Verschiedene Augen- und Haarfarben bei Europäern?

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von Idomenio, 19. Juni 2017.



  1. Idomenio

    Idomenio Neues Mitglied

    Verschiedene Augen- und Haarfarben meistens bei Europäern?

    Warum kommen unterschiedliche Augen- und Haarfarben, wie blau, grau und grün bzw. blond und rot, hauptsächlich bei ethnischen Europäern und in ihrem Diaspora vor, während die meisten anderen Leute i.d.R. schwarze Haare und braune Augen haben?

    Im Nahen Osten findet man verschiedene Farben viel seltener. Ähnlich in Lateinamerika und dort haben die meisten Menschen mehr oder weniger europäische Abstammung durch Vermischung.

    Australische Aboriginals und Melanesier sind meistens brünett und oft blond, die Augen sind jedoch immer braun.

    Die einzigen mir bekannten Schwarzen mit hellen Augen- und Haarfarben, sind Afroamerikaner, und diese verfügen zu etwa 20% über europäische DNS.

    In Ostasien kommen andere Augenfarben außer braun und hellere Haare nur vereinzelt und in bestimmten Ethnien vor, z.B. bei Hmmong und Mongolen (Genghis Khan war rothaarig und grünäugig).

    Ursprünglich hatten alle Menschen schwarze Haare und braune Augen, bis es zu Mutationen kam, aber weshalb fanden diese in Europa viel öfter statt bzw. haben sich stärker durchgesetzt als anderswo?
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2017
  2. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Weil wir pigmentell benachteiligt sind?
    Weil die Lebensräume für größere Menechenmengen in Europa wegen des Golfstroms weiter nach Norden gehen als anderswo?
    Weil die Lichteinstrahlung dadurch ein geringeres Problem war?
     
  3. Maglor

    Maglor Aktives Mitglied

    Mit der Anpassung an das Klima kann die Vielfalt nicht zu erklärt werden.

    Die verschiedenen Augenfarbe bringen keinerlei praktischen Vor- oder Nachteile. (Ausnahme bildet die Augenfarbe Rot bei Albinismus, die Sehschwächen begünstigt.)
    Lediglich im Ostseeraum (Skandinavien, Norddeutschland, Polen, Baltikum) ist eine Mehrheit der Bevölkerung blond- und blauäugig. Die Ursache hierfür ist unbekannt. Dunkelbraune Haare und helle Augen kommen auch noch in den Subtropen vor, z.B. Nordafrika und Mittlerer Osten. Ausgerechnet die Ureinwohner der asiatischen und nordamerikanischen Arktis haben schwarze Haare und dunkle Augen. Der Polymorphismus der Haar- und Augenfarben ist keine Anpassung an das Klima und die Sonneneinstrahlung. Der Schwerpunkt des Polymorphismus ist eindeutig Europa.

    Polymorphismus ist eines der letzten Rästel in der Evolutionstheorie. Geografische Variationen kann man noch ganz gut erklären, aber warum in einer Population so viele verschiedene Varianten nebeneinander vorkommen, ist ungeklärt.

    Vielleicht hilft auch ein Blick ins Tierreich. Beim Weißhandgibbon kommen zwei unterschiedliche Farbmorphen vor. Beim Menschen würde man das Spektrum als blond, brünett, rot und schwarz bezeichnen. Es handelt sich hierbei nicht um geografische Unterarten. Die Farbmorphen kommen bei allen Unterarten vor.
    Bei manchen Primaten gibt es einen Polymorphismus bei Haarfarben, bei anderen nicht. Alle Orang-Utans sind rothaarig und alle Schimpansen sind schwarzhaarig. Bei Menschen und Weißhandgibbons ist die Sache jedoch kompliziert.
     
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  4. Idomenio

    Idomenio Neues Mitglied

    Kann das eventuell mit sexueller Selektion zusammenhängen? Manche glauben, dadurch, dass Europa während der Eiszeit unwirtlich gewesen ist, waren Männer lange unterwegs, um Nahrung zu beschaffen. Dadurch gab es mehr Frauen als Männer und diese konnten sich eine Partnerin mehr oder weniger frei aussuchen. Dabei bevorzugten sie Merkmale, die als selten und exotisch galten, d.h. eben diese "neuen" Augen- und Haarfarben. Das erklärt ebenfalls, warum die Farben auch bei Nahostlern oft vorkommen, wenn auch nicht so häufig wie bei Europäern, und Australische Aboriginals meistens braune und manchmal blonde Haare haben, weil diese Gebiete größtenteils Wüste sind und es durch die Unwirtlichkeit des Lebensraums nach der These zum "Männermangel" kam.

    Diese These hat jedoch ein paar Probleme. Erstmal geht man davon aus, dass die Menschen alle bzw. primär monogam gewesen und traditionellen Geschlechterrollen gefolgt sind, was zu bezweifeln ist, gerade in der geschilderten Situation. Außerdem hätten diese neuen Augen- und Haarfarben nur solange als selten/exotisch und damit begehrenswert gegolten, solange sie in der Population noch in der Minderheit waren. Es erklärt also nicht, wie dadurch, wie von dir angesprochen, diese Eigenschaften zur Mehrheit im nördlichen Europa wurden. Und in anderen kalten und unwirtlichen Regionen, wie Sibirien und der amerikanischen Arktis, sind die Augen und Haare der Leute immernoch meistens schwarz bzw. braun.

    Das es keine Vor- und Nachteile gibt, stimmt aber nicht. Meines Wissens nach kann man mit blauen Augen besser bei Dunkelheit sehen, wird jedoch leichter geblendet, bei braunen ist es andersrum. Einen Zusammenhang mit der Hautfarbe gibt es jedoch nicht. Helle Augen und Haare sind definitiv viel älter als helle Haut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. August 2017
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Da hast du sicherlich etwas falsch verstanden.
     

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