Antiker Schiffsbau

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von Idomenio, 26. August 2017.

  1. Idomenio

    Idomenio Mitglied


    Mich interessiert die Seefahrt der Antike, allerdings finde ich kaum Informationen darüber. In Büchern über die Epoche und ihre Staaten, Völker, Personen etc. wird das Thema nur kurz angeschnitten, wenn es mal von Belang ist. Kann man mir gute Werke (Literatur, Filme, Internetseiten etc.) darüber empfehlen?

    Vorallem interessieren mich Seeschlachten und die Wirtschaft hinter der Seekriegsführung. Die Schlachten wurde bekanntlich (fast?) immer im direkten Nahkampf ausgefochten. Außerdem würde mich interessieren, wie viele Schiffe verschiedene Staaten je nach Epoche oder Krieg hatten, wie lange der Bau eines Schiffs dauerte etc.
     
  2. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

  3. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied


    dann solltest Du Dir mal in Mainz das Museum für antike Schifffahrt anschauen -dort kann man auch diverse Museumspublikationen zum Thema erwerben
     
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  4. Idomenio

    Idomenio Mitglied

    Okay, danke für die Links. @Galeotto Und danke für den Tipp, das Museum sieht interessant aus und ist gar nicht weit weg von hier.
     
  5. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Ronald Bockius: "Schifffahrt und Schiffbau in der Antike".

    ISBN 978-3-8062-1971-5

    Herr Bockius ist in Mainz im Museum für Antike Schifffahrt am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, als Leiter beschäftigt. Also ein Fachmann.
     
  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das ist auch noch ein ganz besonderer Glücksfall, die Tiefe in der das Schiff liegt erschwert zwar eine Bergung, ist aber offenbar für holzzersetzende Muschelarten (Schiffsbohrwurm), welche alle nicht zusedimentierten Wrackteile zersetzen kein Lebensraum mehr.
     
  8. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Der Schiffsbohrwurm ist nur in den oberen Wasserschichten gefährlich für Holz. Ein anderes Problem sind zum Teil Bakterien, aber die brauchen wohl Sauerstoff zum Holz zersetzen. Und der Bereich, wo das Wrack gefunden wurde ist laut dem Artikel Sauerstofffrei.
     
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  9. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Ich bin guter Hoffnung, dass in dem anoxischen Wasser, in den Tiefen des schwarzen Meeres noch in meiner Lebenszeit ein komplettes ,römisches oder griechisches Kriegsschiff gefunden wird. Die Chancen auf eine byzantinische Dromone oderPamphile ,sowie venezianische, genuesische und osmanische Galeeren des Mittelalters oder der frühen Neuzeit könnten auch noch auf ihre Entdeckung warten.
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hm. Aber gehen Schiffe nicht meist in Küstennähe unter? Es ist doch häufig so, dass Kapitäne bei aufziehendem Sturm küstennahe Gewässer verlassen und auf die hohe See rausfahren...
     
  11. hatl

    hatl Premiummitglied

    Das Schwarze Meer ist wohl eine Besonderheit. Danke für Deinen Hinweis. "Again what learned" :)

    "Das salzarme Oberflächenwasser des Schwarzen Meeres liegt wie ein Deckel auf dem dichteren, salzhaltigeren Tiefenwasser. Es herrscht somit eine stabile Schichtung mit nur unbedeutendem vertikalen Austausch. Da somit kein Sauerstoff in die Tiefe gelangt, sind weite Bereiche des Tiefwassers des Schwarzen Meeres anoxisch, d. h. frei von ungebundenem Sauerstoff. Das Schwarze Meer ist sogar das größte anoxische Meeresbecken der Erde." Schwarzes Meer – Wikipedia

    2 km Tiefe vor der Bulgarischen Küste.., da gibt es nicht viel was in Frage kommt, wenn man sich das auf Google-Earth anschaut.
    Weiß jemand wo das Wrack liegt?
     
  12. hatl

    hatl Premiummitglied

  13. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Ab und zu wurden sie auch von Stürmen vom Ufer auf das offene Meer hinausgezogen. Auch nahm man durchaus auch Abkürzungen über das offene Meer, statt endlos an den Ufern entlangzukriechen. Besonders Segelschiffe mussten, wegen ihrer kleineren Besatzungen nicht ständig an Land um Frischwasser aufzunehmen. Von Byzanz zur Krim war der direkte Weg über das offene Meer erheblich kürzer als eine ufernahe Strecke.
     
  14. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Soweit mir bekannt ist, hält man die Fundorte noch geheim um einer Invasion von Schatzsuchern vorzubeugen.
     

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