Das Buch ,,Mein Kampf''

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von geschichtsfreek, 29. Februar 2008.



  1. geschichtsfreek

    geschichtsfreek Gesperrt

    Hallo,


    ist eigentlich das Buch ,,Mein Kampf'' für Forschungszwecke erlaubt zu besitzen?

    Bitte um Antwort!!

    Mfg Geschichtsfreek
     
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

    Der Besitz ist nicht strafbar. Ich könnte mein Exemplar, Geschenk des Bürgermeisters zur Hochzeit meiner Eltern, noch zu ganz anderen Zwecken benutzen.
     
  3. Querdenker

    Querdenker Gast

  4. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    "Mein Kampf" zu lesen, ist wirklich kein Vergnügen, denn Hitler hatte einen schlechten Stil, aber über seinen Verfasser konnte man sich eigentlich nicht mehr viele Illusionen machen, wenn man es denn gelesen hatte, was wohl nur wenige Deutsche taten, mochte es auch eines der auflagestärksten Bücher sein.

    Mein Kampf gibt es übrigens auch in einer hörbuchversion mit dem unvergessenen Helmut Qualtinger.
     
  5. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Wie sagte jemand mal so hübsch: das Buch müßte eigentlich "Mein Kampf mit der deutschen Sprache" heißen...
     
  6. Josephine

    Josephine Neues Mitglied

    Wurde das Buch damals nicht bei der Standesamtlichen Trauung dem Brautpaar überreicht ?
     
  7. Mercy

    Mercy unvergessen

  8. Josephine

    Josephine Neues Mitglied

    Genau, bei meinem Vater gab es nämlich auch noch ein Exemplar und plötzlich war es einfach verschwunden. Ich tippe mal auf einen profitsüchtigen Verwandten, der es meinem Vater abgeschwatzt hat.

    Gruß....
     
  9. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    So viel ist "Mein Kampf" dann aber auch nicht wert, es sei denn, es ist ein Prachtband, womöglich noch mit dem Monogramm eines bekannten Nazis.
     
  10. Josephine

    Josephine Neues Mitglied

    Ja, es war eines mit Widmung, aber ich weiß nicht von wem, im Zweifel bloß vom Standesbeamten, aber es war natürlich nicht zum Verkaufen gedacht.

    Na ja, weg ist weg, aber komisch, dass ich heute davon anfange, denn heute vor genau 63 Jahren wurde der damalige Wohnort meines Vaters bombardiert und sie hatten ungeheures Glück, denn die Oberstadt einschließlich Krankenhaus wurde total zerstört und die Zerstörung endete eine Straße oberhalb des Hauses meiner Großeltern.

    Gruß.....
     
  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    In jeder Ausgabe von M.K. ist eine Unterschrift H.s. Kann es sein, dass Du die Unterschrift mit einer Widmung verwechselt hast? (Ich frag ja nur).
     
  12. Josephine

    Josephine Neues Mitglied


    Ja, jetzt wo Du mich darauf hinweist, meine ich auch, dass es wohl eher eine Unterschrift denn eine Widmung war, aber es ist schon einige Zeit her, dass ich das Buch angeschaut habe.

    Gruß.....
     
  13. Scarlett

    Scarlett Neues Mitglied

    Bedeutet das, wenn ich mir "Mein Kampf" downloade, es ist legal oder verstehe ich dies völlig falsch? :confused::confused:

    Ich finde den Umgang mit diesem Buch auch im Schulunterricht ein bißchen bedenklich - ich hatte den Eindruck, es wäre etwas seeehr Gefährliches - was man gar nicht lesen dürfte und man überaus vorsichtig damit sein muß. Es gab keine Diskussionen darüber - also wirklich über das Werk.

    Als ich einen Teil davon für ein Seminar zum ersten Mal las, habe ich an manchen Stellen lauthals gelacht, weil es so haarsträubender Blödsinn ist. Der Gefreite und seine Vorstellungen zu Russland.. :pfeif:
     
  14. Mercy

    Mercy unvergessen

    Klar und es hat außerdem den Vorteil, daß du den Text einfach durchsuchen kannst.
     
  15. floxx78

    floxx78 Neues Mitglied

    Diesbezüglich mein Lieblingszitat:

    "Es gibt Wahrheiten, die so sehr auf der Straße liegen, daß sie gerade deshalb von der gewöhnlichen Welt nicht gesehen oder wenigstens nicht erkannt werden. Sie geht an solchen Binsenwahrheiten manchmal wie blind vorbei und ist auf das höchste erstaunt, wenn plötzlich jemand entdeckt, was doch alle wissen müßten. Es liegen die Eier des Kolumbus zu Hunderttausenden herum, nur die Kolumbusse sind eben seltener zu treffen. [...]

    Schon die oberflächliche Betrachtung zeigt als nahezu ehernes Grundgesetz all der unzähligen Ausdrucksformen des Lebenswillens der Natur ihre in sich begrenzte Form der Fortpflanzung und Vermehrung. Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der gleichen Art. Meise geht zu Meise, Fink zu Fink, der Storch zur Störchin, Feldmaus zu Feldmaus, Hausmaus zu Hausmaus, der Wolf zur Wölfin usw.
    Nur außerordentliche Umstände vermögen dies zu ändern, in erster Linie der Zwang der Gefangenschaft sowie eine sonstige Unmöglichkeit der Paarung innerhalb der gleichen Art." (Adolf Hitler, Mein Kampf. Erster Band: Eine Abrechnung, München 1925, S. 311).

    Bei "Zwang der Gefangenschaft" muss ich immer daran denken, dass Hitler das Buch während seiner Inhaftierung geschrieben hat... (war er vielleicht doch schwul?) :rofl:

    Den ganzen Quatsch gibt´s auch als Hörbuch: Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders „Mein Kampf“. 2001, ISBN 978-3785711255.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. März 2008
  16. Themistokles

    Themistokles Neues Mitglied

    Wäre nicht jede Digitalisierung von "Mein Kampf" gegen das Urheberrecht, da es eine unautorisierte Verfielfältigung darstellt, und somit doch illegal oder wird das bei einem nonkommerziellen Hintergrund irrelevant?
    Ich wäre hier vorsichtiger. Gerade weil nicht das Buch, sondern der Neudruck verboten ist.
     
  17. floxx78

    floxx78 Neues Mitglied

    Die Digitalisierung ist mit Sicherheit ein Verstoß gegen das Urheberrecht, solange nicht der Freistaat Bayern seine Erlaubnis erteilt (was kaum geschehen dürfte). Eine andere Frage ist, ob damit auch das downloaden illegal ist. Da Du damit - anders als beim downloaden von Musik - niemanden schädigst (der Freistaat Bayern hat schließlich keine kommerziellen Interessen am Buch), vermute ich mal, dass das straf- und zivilrechtlich nicht relevant ist.
     
  18. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Auch Karl Marx hat zu seiner Zeit "haarsträubenden Blödsinn" über Preußen und Russland verbreitet.
     
  19. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Hitler hatte natürlich seine skurilen Züge und alle negativen Allüren eines Halbgebildeten. Er hatte allerdings ein erstaunliches Gedächtnis, und wenn auch seine Fehlleistungen im Krieg offensichtlich waren, so war er doch mehr, als der klägliche Dilettant, der "böhmische Gefreite", als den ihn Leute wie Guderian oder Mannstein gesehen haben. Chamberlain nannte ihn "den ordinärsten Straßenköter, den er jemals gesehen habe" und dennoch konnte Hitler in München mit ihm machen, was er wollte. "Seine Hugenberger" nannte er die Appeasementpolitiker, und auch im Umgang mit den Generalen sind v. Kluge, Manstein, Halder, von Rundstedt und Guderian doch immer vor ihm eingeknickt, und das oft genug auch bei unsinnigen Befehlen und wider besseres Wissen.

    Hitler hatte durchaus so etwas wie ein negatives Charisma, dem sich oft genug auch Gegner und Leute mit Vorbehalten nicht entziehen konnten. Er konnte übrigens, wenn er wollte, durchaus charmant wirken und besaß durchaus Sinn für Humor. Chaplins "großen Diktator" und viele andere Hollywoodstreifen, die er den Deutschen verbot, hatte er selbst gesehen. Übrigens spricht ja auch Himmler in seiner Posener Rede mehrfach davon, dass seine Gruppenführer sich "nicht den Humor nehmen lassen sollten", er selbst verschießt zwei Bemerkungen, die sich durchaus durch treffsicheren Sarkasmus auszeichnen. Er nimmt Wlassow aufs Korn, der sich beschwert, dass die Deutschen die Prügelstrafe wiedereingeführt haben, wie national die Russen seien, könne man am General XY sehen, der von der GPU gefoltert und zum Krüppel geschlagen wurde. "Ich denke, die haben die Prügelstrafe abgeschafft, aber offenbar werden bei denen nur die Generale geprügelt. Dann erzählt er eine Geschichte, wie sein Handlanger Fegelein sich einen russischen General gekauft hat. "Und den behandeln wir jetzt mal anständig".

    Von Hitler ist eine treffsichere Parodie der Frau Ludendorffs überliefert, wie sie ihm einen Heiratsantrag macht.


    Allerdings waren die meisten hochrangigen Nazis ziemlich humorlose Typen, die bestenfalls einen gewissen treffsicheren Sarkasmus besaßen, mit dem sie sich über andere lustig machten, während sie selbst unfähig waren, über sich selbst zu lachen und das natürlich auch allen anderen unter Androhung drakonischster Strafen untersagten.
     
  20. Gandolf

    Gandolf Neues Mitglied

    Über "Polts Leasingvertrag" (habe mir wegen Ursis Mahnung nicht getraut einen Link zu setzen) haben wir wohl schon alle gelacht. - Zum Thema "Hitler als Spassfaktor" gab es in der NZZ einen interessanten Aufsatz: Der «Führer» als Spassfaktor ( NZZ Online).
     

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