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Ein Feuerball beendet die Zeppelin-Ära News in Technikgeschichte Noch keine Kommentare »
Die LZ 129 «Hindenburg», das grösste je erbaute Luftschiff, fing während des Landevorgangs in Lakehurst in den USA am 6. Mai 1937 Feuer, worauf der mit Wasserstoff gefüllte Flugkörper binnen Sekunden verbrannte. Mit der Katastrophe ging die grosse Ära der Luftschifffahrt zu Ende.

Der nach dem 1934 verstorbenen deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg benannte Zeppelin repräsentierte bis dahin einen Mythos des technischen Fortschritts, der in einem Feuerball enden sollte. Das medial umfassend dokumentierte Drama sollte vorerst einen Schlussstrich unter die 1900 begonnene Geschichte der in Friedrichshafen gebauten deutschen Zeppeline ziehen.

13 der 36 Passagiere, 22 der 61 Mann zählenden technischen Besatzung und eine Person aus dem Bodenpersonal fanden an diesem Abend ihren Tod. Als plausibelste Erklärung für die Entzündung des leicht brennbaren Wasserstoffs gilt die leicht entflammbare Aussenhaut der LZ129 - in Kombination mit statischer Elektrizität.

Symbol für technischen Fortschritt
Das 245 Meter lange Starrluftschiff, nur 24 Meter kürzer als die Titanic, galt bis zum finalen Flug als Symbol für technischen Fortschritt und Überlegenheit. Zwar war bereits in den Dreissiger Jahren klar, dass dem Motorflugzeug die Zukunft gehören würde. Doch die Gegenwart vor allem auf Langstrecken gehörte damals noch den imposanten Luftschiffen.
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Axel Springer und die Kraft der Träume News in Persönlichkeiten in der Neuzeit Noch keine Kommentare »
Der Verleger Axel Springer gab den Medien einen für Deutschland neuen Dreh. Der Meister nüchternen Gewinnmachens wusste immer auch, dass es Visionen sind, die die Welt verändern.

Wenn in dem Teil der deutschen Öffentlichkeit, der sich für liberal oder linksliberal hält, von Axel Springer die Rede ist, dann ist fast immer allein der politische Verleger gemeint: der Mann der Zuspitzung, der Polarisierung, der unnachsichtige Kämpfer gegen die Linke und für die – damals als illusionär geltende – Wiedervereinigung des geteilten Landes.

Das alles war Axel Springer auch, aber nicht zuerst und nicht in erster Linie. Vor allem war er einer, der unmittelbar nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft den von ihm gegründeten oder übernommenen Medien einen für Deutschland ganz neuen Dreh gab.

Herrschte eben noch der martialische Ton, der alles und jedes wie Kriegsberichterstattung klingen ließ, war eben noch die totalitäre Indienstnahme des Einzelnen für das Regime oberste journalistische Devise – so prägten die Zeitungen Axel Springers, der Anti-Militarist durch und durch war, von Beginn an ein ziviler Ton und ein ziviles Selbstverständnis. Nicht der Staat, sondern die Gesellschaft und der Einzelne sollten im Mittelpunkt stehen.
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Als Amerika für Juden das "Vierte Reich" wurde News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Jüdische Flüchtlinge gaben dem New Yorker Stadtteil nördlich der 135. Straße Namen wie "Viertes Reich" oder "Frankfurt". Wissenschaftler haben Stimmen der Migranten nach Amerika gesammelt.

Wohl aus Enttäuschung über die gescheiterte Märzrevolution des Jahres 1848 wandte sich der seinerzeit viel gelesene Schriftsteller Leopold Kompert mit einem programmatischen Appell: "Auf, nach Amerika!", an seine Glaubensbrüder, der im "Oesterreichischen Central-Organ für Glaubensfreiheit, Geschichte und Literatur der Juden" erschien. Kompert war der Pogrome und judenfeindlichen Übergriffe überdrüssig: Er wollte, dass die Juden nicht länger den "Nacken krumm" hielten.

Da er in Europa für Juden keine Möglichkeit mehr sah, Freiheit und bürgerliche Gleichstellung zu erlangen, riet er dazu, die jeweiligen Länder in Richtung Amerika zu verlassen. Kompert wollte seinen Aufruf als "Nothsignal", als eine "Lärmkanone" und als ein "Musikton in dieser wildgestörten Zeit" verstanden wissen und forderte die Juden auf, in Amerika Ackerbauern, Handelsleute oder Handwerker, Wechselagenten, Baumwollpflanzer - oder Mitglieder des Washingtoner Kongresses, oder gar "Vicepräsident des nordamerikanischen Freistaates" zu werden.
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Generalprobe für den Blitzkrieg News in Die Zeit zwischen den Weltkriegen Noch keine Kommentare »
Schulfreunde wurden von Bomben zerfetzt, Nachbarn unter Trümmern begraben: Vor 75 Jahren zerstörte eine deutsche Fliegerstaffel Guernica. Der damals 14-jährige Luis Iriondo Aurtenetxea überlebte den Angriff nur durch einen Zufall. Doch über den Schrecken durfte er Jahrzehntelang nicht sprechen.
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Szenen einer Metropole News in USA | Kanada 1 Kommentar »
Die Stadtverwaltung von New York hat aus ihrem umfangreichen Archiv 870'000 Fotos veröffentlicht. Die Sammlung reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und zeigt sämtliche Facetten der Metropole: von Gebäuden und Brücken über Alltagsleben und Kriminalfälle bis zu Szenen aus der Arbeitswelt.

Vier Jahre lang hatten Experten an dem Projekt gearbeitet. Es sei nicht nur das Ziel, die Bilder einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern den Zugang zum Archiv auch für Experten bequemer zu gestalten, sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Auf der Website wird zudem angekündigt, die Foto-Sammlung werde laufend erweitert. Neben Fotos soll der Online-Dienst auch Karten, Film- und Tonaufnahmen zur Verfügung stellen.
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Bayern veröffentlicht "Mein Kampf" 2015 News in Das Dritte Reich 21 Kommentare »
Eine kommentierte Ausgabe von Hitlers Hetzschrift soll die Auseinandersetzung mit "Mein Kampf" ermöglichen. Auch eine Schulausgabe soll erscheinen.

Das Land Bayern will 2015 eine wissenschaftlich kommentierte Ausgabe von Adolf Hitlers Buch Mein Kampf herausgeben und damit möglichem Missbrauch sowie kommerziellem Geschäft mit der Hetzschrift vorbeugen. Die Urheberrechte des Freistaats Bayern an der Propagandaschrift Hitlers laufen 2015 aus, weshalb dann eine Veröffentlichung durch Dritte nicht mehr verhindert werden kann.

Neben dem wissenschaftlich bearbeiteten Werk soll das Münchner Institut für Zeitgeschichte mit der Herausgabe einer Schulausgabe beauftragt werden. Sie solle junge Menschen zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Propaganda-Pamphlet anregen. "Wir wollen in allen Veröffentlichungen deutlich machen, welch großer Unsinn darin steht – allerdings mit fatalen Folgen", sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU).
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80 Jahre "Machtergreifung" - Tagebücher gesucht! News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »
[img]http://www.ruhr-uni-bochum.de/lehrstuhl-ng2/forschung/machtergreifung.jpg[/img]

Im Jahre 2013 jährt sich die nationalsozialistische Machtergreifung zum 80. Mal. Mit Blick auf dieses Gedenkjahr wird am Lehrstuhl für Zeitgeschichte erforscht, wie die Zeitgenossen die Machtergreifung und die ersten Jahre der NS-Herrschaft erfahren haben. Dafür werden Tagebücher gesucht, in denen ganz normale Leute ihre Erlebnisse und Erfahrungen aufgeschrieben haben. Solche Quellen lassen sich aber kaum in Archiven inden, sondern werden oft im Familienbesitz aufbewahrt.

Der Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum bittet deshalb darum, ihm Tagebücher aus dem Zeitraum zwischen 1933 und 1939 zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung zu stellen. Die Tagebücher können den gesamten Zeitraum oder auch nur einen Teil von diesem abdecken. Dabei sind Tagebücher ganz unterschiedlicher Personen interessant: ob von NS-Opfern, Nazi-Aktivisten oder Mitläufern; ob von Bäckern, Rechtsanwälten oder Hausfrauen; ob von Jugendlichen oder Senioren.

Kontakt

Ruhr-Universität Bochum
Historisches Institut
Lehrstuhl für Zeitgeschichte
Universitätsstr. 150
44780 Bochum

Zur e-Mail-Adresse und zur Beantwortung von Fragen
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Traurige Berühmtheit in 3740 Metern Tiefe News in Sonstiges in der Neuzeit Noch keine Kommentare »
Tief im Nordatlantik liegt heute das Wrack eines Schiffes, das zum Mythos wurde. Dass ausgerechnet die «Titanic» der längst bekannten Gefahr von Eisbergen im Nordatlantik zum Opfer fiel, war damals nebst der Opferzahl der eigentliche Schock.

Wohl kaum jemand weiss 100 Jahre nach dessen Untergang nicht, wofür «Titanic» steht. Und auf einer heutigen Transatlantik-Überfahrt von Hamburg oder Southampton nach New York, sozusagen auf den Spuren des Unglücksschiffs, löst das Wort «Titanic» bei vielen Passagieren immer noch ein mulmiges Gefühl aus. So auch etwa bei der Überfahrt anfangs Juni 2011 auf der «RMS Queen Mary 2», als Kapitän Paul Wright in einer seiner täglichen Durchsagen um 12 Uhr daran erinnerte, dass wir am Abend die Stelle passieren werden, wo das Wrack der «Titanic» liegt?

Alleine der Name sollte Grösse und Überlegenheit ausdrücken – und dann scheiterte dieses Schiff bereits auf seiner ersten Fahrt auf «banale» Art und Weise. So verbindet heute beinahe jeder auch ohne detaillierte Kenntnisse über die Havarie diesen einprägsamen Namen mit Katastrophe oder Untergang. Obwohl der Untergang der «Titanic» das berühmteste Schiffsunglück ist, ist es mit den rund1500 Todesopfern nicht das grösste in der Geschichte der Schifffahrt, vor allem, wenn man auch kriegerische Ereignisse mit in Betracht zieht.

Einfluss auf Kulturgeschichte
Menschlicher Hochmut, falscher Stolz? Hunderte von Büchern, Schriften, Essays, etwa ein Dutzend Filme, Gemälde, aber auch Lieder, Gedichte und sogar eine Oper zeugen davon, dass diese Katastrophe Spuren in der Geschichte unseres Kulturkreises hinterlassen hat, nicht nur unmittelbar nach der Katastrophe, sondern bis heute.
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US-Zensus 1940 veröffentlicht News in USA | Kanada 1 Kommentar »
Mehr als drei Jahre lang haben Archivare des National Archive in den USA daran gearbeitet, die Daten der Volkszählung aus dem Jahr 1940 zu digitalisieren.

Diese Daten sind ab dem heutigen Montag im Netz verfügbar und können durchsucht und heruntergeladen werden. Nutzungsbeschränkungen gibt es keine.
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Die furchtbare Frau News in BRD | DDR Noch keine Kommentare »
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Reuelos in Ruinen: In der ARD-Doku "Der Sturz" spricht Margot Honecker erstmals darüber, wie sie und ihr Mann Erich den Untergang der DDR erlebt haben. Die Verstocktheit der Hardlinerin ist schwer zu ertragen - dennoch ist jede der 90 Minuten des Films absolut sehenswert.
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Da sitzt sie nun also, und man muss schon sagen: Gut hat sie sich gehalten. Bald 85 Jahre alt ist Margot Honecker heute, die Witwe des Staatsratsvorsitzenden Erich, ehemals Bildungsministerin der DDR, und das Klima in Chile scheint ihrer Gesundheit zuträglich. Kein Anflug von Gebrechlichkeit, keine Altersdemenz erkennbar. Was aber auch bedeutet: keine Entschuldigung für ihre verstockte, reuelose Sicht auf die DDR und ihre persönliche Verstrickung in die Verbrechen dieses Staates.
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Feuer und Papier News in Indien | Ferner Osten Noch keine Kommentare »
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Ich verehrte Mao – und wurde sein Opfer. Bis heute blickt China den Schrecken der Kulturrevolution nicht offen ins Auge.[/b]

Ich habe einige der wichtigsten Ereignisse der jüngeren Geschichte Chinas miterlebt: den Krieg mit Japan, den Bürgerkrieg nach 1945, den »Großen Sprung nach vorn« und die »Große Proletarische Kulturrevolution«. Das wichtigste Ereignis aber war der Tod Mao Zedongs 1976.
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Harte Kerle - auch ohne Testosteron News in Frühzeit des Menschen Noch keine Kommentare »

Das Leben der Tsimané in Bolivien ist körperlich deutlich anstrengender als unseres. Es wäre deshalb zu erwarten, dass die Männer dort mehr Testosteron im Blut haben. Doch das Gegenteil ist der Fall. US-Forscher haben nun herausgefunden, dass das mit der Körperabwehr zu tun hat.


Die Tsimané führen ein hartes Leben. Die Angehörigen dieses Volkes jagen in den Regenwäldern Boliviens und betreiben einfache Landwirtschaft - der normale Alltag einer Jäger-und-Sammler-Gesellschaft.

[IMG]http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1320363.1332928987%21/image/image.jpg_gen/derivatives/560x315/image.jpg[/IMG]
Tsimané in Bolivien spielen Fußball - den Wissenschaftlern zuliebe. Nach dem Wettbewerb zeigen sie höhere Testosteronwerte als zuvor. In diesem Punkt ähneln sie westlichen Männern. Sonst ist ihr Testosteronhaushalt ziemlich anders.

Doch Anthropologen sind von den Tsimané verblüfft. Genau genommen sind es deren Hormone, die Forscher um Benjamin Trumble von der Universität von Washington in Seattle überraschten. Denn der Testosteronspiegel der männlichen Angehörigen des Volkes liegt im Schnitt um ein Drittel unter dem von Männern aus den USA (Proceedings of the Royal Society B, online).

Eigentlich liege der Gedanke nahe, dass die Tsimané einen höheren Testosteronspiegel haben als westliche Männer, so die Anthropologen. Schließlich sei der Alltag des Volkes aus Bolivien körperlich viel anstrengender.
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Der lange Abstieg zum aufrechten Gang News in Frühzeit des Menschen Noch keine Kommentare »
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Neue Knochenfunde aus Äthiopien deuten nicht nur auf eine bislang unbekannte Vormenschenart hin, die vor 3,4 Millionen Jahren in Afrika lebte. Sie zeigen auch, dass unsere Ahnen sich viel Zeit nahmen, bis sie die Bäume verließen.[/b]

Als Stephanie Melillo aus dem ockerfarbenen Sandstein in der Nähe des Mille-Flusses in Äthiopien ein Stück eines menschlichen Mittelfußknochens kratzt, ahnt sie nicht, dass sie ein wichtiges Puzzleteil gefunden hat, mit dem sich die Geschichte der Menschheit besser verstehen lässt.

Es sind winzige Bruchstücke, das längste knapp sieben Zentimeter lang. Nur insgesamt acht menschliche Fußknochen holt die Gruppe um den äthiopischen Forscher Yohannes Haile-Selassie aus dem Boden, zerbrechliche Zeugen einer Zeit, in der sich entschied, wie wir Menschen einst laufen würden.
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Das Pop-up-Fenster neben dem Zeitzeugen News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »
DIGITALES QUELLENRESERVOIR Claude Lanzmanns epochaler Film "Shoah" verzweigt sich im Netz und stellt neue Fragen an die Betrachter

In ausgewählten amerikanischen Kinos und universitären Filmclubs zirkuliert seit Ende des vergangenen Jahres eine 54-minütige Outtake-Kompilation: "Shoah - The Unseen Interviews". Die darin enthaltenen Sequenzen mit Zeitzeugengesprächen gehören zu jenem rund 220 Drehstunden umfassenden Material, das Claude Lanzmann innerhalb von zwölf Jahren auf langen, oft komplizierten Reisen aufgezeichnet hat. Dass das Destillat dieser filmischen Recherche, der epochale, 1985 in Paris uraufgeführte Dokumentarfilm "Shoah", keine erschöpfende Montage dieses Materialbestands ist, sondern eher eine erste große Synthese, deutet sich schon seit einigen Jahren an. In den Resten, die zunächst keinen Eingang in "Shoah", in die Öffentlichkeit des Kinos fanden, stecken viele weitere, potenziell eigenständige Filme.

Lanzmanns Outtake-Archiv ist ein Quellenreservoir, ein historiografischer Steinbruch, dessen Dimensionen beeindruckend sind. "The Unseen Interviews" stellt nach "Ein Lebender geht vorbei" (1997), "Sobibór" (2001) und "Der Karski-Bericht" (2010) eine weitere Auskoppelung dar, die "Shoah" zusätzliche Verzweigungen, andere Perspektiven, neue und weitererzählte individuelle Schicksale hinzufügt.
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Teststadt für den Feuersturm News in Der Zweite Weltkrieg Noch keine Kommentare »
Dugway liegt etwa 120 Kilometer südwestlich von Salt Lake City. Das militärische Sperrgebiet befindet sich inmitten einer Wüste aus Felsen und Sand und ist mit einer Fläche von 3200 Quadratkilometern größer als das Saarland. Diese Abgeschiedenheit hat einen guten Grund: Abgeschottet von der Außenwelt testet die Army in der kargen Steppe von Dugway chemische und biologische Kampfstoffe. Die Gegend, heißt es, sei schlimmer verseucht als das nukleare Testgelände im nahen Nevada.

Die wenigen Besucher, die Dugway seit seiner Errichtung 1942 dennoch besichtigen konnten, beschreiben die Einrichtung als einen "Irrgarten aus mysteriösen Testanlagen und Zielarealen". Legenden aus dem Kalten Krieg ranken sich ebenso um das Gelände genauso wie moderne Verschwörungstheorien. Und doch ist das bizarrste Relikt, das siebzig Jahre Waffentests in Dugway hinterlassen haben, ein schlichter Ziegelbau mit spitzem Dach und hohen Giebeln.

Das Gebäude selbst ist nichts Besonderes: ein zweistöckiger, roter Backsteinblock, anonym, kantig, bieder. Ein Haus wie man sie bis heute in Leipzig, Dresden oder Berlin findet. Doch was macht es dann in der Weite des amerikanischen Westens? Warum steht es zwischen verdorrtem Salbei und niedrigen Dornbüschen? Und warum wurde es von einem der bedeutendsten Architekten der Weimarer Republik entworfen?
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Nachwuchs für die Menschen-Familie News in Frühzeit des Menschen Noch keine Kommentare »
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Fossilien aus Südchina gehören möglicherweise zu einer bislang unbekannten Menschenart. Das Besondere: Die archaisch wirkenden Rotwildhöhlen-Menschen existierten länger neben dem modernen Menschen als die Neandertaler.[/b]

Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb des menschlichen Stammbaums sind noch erheblich komplizierter als man bislang dachte. Und das gilt offenbar auch für die jüngere Vergangenheit unserer Gattung: Noch vor einigen zehntausend Jahren lebten offenbar vier oder sogar fünf verschiedene Menschenarten gleichzeitig. Darauf deuten Fossilien aus Südchina hin, die jetzt analysiert wurden.
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Die Gräueltaten Francos kommen ans Tageslicht News in Südeuropa | Mittelmeerraum Noch keine Kommentare »
Die Gräueltaten Francos kommen ans Tageslicht

Hunderttausende Menschen starben während des spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) und in den darauf folgenden Jahren. Der nationalistische General Francisco Franco, der sich im Krieg an die Macht geputscht hatte, ließ Regimegegner erschießen und in Massengräbern verscharren. Noch heute werden Tausende Menschen vermisst, Hunderte anonyme Gräber wurden über das Land verteilt entdeckt. Nur wenige von ihnen wurden bisher näher untersucht, denn das ist teuer und aufwändig. Seit dem 16. März wird eines der größten Gräber in der Provinz Málaga erforscht.
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Atomstadt Berlin News in BRD | DDR Noch keine Kommentare »
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Energie ohne Ende: Deutschlands erstes Kernkraftwerk sollte vor fünfzig Jahren am Wannsee in West-Berlin entstehen.[/b]

Die strahlende Zukunft Berlins sollte in einer aufgelassenen Kiesgrube beginnen. Gleich beim Wannsee, im amerikanischen Sektor, unweit der Glienicker Brücke wäre Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre beinahe Deutschlands erstes Atomkraftwerk gebaut worden, eines der ersten Europas – nur die Russen und die Engländer waren schneller. Das Projekt beschäftigte damals zwei Jahre lang die Westberliner und die Bonner Politik, und seine Geschichte illustriert auf eindringliche Weise die ideologische Technikbegeisterung und naive Wissenschaftsgläubigkeit jener Zeit.
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Goebbels hortete "entartete Kunst" in einer Wohnung News in Das Dritte Reich 1 Kommentar »
2010 kamen in Berlin zahlreiche Skulpturen ans Licht, die im Bombenkrieg verschüttet wurden. Jetzt steht fest: Gobbels unterhielt in dem Haus ein regelrechtes Lager.

Im Jahr 2010 machten Bauarbeiter in Berlin-Mitte einen sensationellen Fund: Unweit des Roten Rathauses stießen sie auf expressionistische Skulpturen, die zum Teil stark beschädigt waren. Jetzt konnten 15 der 16 Stücke identifiziert werden, teilte Berlins Landesarchäologe Matthias Wemhoff mit. Die Nazis hatten die Kleinplastiken als „entartet“ beschlagnahmt; sie galten seither als verschollen.
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Viele Raubbände in der Anna Amalia Bibliothek News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »

In der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar stehen mindestens 4000 Bände, die im Nationalsozialismus enteignet wurden.


„Viele der Bücher gehörten Juden. Sie wurden entweder beschlagnahmt oder die Eigentümer gezwungen, sie zu einem Preis weit unter Wert zu verkaufen“, sagte der stellvertretende Direktor Jürgen Weber der Nachrichtenagentur dpa. Bisher seien sechs Restitutionsfälle eindeutig zugeordnet. „Einen Fall konnten wir im Dezember abschließen, und die Werke den Erben der früheren Besitzer zurückgeben.“

Unter den 4000 Bänden sind auch größere Sammlungen. „Eines der bekannten Fälle ist die Almanach-Sammlung von Arthur Goldschmidt. Sie umfasst allein über 2000 Bände und ist von großem Wert“, sagte Weber, der für dieses Projekt verantwortlich ist. Der Leipziger Büchersammler mit jüdischer Abstammung wurde 1937 von den Nazis ins Zuchthaus gebracht und konnte mit seinem Sohn später emigrieren. Die Almanach-Sammlung musste er für 2000 Reichsmark veräußern.
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Warum München? News in Das Dritte Reich 3 Kommentare »

Die "Stadt der Bewegung" tut sich seit je schwer mit ihrer braunen Geschichte. Doch nun wird am 9. März endlich der Grundstein für das lang geplante NS-Dokumentationszentrum gelegt.


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Diese Aufnahme von Adolf Hitler und anderen Nationalsozialisten entstand um 1935 im "Braunen Haus" in München – der Parteizentrale der NSDAP.

Jedes Jahr am 9. November brennt Wolfram Kastner mit einem Gasbrenner ein kreisrundes Loch in den gepflegten Rasen des Münchner Königsplatzes. Damit will er an den Scheiterhaufen vom 10. Mai 1933 erinnern, als Studenten der Münchner Universitäten die »volkszersetzenden« Bücher und Zeitschriften verfemter Schriftsteller und Journalisten verbrannten. Doch die Aktion soll mehr sein als ein bloßes Memento. Der Münchner Künstler will auch ganz buchstäblich verhindern, dass Gras über die NS-Zeit wächst in der einstigen »Hauptstadt der Bewegung«, die sich bis heute schwer damit tut, sich ihrer Geschichte als Brutstätte der Naziideologie und Gründungsort der NSDAP offen zu stellen.
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Ganz nah am Drücker News in Blockbildung und Kalter Krieg Noch keine Kommentare »
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Der Geheimbunker liegt in der ukrainischen Einöde - getarnt als Wetterstation, gesichert mit 3000 Volt. Zehn Atomraketen wären im Ernstfall von dort aus Richtung Westen geschickt worden. Jurij Lisitsch gehörte zu den Männern, die den Knopf drücken sollten. Heute führt er Touristen durch die Basis. [/b]

Wäre der Kalte Krieg heiß geworden, hätte Jurij Lisitsch vielleicht auf den Knopf gedrückt. Zehn Atomraketen wären dann von der Basis Perwomaisk Richtung Westen gestartet. Tausende weitere wären auf anderen Stützpunkten gezündet worden. Vor über zwanzig Jahren war Lisitsch Leutnant bei den Strategischen Raketentruppen, den Atomstreitkräften der Sowjetunion. Heute führt er Besucher über den Stützpunkt, auf dem er früher gedient hatte. Die ehemalige Atomraketenbasis Perwomaisk liegt 300 Kilometer südlich von Kiew. Der Stützpunkt ist einzigartig, denn er ist für Touristen geöffnet. Von den Silos bis zum unterirdischen Kommandobunker - alles sieht noch so aus wie zu Sowjetzeiten. Nur die Atomraketen sind längst abgerüstet.
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Antikes Sexspielzeug News in Kultur- und Philosophiegeschichte 2 Kommentare »
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Wer denkt, Dildos seien eine Erfindung der Neuzeit - weit gefehlt: Die künstlichen Glieder gibt es schon in der Steinzeit vor 28.000 Jahren. Auch in der griechischen Antike sind sie weitverbreitet - im Mittelalter dagegen steht ihr Gebrauch unter Strafe.[/b]

[IMG]http://www.fr-online.de/image/view/2012/2/2/11749372,9665739,highRes,maxh,480,maxw,480,71-31311303.JPG.jpg[/IMG]
Eindeutig männlich - der Fund ist 28.000 Jahre alt.

Athens Frauen sind frustriert. Immer wieder bleibt das Bett neben ihnen leer. Ständig müssen die Männer in den Krieg ziehen, der jetzt schon zwanzig Jahre währt. Die Frauen beschließen, zu ihren eigenen Waffen zu greifen. Sie versammeln sich auf der Akropolis und rufen einen Sex-Streik aus: Solange der Kriegszustand anhält, wollen sie sich jedem Mann verweigern. Liebesentzug, bis endlich wieder Frieden herrscht.

Die Komödie „Lysistrata“ des antiken Dichters Aristophanes aus dem Jahr 411 vor Christus ist nicht nur eine der frühesten „Make love, not war“-Geschichten aus der Zeit der Peloponnesischen Kriege, in ihr findet sich auch die erste bekannte Erwähnung eines Sexartikels, den man heute Dildo nennt. Denn nicht nur die Männer sind weg, auch ein möglicher Ersatz wird aus der Stadt Milet nicht mehr geliefert.
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500 Jahre Kunst der Weltbeschreibung News in Zeitalter der Entdeckungen (15. - 18. Jhd.) Noch keine Kommentare »
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Gerhard Mercator half Seefahrern seiner Zeit mit seinen Karten, ihr Ziel zu finden. Heute schätzen wir sie mit ihren Darstellungen fremder Völker, stolzer Schiffe und von Riesenfischen als grafische Kunstwerke von beinahe exotischem Reiz. Heute vor 500 Jahren wurde Mercator geboren. [/b]

[img]http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1300201.1330939742!/image/image.jpg_gen/derivatives/560x315/image.jpg[/img]Als der Atlas, aus dem diese Weltkarte stammt, in Amsterdam erschien, war Mercator schon 39 Jahre tot
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Valentina Tereschkowa: Die Kosmonautin, die für Putin kämpft News in Russland | Sowjetunion | Osteuropa Noch keine Kommentare »
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Die erste Frau im All ist heute Abgeordnete für die Partei Einiges Russland. Schon Valentina Tereschkowas Weltraumflug 1963 diente der Kreml-Propaganda.[/b]

Die Möwe ist in Anton Tschechows gleichnamigem Drama ein Freiheitssymbol. Sie wird im zweiten Akt erschossen. Tschaika, "Möwe", das ist auch die Funkkennung, die Valentina Tereschkowa sich aussucht, die erste Frau im Weltall. Doch mit Freiheit hat Tereschkowas Einsatz wenig zu tun: Tereschkowa ist nur die Marionette in einer Propagandaaktion.

Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow hat die Idee, auch die erste Frau im Kosmos müsse Russin sein – nachdem die Sowjetunion 1957 schon den ersten Satelliten, Sputnik, im selben Jahr die erste Hündin, Laika, und 1961 den ersten Mann, Juri Gagarin, in die Erdumlaufbahn geschossen hat. Chruschtschow wünscht sich eine einfache Arbeiterin als erste Kosmonautin. Das soll zeigen: Im Arbeiter- und Bauernstaat stehen jedem alle Wege offen – sogar der Weg ins All.
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