube er war sogar gegen die Annexion von Elsaß-Lothringen, konnte sich aber nicht gegen die Militärs durchsetzen. Stimmt das?
Sascha Maletic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2004, 20:21   #11
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Zitat:
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Von welchem Otto von Bismarck reden wir hier eigentlich?
Von dem der die Sozialistengesetzte erließ und alle ArbeiterInnenvereinigungen brutal unterdrückte? Von jenem der nach dem er 1870 den Deutsch-Französischen Krieg gewonnen hatte, die geschlagene französische Regierung dabei unterstützte die Pariser Commune niederzumachen und somit mitverantwortlich an einem der schrecklichsten Massaker des 19. Jhdt. ist. Von dem der mit der wie kein anderer für das Bündnis aus Kapital und Agraroligarchie und damit für die Aufgabe vom Traum eines vereinigten demokratischen Deutschlands von 1848 stand. Oder einfach von dem der Deutschland zu einer aggressiven imperialistischen Macht machte, die dann in den WK I zog, in dem Millionen von Menschen auf den Schlachtfelder Europas ihren Tod fanden.

Frag dich mal aus welcher politischen Ecke dein Geschichtslehrer kommt.
Oder von dem Bismarck, der in Deutschland damals beispiellose Absicherungen für Arbeiter einführte?
Darüber hinaus war der Traum von einem vereinigten demokratischen Deutschland schon lange begraben. Dass das mit Bismarcks Schuld am WK I so nicht stimmt, haben Dir ja schon andere gesagt.

Geändert von Papa_Leo (26.11.2004 um 20:35 Uhr).
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Alt 26.11.2004, 20:32   #12
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Zitat:
Imperator
Hinzu kommt, dass Bismarck zwar die Sozialdemokraten schwächen wollte, allerdings die sozialdemokratische Bewegung ihn dazu bewogen hatte, selber ein arbeiterfreundlicheres Program zu starten (welches eben in den Einführungen dieser Verpflichtungen führte)
Stimmt. Was sagt uns das? Das die ArbeiterInnenbewegung schon stark genug war um sich Zugeständnisse zu erkämpfen.
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Alt 26.11.2004, 20:40   #13
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Stimmt. Was sagt uns das? Das die ArbeiterInnenbewegung schon stark genug war um sich Zugeständnisse zu erkämpfen.
Aber schwach genug, um sich von dem "Monster" Bismarck "brutal unterdrücken" zu lassen?
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Alt 26.11.2004, 23:35   #14
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Papa_Leo
Aber schwach genug, um sich von dem "Monster" Bismarck "brutal unterdrücken" zu lassen?
"Und was hat Bismarck mit all diesen Gewaltmaßnahmen erreicht? Ebensoviel wie Herr Forster in Irland. Die Sozialdemokratische Partei floriert genauso und besitzt eine ebenso feste Organisation wie die Irische Landliga" (Engels, MEW Bd. 19, s. 282)
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Alt 26.11.2004, 23:42   #15
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(Engels, MEW Bd. 19, s. 282)
Mitte Juli 1881. Du hast offensichtlich Probleme mit historischen Zusammenhängen.
http://www.mlwerke.de/me/me19/me19_280.htm
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Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken,
Das nicht die Vorwelt schon gedacht?

Faust II, Vers 6809 f.
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Alt 27.11.2004, 00:32   #16
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"Und was hat Bismarck mit all diesen Gewaltmaßnahmen erreicht? Ebensoviel wie Herr Forster in Irland. Die Sozialdemokratische Partei floriert genauso und besitzt eine ebenso feste Organisation wie die Irische Landliga" (Engels, MEW Bd. 19, s. 282)
Du solltest Dir mal eine Argumentation aussuchen und dann auch dabei bleiben. In Deinem ersten Beitrag sprichst Du von brutaler Unterdrückung der Arbeiterbewegung um dann plötzlich davon zu reden, dass sie genügend Einfluss gehabt hätte, um sich von Bismarck Zugeständnisse zu erkämpfen - das passt nicht zusammen.
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Alt 27.11.2004, 09:40   #17
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Papa_Leo
Du solltest Dir mal eine Argumentation aussuchen und dann auch dabei bleiben. In Deinem ersten Beitrag sprichst Du von brutaler Unterdrückung der Arbeiterbewegung um dann plötzlich davon zu reden, dass sie genügend Einfluss gehabt hätte, um sich von Bismarck Zugeständnisse zu erkämpfen - das passt nicht zusammen.
MAn kann jemanden brutal unterdrücken, aber das heißt noch nicht, dass es dadurch gelingt diese Organisation wirklich zu zerschlagen.
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Alt 27.11.2004, 10:31   #18
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Bismarck hat das für damalige Zeit vorblidliche Sozialsystem eingeführt, weil er Angst vor einer sozialistischen Revolution hatte. Die Arbeiterbewegung hat sich diese Dinge nicht edel erkämpft , wie es manche darstellen wollen, sondern sie wurden ihnen gegeben. Bismarck war ein Taktiker der seine politischen Gegner sehr gut gegeneinander ausspielen konnte. Mit der Trohnbesteigung Wilhelms II ging seine Ära zu Ende. Bismarck bezeichnete das Reich als gesättigt, aber das passte nicht zu Wilhelms Deutschland das einen "Platz an der Sonne" wollte, also wurde er zum Rücktritt gezwungen, er hat so gut wie nichts zu diesem imperialistischem Deutschland beigetragen. Und außerdem: Wer hat den 1914 die Kriegskredite bewilligt??? Das war die SPD die Partei der Arbeiterbewegung und viele Arbeiter sind auch begeistert in den Krieg gezogen: Jeder Schuss ein Russ, jeder Stoß ein Franzos. Bismarck war einfach nur ein Kind seiner Zeit, ein Junker alter Schule. ich halte auch nciht viel von "Eisen und Blut" , aber man sollte doch historisch gerecht bleiben.
In diesem Sinne,
Solidarnosc
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Alt 27.11.2004, 11:56   #19
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Bismarck hat das für damalige Zeit vorblidliche Sozialsystem eingeführt, weil er Angst vor einer sozialistischen Revolution hatte. Die Arbeiterbewegung hat sich diese Dinge nicht edel erkämpft , wie es manche darstellen wollen, sondern sie wurden ihnen gegeben. Bismarck war ein Taktiker der seine politischen Gegner sehr gut gegeneinander ausspielen konnte. Mit der Trohnbesteigung Wilhelms II ging seine Ära zu Ende. Bismarck bezeichnete das Reich als gesättigt, aber das passte nicht zu Wilhelms Deutschland das einen "Platz an der Sonne" wollte, also wurde er zum Rücktritt gezwungen, er hat so gut wie nichts zu diesem imperialistischem Deutschland beigetragen. Und außerdem: Wer hat den 1914 die Kriegskredite bewilligt??? Das war die SPD die Partei der Arbeiterbewegung und viele Arbeiter sind auch begeistert in den Krieg gezogen: Jeder Schuss ein Russ, jeder Stoß ein Franzos. Bismarck war einfach nur ein Kind seiner Zeit, ein Junker alter Schule. ich halte auch nciht viel von "Eisen und Blut" , aber man sollte doch historisch gerecht bleiben.
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Naja, aber wenn Bismarck die Sozialgesetzgebung aus Angst vor der Arbeiterbewegung gemacht hat, dann ist es eine Errungenschaft der ArbeiterInnenbewegung. Soziale Reformen im Sinne der ArbeitnehmerInnen werde immer (außer wenn eine ihrer Parteien gerade in der Regierung ist) immer aus Angst durchgesetzt. Wenn Bismarck also die Gesetztgebung nicht aus eigener Überzeugung gemacht hat, dann ist eine (indirekte) Errungenschaft der ArbeiterInnenbewegung. Gut das mit dem WK I neheme ich zurück, das war wohl doch ein bisschen übertrieben. Und das die Rolle der Sozialdemokratie (und das fast in allen Ländern) beim WK I eine erbärmliche war möchte ich hier gar nicht bestreiten (auch wenn die meisten Sozialdemokratien viel daraus gelernt haben)

Mir geht es eigentlich auch gar nicht darum Bismarck als Person negativ darstellen, denn natürlich war er ein Kind seiner Zeit, aber Trotzdem ein Vertreter der Reaktion. Meine vielleicht etwas heftige Reaktion auf das Thema tut mir leid.
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Alt 27.11.2004, 13:54   #20
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MAn kann jemanden brutal unterdrücken, aber das heißt noch nicht, dass es dadurch gelingt diese Organisation wirklich zu zerschlagen.
Wenn ich jemanden brutal unterdrücken kann hat dieser aber sicher nicht den Einfluss, wie von dir behauptet, Bismarck dazu zu zwingen, eine Sozialversicherung einzuführen.
Natürlich war die Tatsache, dass Bismarck die Arbeiterbewegung durch die Sozialistengesetze nicht kleinkriegen konnte ein Grund für die Sozialversicherungsgesetze - aber dass sie allein dem EInfluss der unterdrückten Arbeiterbewegung zuzuschreiben wären, halte ich für falsch.
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