Afrika - In 3000 Jahren keine nennenswerte Zivilisation gebaut?

Dieses Thema im Forum "Afrika" wurde erstellt von colazero, 14. Dezember 2018.

  1. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied


    Eine derartige Aussage blendet das Verständnis von Wissenschaft offensichtlich aus. Im Rahmen der Erkenntnistheorie ging es immer um den "Wahrheitsbegriff" und somit um die Frage, ob eine "Aussage" richtig ist, sprich ob sie falsifizierbar ist. Und damit ist die Anerkennung durch andere, die zentrale Voraussetzung dafür, was wir als "Realität" für richtig oder falsch halten.

    Nicht zuletzt, da wir viele Erkenntnisinhalte nicht mehr aus primärer Erfahrung einschätzen können und dennoch den Anspruch haben, ein "holistisches Weltbild" zu haben.

    Es ist dabei das Wesen des Diskurses, dass er "kommunikativ" ist. Im Bereich der Geschichtswissenschaften drehte sich diese Diskurs dabei um die Frage, ob es eine "objektive" Darstellung von Geschichte gibt und damit zusammenhängende um die Frage des Narrativs. In diesem Kontext stand dabei die Frage im Zentrum, wie die Rolle von "Struktur" und eines "Agenten" (handelndes Subjekt im Ramen der Geschichte) zu bewerten ist.

    Wie in folgendem Thread versuchsweise mal dargestellt (vgl. z.B. #10)
    http://www.geschichtsforum.de/thema/das-handelnde-individuum-in-der-geschichte.43556/

    Zur methodischen Seite der Geschichtsschreibung ein paar besonders wichtige Autoren:

    Appleby, Joyce Oldham; Hunt, Lynn; Jacob, Margaret C. (1994): Telling the truth about history. New York: Norton.
    Evans, Richard J. (2001): In defence of history. London: Granta Books.
    Halbwachs, Maurice (1985): Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp
    Hewitson, Mark (2014): History and causality. Basingstoke, Hampshire: Palgrave Macmillan.
    Hunt, Lynn (2014): Writing history in the global era. New York: W.W. Norton & Company.
    Koselleck, Reinhart (2014): Vom Sinn und Unsinn der Geschichte. Aufsätze und Vorträge aus vier Jahrzehnten. Hg. v. Carsten Dutt. Berlin: Suhrkamp
    Nipperdey, Thomas (2013): Kann Geschichte objektiv sein? Historische Essays. Hg. v. Paul Nolte. München: Beck
    Novick, Peter (1988): That noble dream. The "objectivity question" and the American historical profession. Cambridge [England]: Cambridge University Press
     
  2. van Kessel

    van Kessel Mitglied

    Was gibt es Schöneres, als einen gemeinsamen Freund? Wahrscheinlich der gemeinsame Feind, den man in den Senkel stellen kann, seine 'Wissenschaftlichkeit' bezweifelt und im Übrigen in allen seinen Äusserungen, genau das Gegenteil dessen zu lesen vermeint, was einem selbst auf der Seele liegt.

    Dass dieser Mensch seine Erfahrungen hat, ein Arbeitsleben hinter sich, welches ihn in viele Teile der Welt führte; Makaluatur, wenn er nicht die 'wissenschaftlchen' Bedingungen erfüllt. Daher, liebe Mitstreiter des Guten, Wahren und Schönen überlasse ich euch gerne das Feld, euch die Welt zu erklären.

    Die Administration bitte ich, meinen Account zu löschen, ja?!
     
  3. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied


    Schon ein wenig lächerlich. Provozierende Äußerungen in den Raum stellen. Widerspruch bekommen und auf allgemeine Spielregeln des wissenschaftlichen Diskurses verwiesen werden. Die Welt in "Freund-" und "Feindbilder" aufteilen und glauben andere würden "Feindbilder" haben.

    Und dann die "beleidigte Leberwurst" spielen. Anstatt die "eigenen subjektiven Spielregeln" kritisch zu hinterfragen.

    Irgendwie verlaufen derartige eskalative Prozesse fast immer nach dem gleichen Muster ab. Ein Schelm, der Böses denkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Dezember 2018
    dekumatland gefällt das.
  4. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    @thanepower abwarten - vielleicht kehrt die beleidigt ratternde Festplatte ja als flink-elegante SSD wieder, oder wandelt in eine solche ;)
     

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