Die Jugend in der BRD

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von schissenwaftler, 9. März 2011.



  1. schissenwaftler

    schissenwaftler Neues Mitglied

    Guten Tag, ich bin momentan an einem Referat über die Geschichte der Jugend dran (Fach: Sozialwissenschaften), ich bin in der 13ten Klasse und kurz vor dem Abi.
    Eingegrenzt habe ich es auf die Bdr, allerdings habe ich ein paar Fragen. Es wäre nett wenn ich etwas von Menschen erfahren könnte, die diese Zeit miterlebt haben.

    1.Inwiefern konnten die Jugendlichen in der Politik mitbestimmen?
    2.Hat den Jugendlichen die Politik zugesagt oder hat man sich dagegen gewehrt?
    2.1 Wenn ja, wie? (Gewalt, Demonstrationen o.ä.)
    3. Ist man gegen die Jugendlichen im Fall von 2.1. vorgegangen wie z.B. in den 68ern
    4. Ist man den Jugendlichen evt. entgegengekommen ?
    5. Gab es ggf. Jugendliche Widerstandsgruppen?

    6. Wie war die Erziehung in der Bdr? bspw. eine strickte Erziehung wie in der DDR, wo schon früh auf den Sozialismus hingearbeitet wurde ?

    7. Ist die Jugend der Bdr mit heute zu vergleichen bzw was hat sich verändert?
    8. Was hättet ihr euch damals von der Jugend gewünscht?

    Danke für Antworten

    mfg
     
  2. hjwien

    hjwien Neues Mitglied

    Was meinst Du denn mit Bdr?
     
  3. schissenwaftler

    schissenwaftler Neues Mitglied

    oh.... brd mein ich natürlich
     
  4. Turgot

    Turgot Neues Mitglied

    Ich möchte mir einmal den Hinweis gestatten, das die Abkürzung BRD eine Abkürzung ist, die es eigentlich gar nicht gibt. Zu meiner Schulzeit hat es bei Verwendung dieser Kürzels massiven Stress gegeben. Ich weiß auch gar nicht, wie sich diese Abkürzung immer mehr verbreitet hat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2011
  5. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Interessant, habe ich mir gar nicht überlegt. Bei uns ist diese Abkrüzung gebräuchlich und wirklich darüber nachgedacht habe ich gar nicht.

    Wiki sagt dies dazu:

    BRD ? Wikipedia

     
  6. Turgot

    Turgot Neues Mitglied

    Man oh man. Ich staune nicht schlecht. Offenkundig scheint die Schreibfaulheit doch noch verbreiteter zu sein, als ich annahm.
     
  7. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Die Abkürzung BRD war in der "alten" "BRD" (vor 1990) nicht gebräuchlich. M. W. war diese Abkürzung hauptsächlich in der DDR benutzt worden. Alleine schon deshalb schien es politisch inkorrekt zu sein, diese Abkürzung im Westen zu benutzen. Im Westdeutschland wurde statt BRD entweder Bundesrepublik, BR Deutschland, Deutschland mit Abkürzungen wie D, Bds.-Rep. Dtschld. o. ä.

    Bei einem Gebrauch der Abkürzung BRD in der alten Bundesrepublik konnte man meistens davon ausgehen, daß es sich um politisch sehr linken oder sehr rechten Text handelte. Es wurde aber - wie auch unsere Eidgenossin Ursi schreibt - im Ausland die Abkürzung ohne solche Probleme benutzt. In Frankreich sprach man z. B. von der RFA (République Fédérale d'Allemagne).

    Übrigens wurde die Abkürzung DDR im Westen sehr wohl benutzt. Presseerzeugnisse wie "Die Welt" und "Bild" benutzten bis in die Wendezeit die Abkürzung mit Anführungsstrichen ("DDR"), um die Nichtanerkennung durch diese Zeitungen auszudrücken. Ich glaube, daß erst nach der demokratischen Volkskammerwahl 1990 die Anführungsstriche in diesen Printmedien wegfielen.

    Aber wie war die Jugend in der alten Bundesrepublik?

    Jetzt müßte man natürlich wissen, wann genau. Die Situation war in den 50er Jahren (Wirtschaftswunder) eine andere als in den späten 60er Jahren (1968!) oder in den frühen 80er Jahren (Wirtschaftskrise und NATO-Nachrüstungsdebatten).

    Was die politische Partizipation angeht: das aktive/passive Wahlrecht galt erst ab 18 Jahren (bis 1975 war das passive Wahlrecht erst 21 Jahren vorgesehen). Was das politische Interesse angeht, so stand es jedem selbst zu, sich zu informieren. Ich habe den Eindruck, daß Politikmüdigkeit schon immer beklagt worden ist. Komisch, daß dieser Staat noch nicht untergegangen ist.=)
     
  8. schissenwaftler

    schissenwaftler Neues Mitglied

    Danke schonmal für die Antworten.

    Zeitraum: Nachkriegszeit bis Mauerbau also kurz vor den 68er , es sei denn ihr würdet empfehlen die 68er auch mit reinzunehmen, aber ich denke, dass das Thema dann zu umfangreich wird :)
     
  9. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Mit Deiner Sicht auf die Jugend bis 1968 bist Du weitgehend auf dem Holzweg.

    Der zentrale Klassiker, an dem kein Weg vorbeiführt bei der Betrachtung dieser Periode, stammt von Schelsky und mit dem Titel, "die skeptische Generation" erhält Du auch schon einen ersten Hinweis auf die Gefühlslage dieser Generation. Ergänzt durch die "Flakhelfer-Generation" und die "Trümmer-Kinder-Generation".

    Die skeptische Generation: eine ... - Google Bücher

    Das politische System des Nachkriegsdeutschlands, die Adenauer-Ära, mußte erst einmal das Dritte Reich verarbeiten und eine neue politische Identität entwickeln. Insofern waren politische Aktivitäten, die von der Jugend als Protestbewegung ausgingen, eher selten bzw. traten nicht auf.

    In diesem Sinne trifft die Aussage von Brecht wohl zu: Erst kommt das Fressen und dann die Moral (in diesem Fall die "Politik")", wobei natürlich nicht gesagt werden soll, dass die Zeit unmoralisch war.

    In diesen Kontext paßt eher das "Wirtschaftswunder", die "Fresswelle", Peter Alexander und der Nierentisch. Für die Jugend war es weitgehend eine Zeit, in der sie unpolitisch war.

    Systematisiert wird diese Sichtweise auf die Jugend im Rahmen der Jugendsoziologie und sie bietet Dir am ehesten Einsichten in das Thema:

    Jugendsoziologie ? Wikipedia

    Aus dieser "Friedhofsruhe" heraus ergab sich dann auch die politische "Eruption", die mit der Apo verbunden war. Es war der extreme Gegensatz, der den "revolutionären Eindruck" des Auftretens der Apo noch unterstrichen hat.

    Nebenbei habe ich immer "BRD" geschrieben, schon deswegen, weil die Springer-Presse eine gegenteilige Position einnahm!:devil: Und natürlich ohne Anführungszeichen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2011
  10. schissenwaftler

    schissenwaftler Neues Mitglied

    Alles klar, also führt eigentlich kein Weg daran vorbei, die 68er zu behandeln.
    Jugendsoziologie kann ich nicht bearbeiten, da mein Thema "Geschichte der Jugend" ist, was man eingrenzen kann wie einem beliebt.
    Deiner Antwort nach zu urteilen soll ich also eher die 68er behandeln ? Wobei die sich ja vorallem in der DDR abgespielt hat
     
  11. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Bist du dir sicher, dass die sich vor allem in der DDR abgespielt hat?

    Ich kenn die Geschichte anders. Das war schon eine internationale Bewegung.

    Schau mal unter 68er Bewegung nach.

    http://www.bpb.de/themen/UEZYL5,0,Die_68erBewegung.html
     
  12. schissenwaftler

    schissenwaftler Neues Mitglied

    du hast recht ursi, wobei sich das dann natürlich auch stark ausdehnt, aber okay :)
     
  13. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Oh, oh - da liegst du aber voll daneben. Google einfach mal 68er, bevor du sowas schreibst. Frag auch mal deine Eltern.
     
  14. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Wie wäre es ,wenn Du mal den genauen Wortlaut der Themenstellung hier postest,das würde die Sache vielleicht eingrenzen.
    Politische Reizthemen ,die die Jugend angingen gab es jedenfalls auch in der Adenauer-Aera genug,z.B. Wiederbewaffnung . Und jugendliche Subkulturen bestanden seit der Rock´nRoll-Aera der Fünfziger ebenfalls.
     
  15. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Das ist ein Mißverständnis. Im Rahmen der Jugendsoziologie aus der damaligen Zeit, und Schelsky war einer der wichtigsten Vertreter, wurden die Probleme analysiert, die Dich interessieren.

    Und nein, ich habe mich nicht für die Analyse der Apo ausgesprochen, da die andere Zeit auch durchaus darstellenswert ist, wie zaphodB zu Recht betont.

    Wie z.B. die Teddy-Boys.

    Teddy Boy ? Wikipedia
     
  16. Barbarossa

    Barbarossa Neues Mitglied

    Da muß ich dich leider berichtigen - zumindest für die heutige Zeit. Da ich u. a. auch als Postzusteller tätig bin, weiß ich, daß das Kürzel "BRD" auch auf offiziellen amtlichen Schriftstücken verwendung findet. Wie gesagt, zumindest heute.
    :)
     
  17. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Wie stark sich Jugendkultur seit den Tagen der BRD verändert hat und welche Formen der Inszenierung bei Jugendlichen angesagt ist, kommt in diesem Link sehr schön zum Ausdruck.

    Michael Meier und Rico Scagliola fotografierten Jugendliche - SPIEGEL ONLINE

    Da es ein weitgehend "unpolitisches" Thema ist, ist die vergleichende Darstellung zur früheren Situation von Jugendlichen in der BRD hoffentlich akzeptiert.
     
  18. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

  19. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 8. Dezember 2016

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