Mit Schwert und Kreuz - Karl der Große und die Christianisierung der Sachsen

Dieses Thema im Forum "Fernsehtipps" wurde erstellt von El Quijote, 30. Mai 2009.



  1. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Bis heute gilt Karl der Große (747 - 814) in vielen Geschichtsbüchern als der blutrünstige Sachsenschlächter, der die heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs unterwarf und ihnen das Christentum mit dem Schwert beibrachte. "Tod oder Taufe" soll seine Losung gewesen sein. Doch dieses simple Bild muss, zumindest teilweise, korrigiert werden. Karl hat die Missionspolitik in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit deutlich verändert. Im letzten Jahrzehnt vor seiner Kaiserkrönung im Jahr 800 unterstützte er eine Missionsarbeit, die an der Verkündigung der christlichen Botschaft orientiert war. Was steckt hinter Karls Sinneswandel? Haben Berater ihn beeinflusst? War es "Altersmilde"? Gab es unterschiedliche Strömungen in der gebildeten Elite, die das Frankenreich damals regierte? Am 5. Juli 2006 finden Archäologen bei Ausgrabungen am Dom von Paderborn ein Skelett. Es stellt sich heraus, dass es aus der Zeit Karls des Großen stammt. Der Tote gehörte zur ersten Christengeneration im Norden Deutschlands. Er wurde als Heide geboren und als Christ begraben. Was ist mit ihm geschehen?
    Die Dokumentation von Gerold Hoffmann beschreibt, wie das Leben dieses Mannes ausgesehen haben könnte. Sie schildert aus der Perspektive eines einfachen Sachsen, wie Karl der Große den christlichen Glauben in Deutschland verbreitet und dabei nicht nur das Schwert benutzt hat. Gerold Hoffmann drehte an Originalschauplätzen in Deutschland, der Schweiz und in Rom. Er stellt die Sachsenmission in den Rahmen der weltpolitischen Bedeutung Karls des Großen, der als "Vater Europas" und Begründer des christlichen Abendlands bezeichnet wird.
     

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