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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 366
![]() | sowjetisch-afghanischer Krieg Hat jemand gesicherte Informationen zu diesem Krieg? Wikipedia und Co. sind da teilweise ziemlich widersprüchlich. Zum Beispiel bezüglich der Ermordung von Amin, einmal Afghanen, dann sowjetische Fallschirmjäger. Ich bräuchte eine kurze und gut gegliederte Abhandlung. würde mich freuen! |
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| | #2 | |
| Moderator Registriert seit: 04.2005 Ort: En un lugar de la Mancha de cuyo nombre no quiero acordarme...
Beiträge: 29.720
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Afghanistan: Der 30-jährige Krieg | Wissen | ZEIT ONLINE Zitat:
__________________ :urlaub: | |
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| | #3 | |
| Mitglied Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 366
![]() | Zitat: | |
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| | #4 |
| unvergessen Registriert seit: 07.2004 Ort: Jerichower Land
Beiträge: 10.976
![]() ![]() ![]() | Ja und jetzt haben die amerikaner ein Problem. Sie lieferten damals Waffen nach Afganistan, als die Sowiets einmarschierten. Heute werden sie mit diesen Waffen bekämpft. Scheiss Spiel.
__________________ Kritisches denken schützt vor Illusionen. Mitglied des Clubs des Ring- Zeigefingerproblems |
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| | #5 | |
| Mitglied Registriert seit: 01.2005 Ort: Berlino
Beiträge: 3.656
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Die Krise in Afghanistan war m.E. zum Zeitpunkt der Ermordung Amins schon sehr weit zugespitzt, es hatte schon verschiedene Zwischenfälle gegeben. Ich glaube nicht, dass Amin sich da noch in Nachtclubs herumtreiben würde. Für die Einnahme Kabuls sind von den Sowjets auch recht viel Truppen mobilisiert worden. Diese hatten damals auch eine Spez-Nas Einheit aus Tadschiken, Kirgisen und anderen Zentralasiaten gebildet, so dass auch von aussen der Eindruck entstehen konnte, es habe sich um Afghanen gehandelt (was auch nicht völlig auszuschliessen wäre). http://de.wikipedia.org/wiki/Speznas In der Presse wurde damals aber über Sowjetische Spezialkräfte geschrieben (sehe ich angesichts der Sowjetischen Kontroll-Manie als Wahrscheinlicher). Ich kann mich konkret daran erinnern, dass die Spez-Nas die gerade von Siemens fertig gestellte Telefonzentrale sprengten. Den so entstanden Kabelwirrwar konnte man nie wieder entwirren, es dauerte Monate bis es wieder eine halbwegs reguläre Verbindung gab. Im Wikipedia Artikel über die Operation Storm 333 (Operation Storm-333 – Wikipedia) wird ein Buch zitiert:Gregory Feifer: THE GREAT GAMBLE. HarperCollins, 2006, ISBN 0061143189, Invasion Considered, S. 21 ff.. Ich würde es mal damit versuchen. Die Angaben über die Ermordung im Palast scheinen auch recht präzise zu sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Tajbeg-Palast Geändert von Bdaian (04.01.2010 um 21:25 Uhr). | |
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| | #6 | |
| Mitglied Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 366
![]() | Zitat:
danke für die Hilfe! Also ist das ganze heute noch ziemlich undurchsichtig! Das mit dem Nachtclub, da hast du sicherlich recht, dass scheint eher eine Verunglimpfung zu sein, die besonders radikal-islamischen Kräften in die Hände gespielt haben dürfte. Als Quellen werde ich nur das Internet nutzen, da ich mich nur temporär mit dem Thema auseinandersetzen werde, aber trotzdem danke für den Tipp, ist bestimmt nicht schlecht. | |
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| | #7 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2005 Ort: Berlino
Beiträge: 3.656
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Ich habe leider momentan nichts genaueres zur Hand. So weit ich es in Erinnerung habe ist der o.z. Wiki-Artikel recht zutreffend. Da die Sowjets auch zahlreiche Afghanische Parteigänger hatten ist es nicht auszuschliessen dass diese eine Rolle spielten, ich halte es jedoch für eher unwahrscheinlich und untypisch für die Vorgehensweise von KGB und Co. |
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| | #8 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2005 Ort: Berlino
Beiträge: 3.656
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | In einem Artikel im heutigen "El Pais" wird auch geschrieben, dass Amin in seinem Palast von Truppen der Sowjetischen Geheimdienste getötet wurde. |
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| | #9 |
| Mitglied Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 366
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| | #10 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Зальцгиттер
Beiträge: 180
![]() | Eine Empfehlung von mir: Spetsnaz had defeated the Mujahidden by the summer of 1986 - Military Photos Sehr informative Diskussion mit Informationen aus erster Hand (einer der Diskutanten ist Speznazveteran, der damals in Afghanistan war), die einen äußerst interessanten Einblick in diesen Krieg und im speziellen die damaligen Speznaz-Aktivitäten dort geben. |
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| | #11 |
| Mitglied Registriert seit: 06.2006 Ort: Mark Brandenburg + geschichtsforum.de + Homepage: "Die Germanen" (schaut mal ins "Öffentliche Profil"! ;-)
Beiträge: 3.152
Blog-Einträge: 1 ![]() ![]() | Vor kurzem gab es auch eine Pressenachricht dazu: Vor 30 Jahren marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein Aber ob die Bezeichnung "sowjetisch-afghanische Krieg" richtig ist... ? Offiziell wollte die Sowjetunion die gerade erst an die Macht geputschte sowjetfreundliche, afghanische Regierung unterstützen.
__________________ "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluß vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann." Geändert von Barbarossa (05.01.2010 um 14:58 Uhr). |
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| | #12 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Зальцгиттер
Beiträge: 180
![]() | Ich hege auch diesen Zweifel. Letztlich war dieser Krieg ein Bürgerkrieg mit massiver ausländischer Einmischung, und keiner zwischen der UdSSR und Afghanistan. So wie heutzutage ISAF & Co. die derzeitige pro-westliche Zentralregierung in Kabul stützen. |
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| | #13 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2005 Ort: Berlino
Beiträge: 3.656
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hispanophil? Eher Chlorophil. Ich habe lange in spanischsprachigen Ländern gelebt. Ich sehe den Krieg eigentlich schon als Sowjetisch-Afghanisch. Die Afghanische Pro- Sowjetische-Seite war ja nur eine Marionettenregierung. Die Interesse der Sowjets war es ja das Land zu dominieren und fest in der eigenen Einflusssphäre zu verankern und nicht lediglich eine befreundete Partei zu unterstützen. Geändert von Bdaian (05.01.2010 um 18:26 Uhr). |
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| | #14 | |
| Gesperrt Registriert seit: 06.2009 Ort: Oberbayern
Beiträge: 417
![]() | Zitat:
Meinst du den afghanischen Bürgerkrieg in welchen die SU eingegriffen hat? | |
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| | #15 | |
| Mitglied Registriert seit: 12.2007 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 635
![]() | Zitat:
Aus heutiger Perspektive eine rein Parodie... ![]() | |
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| | #16 | |
| Mitglied Registriert seit: 01.2005 Ort: Berlino
Beiträge: 3.656
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Ich habe mir ein Teil der Diskussion dort angesehen. Wirklich sehr interessante Beiträge darunter. Ich sehe aber dasselbe Phänomen wie in den USA: Man "gewinnt" den Krieg im Nachhinein in der Erinnerung. Mag ja sein, dass die Spetznas und andere Spezialkräfte dort sehr effektiv waren. Dass sie den Krieg "gewannen" wie einer der Teilnehmer erklärt , finde ich aber sehr gewagt. Und die Kontrolle über das gesamte Territorium erlangten sie m.W. nie. Nur über die Städte und deren Umland. Dass sie das Land und Ihre Parteigänger am Ende verliessen, war ja auch nicht aus einer Laune der Führung heraus. Und über die Wehrpflichtigen die Munition gegen Drogen tauschten und ähnliche Zersetzungserscheinungen habe ich keinen Kommentar gefunden. Und so etwas war unter den normalen Linientruppen anscheinend weit verbreitet. Afghanistan Veteranen hatten bei der Verbreitung des Drogenunwesens in der SU eine ähnliche Rolle wie die Vietnam-Heimkehrer in den USA. | |
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| | #17 |
| Mitglied Registriert seit: 06.2008 Ort: Sachsen-Anhalt / JL
Beiträge: 664
![]() ![]() | Ich habs bis zu Ende gelesen und mir auch noch ein paar aufgelistete Links reingezogen. Was die Äußerungen einiger Teilnehmer dort angeht gebe ich dir Recht Bdaian. Vor allem bei denen die scheinbar nicht dort waren bzw. zu jung sind um dort teilgenommen zu haben, wird dies zum Teil vehement vertreten. Allerdings ging es bei der Threaderöffnung (durch einen Amerikaner) um die Handlungen der Spetsnaz-Kräfte und deren Sieg im Sommer 1986. Das die "normalen" Truppen nicht damit gemeint sind und dieser Krieg bei vielen Sowjetbürgern nicht "beliebt" war dürfte eigentlich klar sein. Im letzten drittel wird auch angeschnitten, das einer der sowjet. Überläufer zu den Mujahedin vorher Waffen an diese verkauft hatte und erwischt worden war. Ob die Veteranen nun ausschlieslich selbst an der Vertbreitung des Drogenkonsums schuld sind, wage ich zu bezweifeln. Eher haben heimgekehrte drogensüchtige Veteranen das schon vorhandene Geschäft drastisch angekurbelt. In den asiatischen Sowjetrepubliken hat es den Anbau von Schlafmohn und damit auch den Haschischkonsum immer gegeben. Was ich interessant fand, war die Diskussion über den Stinger-Verkauf durch die CIA und deren vermeintlich wichtiger Beitrag zur Beendigung des Krieges. OT: Die Diskussion, welches Land in einem solchen Krieg gewinnt, ist eigentlich sinnlos. Am Ende ist die Anzahl der wirklichen "Verlierer" allemal größer als die der Gewinner. Und beide gibt es bei allen Betroffenen einer kriegerischen Auseinandersetzung. Die ersten "Verlierer" haben wir ja auch schon im eigen Land. Mal sehen was in 10-20 Jahren über den Bundeswehreinsatz geschrieben wird.
__________________ Es ist nie ganz richtig etwas für ganz falsch zu halten. Geändert von Sascha66 (06.01.2010 um 17:50 Uhr). |
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| | #18 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Über die Afghanen schrieb Friedrich Engels: Zitat:
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