Europa im Hochmittelalter 1050-1250

Dieses Thema im Forum "Buchempfehlungen" wurde erstellt von Schini, 29. September 2004.

  1. Schini

    Schini Neues Mitglied


    In der Zeit von der Mitte des 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts wurden Lebensformen und Einstellungen neu entwickelt, die, wenn auch immer wieder modifiziert, unsere westliche Kultur bis heute prägen. Zu denken ist z.B. an die Wiederbelebung bzw. Neugestaltung des städtischen Lebens, die Intensivierung der Kommunikation zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft oder die Entdeckung der Liebe als Raison d’être eines Menschenlebens. Die Renaissance des 12. Jahrhunderts, die Entstehung der Universitäten, die Philosophie der Scholastik, die höfische Minnedichtung und die Kunst der Gotik kennzeichnen einen umfassenden Mentalitätswandel in dieser Zeit. Zugleich blieben Strukturen bestimmend – z.B. die Landwirtschaft als Basis der Grundversorgung oder der ständische Aufbau der Gesellschaft – die die Menschen fest in traditionellen Bahnen hielten. Dieses Spannungsverhältnisses berücksichtigend, gelingt es Peter Dinzelbacher meisterlich, die Veränderungen in Kultur, Mentalität und Alltag der Menschen im hohen Mittelalter lebendig werden zu lassen.

    Rezension auf H-Soz-u-Kult

    Peter Dinzelbacher • Europa im Hochmittelalter 1050-1250. Eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte • Primus Verlag • 2003 • 207 Seiten
     

    Anhänge:

  2. timotheus

    timotheus Neues Mitglied

    Ich erlaube mir an der Stelle, einen Kommentar zu diesem Buch zu schreiben...

    Vor einiger Zeit bereits habe ich es mir gekauft, und endlich bin ich am vergangenen Wochenende dazu gekommen, es etwas gründlicher zu lesen.
    Kurzum: ich kann es sehr empfehlen, insbesondere da es viele Dinge behandelt, welche gundlegend und bestimmend für Leben, Denken und Empfinden der Menschen im Europa des Hochmittelalters waren.
    Was uns von den Menschen der damaligen Zeit aus den Quellen bekannt geworden ist, fügt der Autor sehr gut und vor allem anschaulich und verständlich zusammen, wobei er bemüht ist, keine Facette auszulassen - wenngleich wir heutzutage (leider) nicht mehr alles erfassen können...
     

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