Berliner Dom

Dieses Thema im Forum "Ausstellungen | Historische Sehenswürdigkeiten" wurde erstellt von ein Zuschauer, 2. Mai 2008.


  1. Hallo liebe Geschichtsforumgemeinde,

    auf einer baldigen Studienfahrt soll ich vor dem Berliner Dom einen kleinen Vortag halten. Ich konnte mich zwar schon allgemein über den Bau informieren, aber ich leider fehlen mir noch ein paar Punkte.

    Warum ist gerade der Berliner Dom eine Art Konkurrenz zum Petersdom. Klar: Der Berliner Dom ist protestantisch und der Petersdom katholisch. Mich würde hier aber noch ein paar genauere Informationen interessieren. Sonst kann man ja fast jede evangelische Kirche als Konkurrenz sehen :)

    Kann man was im Bezug von Protestantischer Glaube zur Kirche sagen?

    Danke

    ein Zuschauer
     
  2. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    Ich rate dir, mal auf die Wikipedia-Seite zu gehen. Dort gibt es eine Literaturliste mit weiterführender Literatur.
     
  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter


    Vielleicht liegt die Antwort in demjenigen, der diese Konkurrenz verbalisiert hat?
     
  4. matze67

    matze67 Neues Mitglied

    Nicht umsonst war ja der Neue Dom (Im Volksmund "Seelengasometer" genannt.) die offizielle Hof- und Grabkirche des Hauses Hohenzollern.

    MfG Matze
     
  5. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Hier findest du einen Hinweis:

    Denkmaldatenbank / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
     
  6. Guten Morgen,

    vielen Dank auf eure Antworten. Ich vermute mal, dass die Kirche als Konkurrenz zum Petersdom zu verstehen ist, weil Friedrich Wilhelm IV. auf Grund des Mischehengesetzes mit der katholischen Kirche in Streit geriet. Deshalb wollte man wahrscheinlich ein eigenen Dom der Konfession entsprechend bauen.

    Vielen Dank

    ein Zuschauer
     
  7. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Wichtig für das wilhelm.-theologische Bauprogramm war u.a.die Tatsache, dass man mit der größeren Grundfläche des Berliner Doms (7875 qm) im Vergleich zum gotischen Kölner Dom (6166 qm ), dem katholischen Neupreußen endlich mal was Ordentliches entgegensetzen konnte, was der manieristische spätrenaissance-bzw. neo-barocke Berliner Dom dann auch bis heute aufs klotzigste erfüllt.
    Schon zu Bauzeiten des Berliner Doms gab es entsprechende Kritik, die den kolossalen "Byzantinismus" Wilh. II. aufs Korn nahm, der den zur Ausführung gekommenen Entwurf pers. absegnete.
    Die Verwendung z.B. von pseudo-byzant. Mosaiken demonstriert die gottgewollte monarchisch-byzant.-ottonische Ordung, in der der Kaiser auch Oberhaupt der Kirche ist, hier eben unser Willi II.-der preuß.-evang. Kirche als typisch wilhelm. Duftmarke Richtung katholischem Alleinseligmachungs-Anspruch. :D
     

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