Verbotene Archäologie? was bedeutet das?

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von EnliL, 12. November 2010.



  1. EnliL

    EnliL Neues Mitglied

    hallo leute!

    habe letztens ein sehr interessantes buch gelesen das heisst:
    Verbotene Archäologie


    jedoch frage ich mich ob diese art der archäologie ( die ja wirklich unser heutiges weltbild drehen würde) verboten ist oder einfach nur aus komerzgründen oder aus angst seinen ruf zu verlieren nicht beachtet wird?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Juni 2015
  2. Sasaki

    Sasaki Neues Mitglied

    Ich denke du solltest, damit wir dir gut antworten können, eine kleine Zusammenfassung des Buchs oder wenigstens den groben Inhalt für uns aufschreiben.

    Für mich hört sich das auf den ersten Blick recht pseudowissenschaftlich an, du musst immer abwägen was wahr ist und was nicht. Es gibt genug Bücher die dir Schund und Unwahrheiten erzählen (und die aus rein kommerziellem interesse geschrieben werden).
     
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  3. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Der Ausdruck "Verbotene Archäologie" ist in der Regel ein reiner Marketinggag. Damit will der Autor suggerieren, dass sein Buch "Erkenntnisse" enthält, die von der bösen offiziellen Forschung, dem Vatikan oder sonstigen finsteren Mächten unterdrückt werden. Diese "Erkenntnisse" sind aber nicht verboten, sondern in der Regel bloß wissenschaftlich nicht haltbar, was diejenigen, die an sie glauben, aber nicht einsehen wollen, weswegen sie sich von den seriösen Wissenschaftlern verfolgt fühlen.
     
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  4. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Natürlich gibt es verbotene Archäologie:ironie:. Wäre ja noch schöner, wenn z.B. jeder Depp im Tal der Könige seine Schippe rausholt und ein wenig auf eigene Faust mal anfängt auszugraben. :abgelehnt:

    Oder vielleicht doch lieber gleich den Bagger mitbringt:inarbeit:, weil immerhin liegen die Gräber ja doch ein wenig tiefer. :gun:

    Deswegen ein klares und eindeutiges: Freie Fahrt für freie Bürger und freie Archäologie für alle, oder war es doch eher das Freibier?:prost:
     
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  5. Zeitmaschiene

    Zeitmaschiene Neues Mitglied

    Archäologie ist teuer. Das muss jemand finanzieren. Das selbe gilt zum Beispiel auch für Forschung. Wenn jemand jetzt etwas entdeckt, das nicht ins Schema past, oder der Geldgeber hat keinen (finanzielen) Nutzen, dann verheimlicht oder vertuscht mann diese Erkentnisse.
    Verbotene Archäologie gibt es nicht! Gemeint sind damit nur die Entdeckungen, die nicht ins Schema passen und deshalb verheimlicht oder vertuscht werden!
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es gibt in allen wissenschaftlichen Bereichen andauernd Entdeckungen, die nicht ins bisherige Schema passen, dann wird eben das Schema angepasst. So funktioniert wissenschaftlicher Fortschritt: Theorien, die aufgrund neuer Entdeckungen nicht mehr haltbar sind, werden durch neuere, dem Forschungsstand entsprechende Theorien ersetzt. Warum sollte auch - um zur Archäologie zurückzukehren - ein Ausgräber sich eine wissenschaftliche Sensation entgehen lassen?
     
  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Das erinnert mich jetzt an ein Zitat:

    Christian Ernst Hanßelmann ? Wikipedia


    Das wusste man also schon 1773. (Und auch schon früher.)

    "Verbotene Archäologie" ist oft entweder ein Lockmittel, dass Bücher gekauft werden oder aber eine Art Rechtfertigung für Raubgräberei oder unwissenschaftliche Zerstörung von archäologischen Stätten. Denn mit den selben Argumenten, wie dass irgendjemand doktrinieren würde, was geforscht wird und die bösen archäologischen Behörden ja nicht ihren Job machen würden und überall graben, wo man was vermutet, haben hier im Forum auch schon einige indirekt zu "privaten" Grabungen ermuntert.:mad:
     
  8. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Lieber @brisso, ich habe das Elaborat sogar gelesen. Raubgräberei ist nicht gemeint. Es geht vornehmlich um angeblich von der "dogmatischen Wissenschaft" totgeschwiegene Funde wie z.B. Stiefelabdrücke zwischen Dinosaurierspuren oder einem versteinerten Hammer in einem Steinkohleflöz. Natürlich sind diese Funde nie erhalten geblieben oder angeblich in anonymen Museumsmagazinen entsorgt.

    Kann also getrost zwischen Nessie und Untertassen eingeordnet werden. Von den letzteren sind dem Autoren ganz offenkundig einige abhanden gekommen. :rofl:
     
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  9. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    Die Einbandgestaltung erinnert wohl nicht ganz zufällig an Indiana Jones... ich denke, genau da wird man "verbotene" Archäologie auch einordnen dürfen - unterhaltsam, spannend, interessant....;)

    Liebe Grüße
    KeineAhnung
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2010
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  10. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Schliemann wütete auf dem Hissarlik-Hügel auch wie der wilde Wutz. Alle oberen Schichten aus nachhomerischer Zeit ließ er einfach wegkarren, um sein Troja zu finden. Andere Zeiten - andere Sitten.

    EDIT:
    Nicht mal das.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2010
  11. tela

    tela Aktives Mitglied

    So hat man lange Zeit auch in Olympia gegraben. Was interessieren schon römische Schichten. Wir wollen die Griechen sehen!
     
  12. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    Sorry @balticbirdy, ich hab Mist gebaut :weinen:

    ich hab meinen Beitrag geändert - nachdem du darauf geantwortet hattest - weil ich gemerkt hatte, dass ich völlig am Ursprungspost vorbei war....

    ES TUT MIR LEID !!! :weinen:
     
  13. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ein Kindheitstraum: ich wollte schon immer gerne als Archäologe tätig werden und verschollene Schichten freilegen ... soll ich ? :devil:
     
  14. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    Ok - Schadensbegrenzung! Ich pfriemle wenigstens das Zitat wieder rein, damit das irgendwie einen Sinn ergibt.
    Also geneigter Leser, bitte diesen Beitrag gedanklich unter #10 einsortieren, dann stimmts wieder einigermassen :rotwerd:

    ".... Man muss leider befürchten, dass die genannten archäologischen Untersuchungen die Möglichkeit erschwert haben, einige der Probleme durch künftige Grabungen befriedigend zu lösen; denn eine unzulängliche Grabungsmethode hat wohl zur Freilegung sämtlicher (?) knapp unter der Erdoberfläche fassbarer Mauerzüge geführt, aber deren Zusammenhang mit den zugehörigen Schichten wurde dabei zerstört, so dass eine Deutung der Befunde gemäß der statigraphischen Methode in Zukunft große Schwierigkeiten bereiten dürfte..."

    Landesdenkmalamt Ba-Wü von 1991

    Sorry nochmal
     
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  15. Ingeborg

    Ingeborg Premiummitglied

    Es geht aber in dem vom Threadersteller erwähnten Machwerk in keiner Weise um solche Erscheinungen wie zerstörende Grabungen oder ähnliches. Ich zitiere mal auszugsweise den Text, mit dem der genannte "Verlag" dieses Erzeugnis bewirbt:





    Die angeschlagenen reißerischen Töne sind bereits nicht mit seriöser Information zu vereinbaren. Und genau seriöse Information ist auch nicht das Anliegen des Verlages, der in einer Abteilung "Verbotene Archäologie" von Bürgin über Däniken bis Sitchin alles mögliche verwurstet. Die oben erwähnten weiteren Kategorien plus Channeln, Geomantie, etliche 'Werke' mit verschiedenen angeblichen Krebstherapien etc etc ---- das verschlägt einem die Sprache.

    Zusammenfassend: dieses 'Lexikon' benannte Buch (mit 296 Seiten auch nicht gerade lexikonverdächtiger Umfang) ist alles andere als empfehlenswert, es verbreitet verschwörungstheoretischen Unfug und zu bedeuten hat der Begriff "verbotene Archäologie" realiter gar nichts. Abgesehen vom dahinterliegenden Gewinnstreben.
     
  16. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ich hatte beim Bundesheer einen Kameraden, der Stammleser des Kopp-Verlages war. Einmal habe ich mir einen Verlagskatalog angesehen. Eines der Highlights: Ein Buch, in dem behauptet wird, die CIA vertusche, dass sich in der Cheopspyramide ein altägyptischer Atomreaktor befindet...:rofl:
     
  17. tela

    tela Aktives Mitglied

    Das finde ich mit das faszinierendste an diesen Büchern. Dass es Leute gibt, die derlei Schwachsinn auch noch glauben. :nono:
     
  18. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Nicht nur das: Die Inhalte der verschiedenen Kopp-Bücher widersprechen sich anscheinend ja auch. Mein Kamerad aber glaubte einfach alles und verbrachte viel Zeit damit, die widersprüchlichen "Erkenntnisse" unter einen Hut zu bringen ...
     
  19. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    ist doch absolut naheliegend..... wofür sollte die Pyramide denn sonst auch gut sein?? :pfeif:
     
  20. tela

    tela Aktives Mitglied

    Stimmt. So einen Typ kenn ich auch (virtuell). Er ist begeisterter CK'er. Und glaubt da auch alles, was die Leute schreiben. Und das auch, obwohl sich die einzelnen Theorien widersprechen. Wobei bei ihm die Tendenz durchaus die ist: Je abgefahrener die Theorie, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er es glaubt. Bei Interesse an seiner Homepage PN an mich. Es ist unglaublich, was er da verzapft. Aber verlinken will ich die hier dann doch nicht.
     

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