Aquädukt

Dieses Thema im Forum "Das Römische Reich" wurde erstellt von Atze, 28. September 2009.

  1. Atze

    Atze Gesperrt


    Könnt ihr mir erklären wie ein Aquädukt funktioniert ?????




    Danke schon mal im Voraus
     
  2. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Hoi Atze

    Wer über keine druckdichten Rohrleitungen verfügt, muss halt fürs freifliessende Wasser Brücken bauen; Aquädukte…


    Gruss Pelzer


    .
     
  3. Atze

    Atze Gesperrt


    Ja stimmt und wie war die Bau art von den Römern=)=)
     
  4. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    ... der genauere Sinn deiner Worte erschliesst sich mir leider nicht! :grübel:


    Gruss Pelzer


    .
     
  5. Mummius Picius

    Mummius Picius Premiummitglied

    Sie bauten überwiegend mit Ziegeln und Beton, die Streben der Aquädukte in Rundbogentechnik.
     
  6. Atze

    Atze Gesperrt




    Deine Antwort war gut von die aber ich wollte noch wissen welche Bauart sie Anwanten :yes::yes::yes::yes:



    (Ich bin gerade in Schule)


    Atze
     
  7. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Hoi Atze

    Beim Bau von Aquädukten gibt es eigentlich bloss zwei Knackpunkte; die Vermessung und die Abdichtung. Das Übrige ist einfach nur Brückenbau.

    Um ein kontinuierliches Gefälle der Wasserleitungen zu bekommen, war eine präzise Vermessung erforderlich. Das optische Nivellieren über grosse Distanzen ist aber heimtückisch, da die Erdkrümmung vernachlässigt wird. Und das führte dazu, dass die Wasserrinne irgend wann aufwärts zu steigen begänne. Die Römer lösten das so, dass sie jeweils nur relativ kurze Teilstücke nivellierten und die Teilstücke dann dann koppelten. usw.

    Um die Dichtigkeit der Wasserkanäle zu gewährleisten, entwickelten die Römer verschiedene Mörtel aus Kalk, Muscheln, Tuff usw.


    Gruss Pelzer
     
  8. Sascha66

    Sascha66 Neues Mitglied

    Bestimmt mit dem Deutschlehrer.

    Aber Spassss beiseite. Versuch dir mal hier einen Überblick zu verschaffen.

    Aquädukt ? Wikipedia
     
  9. tela

    tela Aktives Mitglied

    Man sollte vielleicht darauf hinweisen, dass ein Aquädukt nicht nur und ausschließlich aus den beeindruckenden Brückenkonstruktionen besteht, die man hier oder hier sehen kann. Die meisten Zeit verlief ein Aquädukt doch eher ebenerdig, weil dort einfacher und mit weniger Aufwand zu bauen, wie z.B. noch schön in Augusta Raurica zu sehen. Nur wenn nicht anders möglich, dann wurden die beeindruckenden Brückenkonstruktionen gebaut.
     
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  10. Molinarius

    Molinarius Neues Mitglied

    Ich habe mal in einer Doku gehört/gesehen,dass Aquädukte wie Fertighäuser aus bereits vorgefertigten Teilen bestanden,die vor Ort dann zusammengesetzt wurden. Als Orientierung dienten angeblich röm. Zahlen.
    Ich würde mal gern wissen,ob das stimmt,falls sich ein Experte zu diesem Thema finden lässt ?!:D
     
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  11. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Vorfabrizierte Aqädukte - Unsinn!

    Natürlich wurden die Steinblöcke fürs Mauerwerk vorgängig behauen und dann verbaut. Aber das ist völlig normal und anders auch kaum machbar.

    lieber Gruss Pelzer

    .
     
  12. Secundus

    Secundus Aktives Mitglied

    Und ob man Druckleitungen bauen konnte!
    Lyon hatte vier Wasserleitungen von denen jede mindestens eine sog. Dükerstrecke aufwies, d.h. ein Tal wurde nicht mit einer Brücke überquert sondern mit einer Druckleitung welche sich dem Gelände anpasste.
    In einem solchen Düker wurde das Wasser auf mehrere parallele Bleileitungen aufgeteilt die in Mörtel eingegossen waren.

    Der größte dieser Düker quert das Tal des Iseron. Die Rohrstrecke ist 2612m lang, der Tiefgang beträgt 123m, der Auslauf liegt 9,26m niedriger als der Einlauf.
    Hier eine Seite mit Prinzipskizze:
    Siphons in Roman (and Hellenistic) aqueducts

    Vitruv beschreibt ausführlich wie wichtig eine gerade Leitung auf der Talsohle ist, ein Knick würde zu schnell durch einen Druckstoß brechen, die Problematik war durchaus bekannt:

    Wenn man ins Tal gekommen ist, wird ein so hoher Unterbau aufgeführt, dass die Leitung eine möglichst lange Strecke die gleiche Niveauhöhe hat. (...) Kommt dann die Leitung an die andere ansteigende Seite, dann schwillt das Wasser infolge des langen Zwischenraums, den der Bauch bildet, leicht an und dürfte wohl zum Kamm der Höhe hinauf gedrückt werden. Wenn aber kein Bauch in den Talniederungen angelegt und kein waagerechter Unterbau hergestellt ist, sondern ein Knie, dann wird das Wasser durchbrechen und die Verbindungsstellen der Röhren sprengen.

     
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  13. tela

    tela Aktives Mitglied

    Frage: Funktioniert der Aquädukt von Aspendos auch mittels Druckleitungen? Oder wie muss man sich die Funktionsweise dieses Aquädukts vorstellen - vor allem das 'Ding' im Vordergrund, vom dem es noch eines weiter hinten im Bild gibt? :confused:
     
  14. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Der Aquädukt von Aspendos ist hydraulisch äusserst interessant. Es soll nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren funktioniert haben, ergänzt mit einer Art Druckredution...
    Die Druckleitung bestand teilweise aus einbetonierten Tonrohre und steinernen Rohren.


    Gruss Pelzer


    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. September 2009
    1 Person gefällt das.
  15. Secundus

    Secundus Aktives Mitglied

    Es soll nicht nur funktioniert haben, es hat tatsächlich, wie die oben erwähnten Leitungen nach Lyon ( troisime rservoir de chasse ), nach diesem Prinzip funktioniert.
     
  16. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Ja. Guck mal auch meinen Aspendos-Link...

    Gruss Pelzer

    .
     
  17. aquilifer

    aquilifer Aktives Mitglied

    Druckleitungen sind übrigens bereits schon in hellenistischer Zeit verlegt worden, z.B. unter Attalos I. (241-197 v. Chr.) die knapp 42 km lange Madradağ-Leitung, die das Wasser nach W. Radt mit einer Tagesleistung von 4000m³ auf den Burgberg führte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2009
  18. Roux

    Roux Neues Mitglied

    hallo!
    wollt mal fragen, ob wer von euch 'experten' ne modellbauanleitung für so n aquädukt hat.
    möchte eines mit schülern der 5./6.klasse bauen. muss nicht aufwendig sein. dachte zunächst an strohhalme...
     
  19. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Eigentlich muss bei einem Aquädukt doch lediglich ein leichtes Gefälle bestehen, damit das Wasser vom höher gelegenen Punkt A (der Quelle) zum Verbraucher (Punkt B) gelangen kann. So etwas sollte sich mit Legosteinen entsprechend nachbauen lassen. Da gibt es bestimmt auch Steine, die sich als Wasserrinnen eignen.
     
  20. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    @Roux
    Meinst du die römische, oder ägyptische Variante?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. April 2010

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