Der Dreißigjährige Krieg

Dieses Thema im Forum "Buchempfehlungen" wurde erstellt von Lukrezia Borgia, 31. Dezember 2004.

  1. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin


    Die dreißig Jahre zwischen 1618 und 1648 habe millionenfachen Tod, Verwüstung und Barbarei über Mitteleuropa gebracht und die politischen Verhältnisse durcheinandergewirbelt. Georg Schmidt schildert in diesem Band Ursachen, Abläufe und Wirkungen der großen Krise des 17. Jahrhunderts vom böhmischen Ständekonflikt bis zum Westfälischen Frieden und erörtert dabei insbesondere die Bedeutung der Ereignisse für die historische Entwicklung der deutschen Frage. Ein kommentierter Wegweiser durch die wissenschaftliche Literatur ergänzt diese Einführung in eine der dramatischsten Epochen der Neuzeit.

    Georg Schmidt • Der Dreißigjährige Krieg • C.H.Beck Wissen • 1995 • 124 Seiten
     

    Anhänge:

  2. timotheus

    timotheus Neues Mitglied

    Manchmal frage ich mich selbst, warum ich über einige Buchempfehlungen erst dann stolpere, wenn diese schon mehr als zwei Jahre im Forum stehen...

    Dabei hat Georg Schmidts Werk zum Dreißigjährigen Krieg es auch unbedingt verdient, hier als zu empfehlende Literatur genannt zu werden.

    Erschienen als Band der Reihe C.H. Beck Wissen wirkt es mit seinen nur etwas mehr als 100 Seiten eher unscheinbar, doch dieser geringe Seitenumfang täuscht, denn das Buch hat es in sich.
    Wie Georg Schmidt in der Einleitung selbst schreibt, hat dieser Band die Perspektive, Ursachen, Abläufe und Wirkungen im Horizont deutscher Staatlichkeit zu verknüpfen, um historische Merkmale wie Prozesse erkenn- und erfahrbar zu machen. Auch weist er darauf hin, daß allgemein verwendete Ordnungsmuster wie "Konflikt zweier Machtblöcke", "Staatsbildungskrieg", "Kampf um ständische oder absolutistische Herrschaft" und "Konfessionskrieg" einander nicht ausschließen, sondern sich ergänzen.

    Und genau das ist es, was den Leser auf den 124 Seiten auch erwartet, wobei auch sehr detailliert auf die historischen Ereignisse im Sinne der Chronologie eingegangen wird.
    Besonders hervorzuheben ist natürlich im Schlußteil des Buches der in der Empfehlung bereits genannte "Wegweiser" durch die wissenschaftliche Literatur zum Thema.

    Fazit: Georg Schmidts Buch ist eine Einführung und doch auch mehr, denn der Leser erhält eben weit mehr als nur einen Überblick...
     

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