Verschollen in der Arktis

Dieses Thema im Forum "Fernsehtipps" wurde erstellt von El Quijote, 27. Januar 2015.

  1. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter


    Am 7. Januar 1913 sendet eine Funkstation auf Spitzbergen Hilferufe nach Deutschland. Polarforscher unter dem jungen Leutnant Schröder-Stranz sind im Packeis eingeschlossen. Ihr Ziel: die Durchquerung der Nordostpassage.

    Der Kaiser liebt diese Idee, verspricht er sich doch Vorteile für den deutschen Seehandel. Der Leutnant lässt sich mit drei seiner Männer auf dem Packeis absetzen, um auf dem Landweg die Westküste Spitzbergens zu erreichen. Hier sollte das Schiff, die "Herzog Ernst", auf sie warten. Doch Schröder-Stranz wird nie sein Ziel erreichen. Auf dem Weg zum verabredeten Treffpunkt friert dann auch noch das Schiff ein. Nun müssen auch Kapitän Ritscher und die anderen fünf Männer der Crew von Bord gehen. Ein Kampf um Leben und Tod gegen die klirrende Kälte beginnt. Um die Männer der größten Polarexpedition des Deutschen Reiches zu retten, machen sich zahlreiche Teams auf die Suche nach Leutnant Schröder-Stranz und seinen Männern - doch alle scheitern.

    Der international renommierte Meeresforscher Professor Dr. Hans Fricke will unbedingt herausfinden, was damals geschehen ist, will das deutsche Drama in der Arktis rekonstruieren. Dabei hat er weder Kosten noch Mühen gescheut. Auf drei Forschungsreisen unter Einsatz von Eisbrechern, Tauchbooten und Hubschraubern folgt er den Spuren der verschollenen Expedition.
     
  2. Bantelli

    Bantelli Neues Mitglied

    Mit dem genau gleichen Text wird für eine Sendung des NDR am Donnerstag, 18. Januar 2018 geworben.

    Aber „Die Welt“ schreibt bereits am 25.10.2005:

    Expedition zum nördlichsten Wrack der Welt - WELT

    Dem Meereswissenschaftler Hans Fricke vom Max-Planck-Institut in Seewiesen und dem Geomar-Forschungszentrum in Kiel ist es jetzt gelungen, mit dem U-Boot "Jago" den genauen Ort ausfindig zu machen, an dem die "Loevenskiold" gesunken ist. Außerdem entdeckte er den tatsächlichen Landeplatz von Schröder-Stranz vor der Küste Nord-Ostlands, bisher hatte man diesen an ganz anderer Stelle vermutet.

    Heute nun eröffnen die klimatischen Veränderungen für die Nordost- und Nordwestpassage ganz neue und sehr vorteilhafte Möglichkeiten. Die Durchfahrten werden großes wirtschaftliches Potential haben. Der traditionelle Seeweg von Europa nach Asien (Rotterdam–Tokio) durch den Suezkanal beträgt 21.100 Kilometer, der Weg durch die Nordwestpassage dagegen nur noch 15.900 Kilometer, und die Route durch die Nordostpassage ist mit nur 14.100 Kilometern Länge noch einmal fast 2.000 Kilometer kürzer.

    In der Schifffahrtssaison 2013 wurden 71 kommerzielle Fahrten durch die Nordostpassage gezählt, über siebenmal so viele wie 2010. Ein speziell dafür gebauter und nach Christophe de Margerie benannter Flüssiggastanker durchfuhr im Sommer 2017 erstmals die Nordostpassage ohne Hilfe eines Eisbrechers. Im September 2018 nahm die Venta Maersk als erstes Containerschiff dieser Größe und als drittes Frachtschiff überhaupt die Nordostpassage durch das Polarmeer ohne Eisbrecher. Obendrein vermeidet diese Streckenführung von Piraterie betroffene Gebiete wie die Gewässer rund um Indonesien oder am Horn von Afrika.

    Immer entsteht mit dem Vorteil auf der einen Seite ein Nachteil auf der anderen Seite gegenüber. Heute beschreibt die F.A.Z.die Befürchtungen des wichtigen Wirtschaftsstandortes Singapur für die Zukunft der längeren Südroute. Tommy Koh, Singapurs früherer Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen: „Wir sind einer der größten Häfen der Welt, und Entwicklungen der Nordroute können den Status und die Wirtschaftlichkeit unseres Hafens gefährden.“

    Eine 30 Prozent kürzere Verbindung zwischen Nordasien und Europa könnte nach Jahrhunderten den Blick auf die Welt vom Süden auf den Norden lenken.

    Nordostpassage – Wikipedia
    Nordwestpassage – Wikipedia
     

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