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Alt 05.11.2016, 10:06   #221
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Armer Konrad Beitrag anzeigen
In einigen Regionen wurde das Narrenfest in den letzten 12 Tagen des Jahres gefeiert (in anderen allerdings erst um Epifania), die Saturnalien laut wiki zuletzt von 17. bis zum 30. Dez. Insofern wäre dies immerhin ein Indiz.
Vorsicht, die alte Monatzählung ist eine andere. Heute sind September, Oktober, November und Dezember der 9. - 12. Monat. Wenn du dir aber die Bedeutung der Monatsnamen klar machst, dann handelt es sich dabei um den siebten bis zehnten Monat von zwölf.
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Alt 05.11.2016, 11:48   #222
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Vorsicht, die alte Monatzählung ist eine andere. Heute sind September, Oktober, November und Dezember der 9. - 12. Monat. Wenn du dir aber die Bedeutung der Monatsnamen klar machst, dann handelt es sich dabei um den siebten bis zehnten Monat von zwölf.
Beziehen sich die Zeitangaben in Wikipedia bez. Saturnalien auf die Zeit vor dem julianischen Kalender ? (Mir ist schon klar, das der Dezember der "Zehnte" ist).
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Alt 05.11.2016, 11:51   #223
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Vorsicht, die alte Monatzählung ist eine andere. Heute sind September, Oktober, November und Dezember der 9. - 12. Monat. Wenn du dir aber die Bedeutung der Monatsnamen klar machst, dann handelt es sich dabei um den siebten bis zehnten Monat von zwölf.
Das betrifft aber nur den ganz frühen römischen Kalender, bei dem der 1. März den Jahresanfang darstellte. 153 v.Chr. wurde der Jahresbeginn auf den 1. Januar verlegt.
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Alt 05.11.2016, 12:34   #224
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Ich weiß nur, dass im Mittelalter die Auffassung, wann der Jahreswechsel sei, nicht mit unserem übereinstimmt. Er fand zumindest in den karolingischen Erbreichen häufig erst rund um den ersten März statt (wobei ich nie ganz begriffen habe, ob der erste März da ein Fixdatum war oder ob da nicht noch die Osterberechnung mit im Spiel war).
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Alt 05.11.2016, 14:08   #225
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Nicht ganz richtig. Laut Grotefend (11 c) nutzte die kaiserliche Kanzlei seit Karolingischer Zeit und auch die westfränkischen Karolinger den 25. Dezember als Jahresanfang. Daher ist die Kaiserkrönung Karls zeitgenössisch auch unter 801 verzeichnet. Den 1.März hätten die Merowinger genutzt. (13 a)

Trotz der verschiedenen Jahresanfangsstile soll, wieder nach Grotefend, der 1.Januar gleichsam als bürgerlicher Jahresanfang das Mittelalter überdauert haben. Er zählt auf:

1. 1. Januar. Circumcisionsstil.
2. 1. März. Vorcäsarischer Jahresanfang.
3. 25. März. Annunciationsstil (Marienjahr)
4. Ostern. Osteranfang.
5. 1.September. Byzantinischen Jahresanfang.
6. 25. Dezember. Weihnachtsanfang.

Edit: Heidnische Abweichungen scheint es wenig gegeben zu haben: 1. März: Außer den Merowingern Venedig (bis 1797) und Russland (bis Mitte 13. Jh.).

1. Januar wird für Skandinavien aufgrund von Rückschlüssen als Alternative für den Weihnachtsanfang vermutet. Die spanische Ära (5.Jh. bis um 1500) begann ebenfalls mit dem 1. Januar. Sonst taucht er im Laufe des Mittelalters auf, setzt sich aber erst in der Neuzeit durch. Trotz der Bemerkung zum 'bürgerlichen Jahresanfang'.

(Der Byzantinische Jahresanfang wurde in Süditalien teilweise bis weit in die Neuzeit genutzt, in Russland war er vom 13. Jh. bis 1701 vorherrschend.)

Geändert von Riothamus (05.11.2016 um 14:32 Uhr).
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Alt 06.11.2016, 12:40   #226
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Zitat:
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Ich weiß nur, dass im Mittelalter die Auffassung, wann der Jahreswechsel sei, nicht mit unserem übereinstimmt. Er fand zumindest in den karolingischen Erbreichen häufig erst rund um den ersten März statt (wobei ich nie ganz begriffen habe, ob der erste März da ein Fixdatum war oder ob da nicht noch die Osterberechnung mit im Spiel war).
Eine ähnliche Diskussion hatten wir auch hier keltisches Kalendarium am Glauberg

Ginzel spricht im Band III (Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie) von einer "archaischen" Zweiteilung des Jahres bei den altgermanischen Gentes, einer Zählung nach Wintern.
Zitat:
"Beda (im 8.Jahrh. ) spricht noch von Halbjahren und läßt die Monatsreihe der Angelsachsen mit dem Spätherbst beginnen. Auf die Trennungslinie dieser Zweiteilung des Jahres, die Zeit der Tag - und Nachtgleichen, wird man früh aufmerksam geworden sein, ohne natürlich diesen Zeitpunkt des Jahres näher angeben zu können. Die großen Opferfeste der Germanen, welche auf Kosten der Stämme und Staaten gefeiert wurden, verhalfen dann zur Dreiteilung des Jahres (Vorsommer,Ernte, Totenfest, Einf.von mir):... daher finden wir bei Tacitus die Nachricht über die Germanen, dass diesen nur für Winter,Frühjahr und Sommer Begriffe und Namen hätten, und dass der Herbst ihnen nach Namen und Gaben unbekannt sei."
Unten schwedische Runenkalender aus dem 17.Jahrhundert:
Die gezeigten Stabkalender mit Griff und Knauf wurden nach alter Tradition von Vertretern der bäuerlichen Bevölkerung geschnitzt, zu einer Zeit, als die Kunst der Anfertigung von Runenkalendern dabei war zu verfallen. Jede Seite eines Stabes ist von links nach rechts zu lesen und gibt eine Jahreshälfte wieder. Diese reicht bei dem oberen Stab auf der einen Seite vom 8. Januar bis zum 9. Juli und auf der anderen vom 10. Juli bis zum 7. Januar. Der Stab darunter ist durch die eingeschnitzte Jahreszahl 1638 genau zu datieren und zeigt auf einer Seite die Sommer- und auf der anderen die Winterhälfte, die vom 16. April bis zum 7. Oktober bzw. vom 8. Oktober bis zum 15. April reicht.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
eu_stabkalenderschweden.jpg  

Geändert von Biturigos (06.11.2016 um 13:04 Uhr).
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