Schatullrechnungen Friedrich II.

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von geschichtsfan07, 15. Juni 2011.



  1. geschichtsfan07

    geschichtsfan07 Neues Mitglied

    Vor wenigen Tagen wurden die Schatullrechnungen Friedrich II. digital veröffentlicht.

    Die Schatullrechnungen Friedrichs des Großen — Perspectivia Quellen

    Die FAZ hat dazu einen Artikel herausgegeben, der mich zu einigen Fragen förmlich hingedrängt hat.

    Friedrich der Große: Ein Asket war er nicht - Hintergründe - Feuilleton - FAZ.NET

    Der Autor scheint ganz verblüfft zu sein, dass Friedrich II. nicht DER Sparfuchs war. Wie kann man denn zu so einer Vorstellung kommen?
    Denn jetzt allein mal im ganz ganz groben Rahmen gesehen, sprechen z.B. der Bau von Sanssouci und die "Bemühungen" um Voltaire doch nicht gerade für ein "extremes" Sparverhalten.
    In dem Artikel wurde außerdem geschrieben:
    So eine Aussage ist bekanntlicherweise immer schnell und leicht getan.
    Kennt denn jemand ein paar Zahlen, mit denen wir brauchbare Vergleiche anstellen könnten? Dabei soll es sich um die "privaten Ausgaben" drehen.

    Aus diesem Gewussel heraus ergaben sich mir noch diese eher allgemeinen Fragen:

    - Durch welche Gelder/Posten der staatl. Einnahmen wurde die Privatschatulle eigentlich gespeißt? Richtete sich die Höhe (monatl./jährl./ständig variabel?) nach einem festgelegten %-Satz?
    - Gab es die strikte Trennung staatl. Investition = Ausgabe der Staatskasse und "private Investition" = Ausgabe der königl. Schatulle?
     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Meines Wissens ja, hängt aber vom jeweiligen König ab. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass Friedrich I. in Preußen z.B. bemüht war, seine privaten Vergnügen aus seiner persönlichen Schatulle zu bezahlen.:grübel:
     
  3. FNZ-Historiker

    FNZ-Historiker Neues Mitglied

    Zu den angesprochenen Auswertungen der Schatullrechnungen durch Ralf Zimmer gibt es von ihm auch entsprechende Erläuterungen. Es handelt sich bei den ausgewerteten Quellen um reine Ausgabenjournale. Diese sind zwar sehr hilfreich für die Einschätzung der königlichen Privatausgaben und die kunstgeschichtliche Provinienzforschung, sagen naturgemäß aber nichts über die Herkunft der Gelder.
    Am deutlichsten ist die Herkunft aus sogenannten Schatullgütern, wie dem Biegenschen Amt.
     

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