Orchestrierte Vertreibung: Unerwünschte Wiener Philharmoniker.

Dieses Thema im Forum "Buchempfehlungen" wurde erstellt von ursi, 27. Januar 2015.

  1. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter


    Verfolgte Wiener Philharmoniker im Nationalsozialismus 29 Musiker der Wiener Philharmoniker wurden ab März 1938 verfolgt, ermordet oder vertrieben. »Herzstück« des Buches bilden 17 biographische Porträts betroffener Musiker. Diese Porträts erzählen von den schmerzhaften Erfahrungen der gewaltvollen Vertreibung aus dem Orchester und aus Wien, aber auch von den beruflichen und privaten Entwicklungen im Exil. Nach 1945 kehrte kein einziger der vertriebenen Philharmoniker ins Orchester zurück. Dieses Buch beschäftigt sich auch mit dem Verhältnis der Wiener Philharmoniker zu seinen ehemaligen vertriebenen Mitgliedern in der Nachkriegsgeschichte 1945-1959. Das Orchester war im Nationalsozialismus fast zur Hälfte mit NSDAP-Mitgliedern besetzt, die 1945 nur in wenigen Fällen entlassen oder pensioniert wurden. Zahlreiche hier erstmals veröffentlichte Quellen werfen ein neues Licht auf das Traditionsorchester sowie auf dessen Umgang mit »seinen« exilierten Mitgliedern.

    Bernadette Mayrhofer. Fritz Trümpi • Orchestrierte Vertreibung. Unterwünschte Wiener Philharmoniker. Verfolgung, Ermordung und Exil • Mandelbaum Verlag • 2014 • 278 Seiten
     

    Anhänge:

  2. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    in diesem Kontext kann auch erinnert werden an
    Karlrobert Kreiten ? Wikipedia

    unlängst war eine fantastische Aufnahme von Beethovens 5. Klavierkonzert zu hören: es dirigierte Bruno Walter und den Solopart spielte Walter Gieseking - diese Aufnahme entstand wenige Tage bevor Bruno Walter wegen der Nazis emigrierte.
     

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