Kriegsgeschichte und Geschichtspolitik: Der Erste Weltkrieg

Dieses Thema im Forum "Buchempfehlungen" wurde erstellt von Schini, 6. Februar 2005.

  1. Schini

    Schini Neues Mitglied


    Pöhlmanns Bilanz der Militärgeschichtsschreibung ist fassettenreich. Das Besondere an der deutschen Situation war, dass der "geschichtspolitische Kampf" der amtlichen Historiker einerseits auf der internationalen Ebene für die eigene Nation geführt wurde, andererseits mit Blick auf die Innenpolitik aber oft gegen den eigenen, republikanisch-demokratischen Staat gerichtet war. Eine völlig unkritische Heroisierung im Stil der alten Generalstabsgeschichtsschreibung war dagegen nicht mehr möglich, doch mit der Einbindung von Wirtschaft, Staat, Gesellschaft und Ideologien als kriegsentscheidende Faktoren war diese letztlich auch überfordert. Das Ende der "Generalstabshistorie" nach 1945 ist daher kein Grund, in Trauer zu verfallen.

    Rezension auf historicum.net

    Buchempfehlung von Mercy

    Markus Pöhlmann • Kriegsgeschichte und Geschichtspolitik: Der Erste Weltkrieg • Schöningh • 2002 • 424 Seiten
     

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