| Aktuelle Nachrichten zur Geschichte | ||
| Ein Feuerball beendet die Zeppelin-Ära | ||
| Axel Springer und die Kraft der Träume | ||
| Als Amerika für Juden das "Vierte Reich" wurde | ||
| |||||||
| Registrieren | Blogs | Hilfe | Regeln | Neue Beiträge/Foreninfo | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren | Mitglieder |
![]() |
| | Themen-Optionen | Thema durchsuchen | Ansicht |
| | #1 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Suche gute Literatur des 19.Jahrhunderts Guten Tag, ich bin auf der Suche nach guter Literatur des 19. Jahrhunderts (das frühe 20. oder späte 18. Jahrhundert, ist mir aber auch willkommen). Vorteilhaft wäre es, wenn es sich hierbei um Liebesromane (wie die von Jane Austen, Anna Karenina, Portät einer jungen Dame usw.) handelt. Es ist aber keine absolute Bedingung. Ich möchte nur das aufjedenfall eine Frau die Hauptprotagonistin ist. Ich suche durchaus was "anspruchsvolleres", also bitte keine käseartige Literatur wie "P.S. ich liebe dich" oder ähnlichen Quatsch. Aber ich denke, soetwas gab es im 19. Jahrhundet noch gar nicht... Vielen Dank schon mal für eure Hilfe |
|
| | #2 |
| Moderator Registriert seit: 04.2005 Ort: En un lugar de la Mancha de cuyo nombre no quiero acordarme...
Beiträge: 26.132
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Wie wär's denn mit Theo Fontane? - Effie Briest - Cécile
__________________ Und darum Kinder eins bedenket: der Trollen respondieret, Zeit verschenket! La uerdad de la estoria a las uezes es dubdosa. 1ª Crón. Gen., c. 571 |
| | |
| | #3 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008
Beiträge: 4.604
![]() ![]() ![]() ![]() | Gustave Flaubert: Madame Bovary Du irrst übrigens, wenn Du meinst, dass es noch keinen käseartigen Quatsch gab. Der ist heutzutage halt großteils (zu recht) in Vergessenheit geraten. Aber lies' z. B. einmal von Heinrich Clauren "Mimili" ... |
| | |
| | #4 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2011
Beiträge: 1.153
![]() | da Fontane, Flaubert und Tolstoi schon genannt wurden: -- die Novellen von Theodor Storm -- Romane und Novellen von Iwan Turgenev (Väter und Söhne, Rauch, erste Liebe) -- Oblomov von Gontscharov -- Anton Cechov die Dame mit dem Hündchen -- Dostojewski: Verbrechen und Strafe, böse Geister, Brüder Karamazov -- Andrey Bely: die silberne Taube -- Fjodor Sologub: der kleine Dämon speziell "die silberne Taube" ist ein symbolistischer Roman, der auf der Handlungsebene von einer Obsession erzählt - die anderen Romane und Novellen enthalten durchaus Liebesgeschichten Marcel Proust "eine Liebe von Swann" wäre natürlich auch lesenswert |
| | |
| | #5 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008
Beiträge: 4.604
![]() ![]() ![]() ![]() | Swanilda möchte aber unbedingt, dass eine Frau die Protagonistin ist. Bei "Väter und Söhne", "Verbrechen und Strafe" und "Die Brüder Karamasow" ist mir das nicht aufgefallen, die meisten anderen Sachen habe ich noch nicht gelesen. @ Swanilda: Ein Roman mit einer weiblichen Protagonistin (die auch in der Ich-Form erzählt), aber nur teilweise ein Liebesroman, ist auch Bertha von Suttner: "Die Waffen nieder!" Geändert von Ravenik (05.02.2012 um 15:11 Uhr). |
| | |
| | #6 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2011
Beiträge: 274
![]() | Wenn du auch noch das frühe 20. Jahrhundert mit einbeziehst, kann ich auch noch Thomas Manns "Buddenbrooks" (1900) und den "Zauberberg" (1926) empfehlen.
__________________ Besorgt mir ein schönes Gebüsch! |
| | |
| | #7 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008
Beiträge: 4.604
![]() ![]() ![]() ![]() | Von Antonie Buddenbrook mal abgesehen spielen in den "Buddenbrooks" aber doch auch eher die männlichen Vertreter der Familie die Hauptrolle. |
| | |
| | #8 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2012
Beiträge: 30
![]() | Ich würde noch Guy de Maupassant, "Mont-Oriol" und Nikolai Tschernyschewski "Was tun?" empfählen. "Was tun?" hat damals, wegen seinem revolutionärem Charakter( auch in Sachen der Beziehung), für große Furore gesorgt. |
| | |
| | #9 |
| Moderator Registriert seit: 04.2005 Ort: En un lugar de la Mancha de cuyo nombre no quiero acordarme...
Beiträge: 26.132
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Ich habe mit 11 oder 12 Jahren zum Erstaunen meiner Eltern freiwillig Luise Rinser gelesen, aber der Zauberberg ist ein Buch, zu dem ich beim besten Willen keinen Zugang finden konnte. Frauen spielen hier, wie auch in den Buddenbrooks wohl eher eine marginale Rolle. Man könnte das Buch auch "Selbstbetrachtungen eines Dilettanten" - nämlich des Hans Castorp - nennen. Mann ist hier die Charakterstudie eines oberflächlichen Faulpelzes wunderbar gelungen, aber genau das macht das Buch in meinen Augen auch so uninteressant.
__________________ Und darum Kinder eins bedenket: der Trollen respondieret, Zeit verschenket! La uerdad de la estoria a las uezes es dubdosa. 1ª Crón. Gen., c. 571 |
| | |
| | #10 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2011
Beiträge: 274
![]() | Ups, tut mir leid, ich hatte gar nicht gesehen, dass eine Frau die Hauptfigur sein muss. Fail. ![]()
__________________ Besorgt mir ein schönes Gebüsch! |
| | |
| | #11 |
| Premiummitglied Registriert seit: 04.2005 Ort: Gießen
Beiträge: 3.796
![]() ![]() ![]() | Ist ja schon viel genannt worden. Ein tolles Buch ist auch "Die Präsidentin" des spanischen Autors Clarín. Der Titel ist etwas verwirrend, den es geht nicht etwa um eine Politikerin, sondern um eine schöne junge Frau, die - ein bißchen wie bei Fontanes Effi Briest - in eine Ehe mit einem zwar sympathischen, doch viel zu alten Mann gezwungen wird.
__________________ It all started with a big bang! |
| | |
| | #12 | |
| Mitglied Registriert seit: 01.2011
Beiträge: 1.153
![]() | Zitat:
...manche der großen Romane des 19. und frühen 20. Jh. sind strukturell und erzähltechnisch nicht so einfach gestrickt - etwa zum "polyphonen Roman" (Bachtin) böse Geister von Dostojewski wäre zu sagen, dass Lisaweta und Schatows Frau durchaus zu den zentralen Figuren zählen. berühmt auch die Molly Bloom aus Joyces Ulysses ![]() die Kameliendame von Dumas d.J. wäre noch erwähnenswert und natürlich Maupassants Novelle Carmen selbstredend ein berühmter Liebesroman ist Lady Chatterleys Lover von D.H. Lawrence (1928) | |
| | |
| | #13 |
| Mitglied Registriert seit: 08.2010 Ort: 53°09'16.75"N 8°13'27.25"O
Beiträge: 119
![]() | Diese Romane Dostojewskijs haben zwar streng genommen keine weiblichen Protagonistinnen, aber großartige Frauenfiguren. Zu nennen ist noch 'Der Idiot' mit der unvergeßlichen Nastassja Filippowna. Am ehesten dürfte Deinen Kriterien seine frühe Erzählung 'Weiße Nächte' entsprechen, bei der tatsächlich eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht. Dabei nimmt die in der Rückschau erzählte Geschichte der Frau breiten Raum ein. Ansonsten: Charlotte Bronte - 'Jane Eyre', und von ihrer Schwester Emily Bronte - 'Sturmhöhe' ('Wuthering Heights').
__________________ "That's the spirit! If nothing else, a total and utter pig-headed unwillingness to look facts in the face will see us through!" General Melchett |
| | |
| | #14 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2011 Ort: Berlin
Beiträge: 79
![]() | Beinharte Femme Fatales und tiefstmögliche Liebe gibt's bei Jules-Amedee Barbary d'Aureyvilly: "Das Glück im Verbrechen" und "Die alte Mätresse". Mehr als empfehlenswert! Nicht so richtig Liebesgeschichte, aber auch eine sehr coole weibliche Hauptfigur: Anthony Trollope, "The Eustache Diamonds." Die erste Geschichte über eine lesbische Vampirin in der westlichen Literatur ist übrigens "Carmilla" von LeFanu (1872). |
| | |
| | #15 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2011
Beiträge: 1.153
![]() | |
| | |
| | #16 |
| Mitglied | Wie wär's mit Margaret Mitchell's "Vom Winde verweht"? Ist klasse geschrieben, sehr spannend (ca. 1.000 Seiten) und hat 1937 immerhin den Pulitzer-Preis bekommen. Gegen das hervorragende Buch ist der kitschige Hollywoodfilm ne Katastrophe ![]() paar Infos zum Buch: Vom Winde verweht ? Wikipedia Saludos!
__________________ "Erziehung ist organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend" Samuel Langhorne Clemens aka Mark Twain |
| | |
| | #17 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.268
![]() ![]() ![]() | Auch wenns mE eher historisch denn literarisch interessant ist: Memoiren einer Sozialisten von Lily Braun. Lily Braun ? Wikipedia Bei Wiki kann mans auch lesen; ist aber ein ganz schöner Wälzer...
__________________ "Klug hat der Mann gehandelt, der die Menschen lehrte, den Worten auch der Anderen Gehör zu schenken." Euripides |
| | |
| | #18 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Schön, das soviel zusammengekommen ist. Aber natürlich stehe ich noch weiteren Empfehlungen offen gegenüber. Als erstes werde ich wohl "die Kameliendame" und "Mrs. Dalloway" lesen. Diese habe ich nämlich günstig und gebraucht auf Ebay gefunden. Also bitte nicht wegschnappen !"Carmilla" habe ich mir auch gleich gekauft (danke für diese großartige Empfehlung). Endlich mal ein "richtiger" Vampirroman und kein unauthentisches Kitschwerk. Sowas hat mir wirklich gefehlt. Danach sehe ich weiter, welches ich als nächstes lese Es gibt so viele schöne Sachen die hier empfohlen wurden. Dieses Buch konnte ich übrigens nirgendwo finden. ![]() |
|
| | #19 | |
| Mitglied | Zitat:
Da kann ich Dir Max Hoelz "Vom Weißen Kreuz zur Roten Fahne" empfehlen, sehr interessantes Buch ![]() Digital: Max Hoelz - Vom »Weißen Kreuz« zur roten Fahne (1929) Saludos!
__________________ "Erziehung ist organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend" Samuel Langhorne Clemens aka Mark Twain Geändert von Rodriguez (07.02.2012 um 01:17 Uhr). | |
| | |
| | #20 | |
| Mitglied Registriert seit: 09.2006 Ort: Hessen
Beiträge: 3.700
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Die Buddenbrooks wurden schon genannt, ebenso wie Anna Karenina von Tolstoi. Ich finde sein großes Meisterwerk Krieg und Frieden hat in seiner epischen Breite, in der Zeichnung der Hauptfiguren der Familien Rostow, Bestuchow und Bolkonski alles was man sich nur wünschen kann, und mit Natasha Rostowa eine Hauptfigur, die im Verlauf der Handlung eine Wandlung vom naiven Mädchen zur reifen Frau durchmacht. Wenn man von Frauenliteratur des 19. Jahrhunderts spricht, muss ein heute fast vergessener Bestseller samt seiner Autorin erwähnt werden, die Tolstoi schätzte. Harriet Beecher Stowes "Uncle Toms Cabin" war nach der Bibel das meistverkaufte Buch in den USA, und als abolitionistisches Werk sorgte es für Furore, wobei Stowe eine "Romantic Novel" schreiben wollte. Viele Szenen sind unerträglich sentimental, entsprachen aber sehr dem Zeitgeschmack. Stowe wird als frühfeministische Literatur wiederentdeckt, ging es der Autorin doch auch um das, was sie "domestic slavery" nannte. Manche Szenen muten wie eine feministische Sozialutopie an, z. B. die Szenen im Quäkerdorf, wo die sanfte Rachel das Regiment führt, und es sind Frauencharaktere, die handeln wie die resolute Nordstaatlerin Miss Ophelia, die die Sklaverei verabscheut, aber rassistische Vorurteile pflegt, die sie überwindet. Die Sklaverei wird als gesamtamerikanisches Problem betrachtet, und es kann die Nordstaatlerin eine einzige Sklavi Tobsy vor der Versteigerung retten, indem sie selbst zur Sklavenhalterin wird und sich die schwer erziehbare Tobsy überschreiben lässt, während die anderen Sklaven des humanen Augustin st. Clare samt dem christusgleichen Uncle Tom in den tiefsten Süden verkauft werden, weil ihr Herr nicht mehr dazu kam Freilassungspapiere auszustellen.
__________________ What´s up, Doc? (Bugs Bunny) | |
| | |
| Sponsored Links |
![]() |
| Stichworte |
| - |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Geschichtszeitschriften | Obwalden | Geschichtsmedien und Literatur | 44 | 22.02.2010 14:09 |
| Literatur zum Thema Venedig in der Renaissance | Iskander | Sonstiges im Mittelalter | 3 | 23.12.2008 07:43 |
| Suche eine Biographie Karls VI. von Frankreich | Gast | Persönlichkeiten im Mittelalter | 3 | 03.12.2008 05:48 |
| Suche Biographie über Tiberius | Panthea | Das Römische Reich | 24 | 26.08.2004 12:07 |