Göbekli Tepe

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von Gast, 13. Oktober 2004.

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  1. Gast

    Gast Gast

    Ich interessiere mich sehr für Neuigkeiten vom Göbekli Tepe, einer Tempelanlage, die in der Altsteinzeit von Jägern und Sammlern erbaut wurde. Es wird dort seit Sommer 1993 wieder gegraben. Hat jemand Informationen zu neuen Entwicklungen?
    Besten
    Dank
     
  2. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

  3. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

  4. Gast

    Gast Gast

    Besten Dank Euch Beiden für die prompte Reaktion. Leider hatte ich mich vertippt. Statt Sommer 1993 wird natürlich seit Sommer 2003 dort wieder gegraben. So kannte ich die von Euch aufgeführten Links auch schon. Ganz Aktuelles scheint es wohl also noch nicht zum Thema zu geben.
    Der Gast
     
  5. Mercy

    Mercy unvergessen

    Dann luk mal hier:
    http://www.gik.uni-karlsruhe.de/projekte/urfa/index.htm
     
  6. murat

    murat Neues Mitglied

    Jäger und Sammler bauen keine Tempelanlage
     
  7. askan

    askan Neues Mitglied

    Ja, ist schon merkwürdig, aber das Ding ist uralt.

    Ich glaube sogar Catal Hüyük war eine Siedlung von Jägern (im grossen Stil). Man fand dort jedenfalls keine landwirtschaftlichen Werkzeuge.
     
  8. pomfritz

    pomfritz Neues Mitglied

    Bericht über Ausgrabungen in Anatolien

    Um Ausgrabungen in Anatolien geht es in "Terra X" am morgigen Donnerstag (3.Februar 2005) um 20.15 Uhr auf 3 SAT. Die Folge heißt "Jenseits von Eden" und ist wirklich sehr zu empfehlen. Ob auf Göbekli Tepe speziell eingegangen wird, habe ich nicht mehr in Erinnerung, da die Erstausstrahlung schon eine Weile zurückliegt.

    Gruß

    Fritz
     
  9. Widukind

    Widukind Neues Mitglied

    Anscheinend doch!
     
  10. aquilifer

    aquilifer Aktives Mitglied

    Schmidt, Klaus: Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger

    erschienen 2006 im Beck-Verlag
     
  11. askan

    askan Neues Mitglied

  12. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Das steinzeitliche Heiligtum besteht aus Stelen, die 7 m hoch und 50 t schwer sind. Wie gelang es den Großwildjägern um 10 000 v. Chr., so etwas zu errichten?

    Ein Vergleich mit mit den Megalithleuten am Atlantik und in Nordeuropa 6000 Jahre später ist nur sehr bedingt möglich. Die waren bereits sesshaft, wohnten in bäuerlichen Siedlungen und verfügten somit über stets präsente personelle Ressourcen und wohl auch fortgeschrittenere Techniken. Das ermöglichte ihnen den Bau der Megalithgräber und auch großer Monumente wie Stonehenge. – Aber steinzeitliche Jäger 10 000 v. Chr. ???
     
  13. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Ich habe soeben das Buch von Schmidt fertig gelesen.

    Zum Stil muss ich leider sagen, dass es kein literarisches oder journalistisches Meisterwerk ist. Man kämpft sich irgendwie durch, folgt mal seinen Ausführungen, mal kommen einem Zweifel. Dabei wiederholt er nach jeder Spekulation, dass es sich verbietet, zu spekulieren. Man hätte es sicherlich flüssiger haben können.

    Ein Fehler liegt wohl in der Ausrichtung des Büchleins. Der Grabungsbericht ist noch nicht heraus, die unteren Schichten der Anlage können scheinbar erst ergraben werden, wenn die Bauelemente aufwendig fixiert worden sind, und zu vieles ist noch zu frisch, als dass man Schlüsse in diese oder jene Richtungen ziehen könnte. Das Büchlein soll demnach einen Rundumschlag darstellen: etwas für die Kollegen, etwas für die Hobby-Archäologen, und etwas für den völlig Unwissenden. Ein krampfhaftes Unterfangen ...

    Kern des Buches ist die These vom frühneusteinzeitlichen Tempel. Eine nicht-religiöse Verwendung der Anlage wird von Schmidt abgelehnt. Daran schließt sich die Behauptung an, dass eben die Religion der Landwirtschaft vorausging. Interessant ist ebenso seine Andeutung, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass "Stadt" und "Dorf" keine verwandten oder sukzessive Phänomene darstellen, sondern getrennt beobachtet werden müssen: Das Dorf als Mittelpunkt bäuerlichen Arbeitens, die Stadt als spirituelles (oder andere gemeinschaftliche Funktionen ausübendes) Zentrum.

    Das "Highlight" des Buches ist das Bildmaterial, welches die Fundbeschreibungen begleitet. Alleine dafür lohnt sich die Anschaffung, will man nicht etliche Jahre auf die Zugänglichkeit des Ortes für die Öffentlichkeit warten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2006
  14. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Leider ist diese Quelle ansonsten kaum zu empfehlen:

    Das ist jedenfalls Fakt - und Sitchin erläutert: Das Zweistromland war durch die Sintflut zerstört und unbewohnbar. Die Überlebenden siedelten sich auf den umliegenden Höhen an. Enlil übergibt den überlebenden Menschen der Sintflut Geräte und Samenkörner. Im Hochland beginnt die Landwirtschaft. Enki zähmt Tiere.

    Oder dieses:

    Diese Interpretationen basieren hauptsächlich darauf dass wir heute - wieder - von Gentechnologie, Fliegerei und Weltraumfahrt wissen.[...] Die Chronik von Alford deckt noch den Zeitraum zwischen der nuklearen Katastrophe in Sumer (2024 b.C.) und dem letzten Durchgang von Nibiru (ca. 200 b.C.) ab.
     
  15. urvo

    urvo Neues Mitglied

    Die eiszeitlichen Jäger Eurasiens bauten die ersten Tempel

    „Die eiszeitlichen Jäger Eurasiens bauten die ersten Tempel“

    Im Südosten Anatoliens hat der deutsche Archäologe Dr. Klaus Schmidt die älteste Tempelanlage ausgegraben, die jemals von Menschen errichtet wurde. Ihre Schöpfer waren hochspezialisierte Eiszeitjäger, die vom Atlantik bis an den Pazifik das Mammut jagten und von deren Kultur noch kaum etwas bekannt ist.

    http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?thema=Altertum&artikelID=20060404
     
  16. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

  17. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Oktober 2013
  18. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    dann lege ich nochmal einen drauf:

    (kann sein, dass ich es schon in den anderen Threads tat, wer weiß... ;))

    "Göbekli Tepe, Türkei
    Ein frühneolithisches Bergheiligtum im südosttürkischen Taurusvorland


    Der 15m mächtige und etwa 300m im Durchmesser messende frühneolithische Göbekli Tepe liegt etwa 15 km nordöstlich der Stadt Şanlıurfa auf dem höchsten Punkt eines langgestreckten Bergzugs. Er ist von weither als dominierende Landmarke wahrzunehmen. Von hier aus reicht der Blick im Norden und Osten bis zum Taurusgebirge und zum Karaca Dağ, im Süden öffnet sich die Harranebene bis nach Syrien. Allein im Westen wird der Horizont schon bald durch nahe Höhenzüge begrenzt, die sich zwischen Şanlıurfa und das weiter im Westen gelegene Tal des Euphrats schieben.
    "

    weiter:

    Göbekli Tepe, Türkei

    hier ein kleiner Artikel:
    http://www.dainst.org/medien/de/istanbul2007_dt_1.pdf
    und hier ein klein bischen längerer Artikel:
    http://www.dainst.org/medien/de/istanbul2005_dt.pdf

    hier weitere kostenlose Hefte des DAI Istanbul:

    Abteilung Istanbul <a href="abteilung.php?id=266&sessionLanguage=tr">(türkçe)</a>

    Nun habt ihr fürs Wochenende was zum Schmökern... ;)
     
  19. DerGeist

    DerGeist Neues Mitglied

    War jemand in der Ausstellung in Karlsruhe ?
    Der Ausstellungsband dazu ist auf jeden Fall für das Thema nicht uninteressant.
     
  20. rena8

    rena8 Neues Mitglied

    Ja, ich war vor ca. einem Jahr dort und seither fasziniert mich das Thema. Gut waren auch die zeitlich nachfolgenden Orte dargestellt, die kleinere Kultbauten in Dorfern mit Ackerbauánfängen gewesen sein sollen.
     

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