Japanischer Rassismus gegenüber Europäern?

Dieses Thema im Forum "Der Zweite Weltkrieg" wurde erstellt von Philipp_yahya, 25. Juni 2018.

  1. Philipp_yahya

    Philipp_yahya Neues Mitglied


    Hallo zusammen,

    Der Krieg und der Nationalsozalismus war in Deutschland ja bekanntermaßen durch Rassismus geprägt. Sogar die Verbündeten Japaner galten als nicht-Arier als eine minderwertige Rasse. Goebbels soll nach Pearl Harbor, im Februar 1942, fortdauernde „größte Bewunderung des Führers für die Japsen“ ebenso wie Anfälle von paranoischer „Traurigkeit“ angesichts der Kriegsüberlegenheit der „gelben Rasse über die weiße“ notiert haben.
    Aber wie war es in Japan? Dort herrschte doch auch zum Teil ein ausgeprägter Rassismus, in der die japanische Yamato-Rasse als das "Herrenvolk" galt!? Wie war deren Haltung gegenüber den deutschen bzw. Europäern?
     
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ein Dokument der Kaiserlichen Armee 1942 für die besetzten Gebiete bringt das auf den Punkt:

    Über allem steht die Führungs-Rasse, shidō minzoku, bzw. Herrenrasse, shūjin minzoku.
    Dann wird für die Führung in Groß-Asien weiter unterschieden nach “freundlichen Rassen” (yūjin minzoku), and “Gast-Rassen” (kigū minzoku), die in Asien eigentlich nichts zu suchen haben.

    Datiert 6. August 1942, “Plan for Leadership of Nationalities in Greater East Asia“
    in: Lebra, Japan’s Greater East Asia Co-Prosperity Sphere in World War II: Selected Readings and Documents, 1975.

    bzw Kapitel 10 in: Dower, War without Mercy - Race and Power in the Pacific War, 1986.

    Die "Gast-Rassen"-Behandlung bekamen dann auch allierte Kriegsgefangene zu spüren, deren Krieger-Ehre durch die unrühmliche Gefangennahme ohnehin verpufft war.
    Romanhaft in "Rattenkönig" verarbeitet durch James Clavell, mit seinem gefangen genommenen Hurricane-Piloten im Lager Changi bei Singapur.
     
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