Feb 22 2013
Der letzte Kampf News in Russland | Sowjetunion | Osteuropa 1 Kommentar »
Vor 150 Jahren, im Januar 1863, erhebt sich Polen ein letztes Mal gegen das Zarenreich. Es wird ein Guerillakrieg, der in eine blutige Tragödie mündet – die erhoffte Hilfe aus dem Westen bleibt aus.
[IMG]http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2013-01/s15-polen-aufstand/s15-polen-aufstand-540x304.jpg[/IMG]
Eine Gruppe Aufständischer in Święty Krzyż, 1863
Aus der alten Großmacht Polen war im Laufe des 18. Jahrhunderts ein Spielball der Mächte geworden, der neuen Mächte zumal: Preußen und Russland. Dreimal – 1772, 1793 und 1795 – wurden große Gebiete des Landes zwischen den Hohenzollern, den Habsburgern und den Romanows aufgeteilt; zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Polen als eigenständiger Staat von der Karte Europas verschwunden.
Doch immer wieder begehrten die Polen auf. Unter der Herrschaft Napoleons schien die Wiedergeburt ihres Staates in greifbare Nähe gerückt, mit dem Untergang des französischen Despoten aber schwand auch diese Hoffnung wieder. Der Wiener Kongress setzte 1815 allen Träumen ein Ende: Der Zar wurde offiziell König von Polen (Kongresspolen), und der Rest an Autonomie, der noch geblieben war, geriet in den Aufständen der unmittelbar folgenden Jahrzehnte oft in Gefahr. Es waren Aufstände sowohl gegen die russische als auch gegen die österreichische und preußische Herrschaft.
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Vor 150 Jahren, im Januar 1863, erhebt sich Polen ein letztes Mal gegen das Zarenreich. Es wird ein Guerillakrieg, der in eine blutige Tragödie mündet – die erhoffte Hilfe aus dem Westen bleibt aus.
[IMG]http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2013-01/s15-polen-aufstand/s15-polen-aufstand-540x304.jpg[/IMG]
Eine Gruppe Aufständischer in Święty Krzyż, 1863
Aus der alten Großmacht Polen war im Laufe des 18. Jahrhunderts ein Spielball der Mächte geworden, der neuen Mächte zumal: Preußen und Russland. Dreimal – 1772, 1793 und 1795 – wurden große Gebiete des Landes zwischen den Hohenzollern, den Habsburgern und den Romanows aufgeteilt; zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Polen als eigenständiger Staat von der Karte Europas verschwunden.
Doch immer wieder begehrten die Polen auf. Unter der Herrschaft Napoleons schien die Wiedergeburt ihres Staates in greifbare Nähe gerückt, mit dem Untergang des französischen Despoten aber schwand auch diese Hoffnung wieder. Der Wiener Kongress setzte 1815 allen Träumen ein Ende: Der Zar wurde offiziell König von Polen (Kongresspolen), und der Rest an Autonomie, der noch geblieben war, geriet in den Aufständen der unmittelbar folgenden Jahrzehnte oft in Gefahr. Es waren Aufstände sowohl gegen die russische als auch gegen die österreichische und preußische Herrschaft.
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