Was waren die wichtigsten Wendepunkt in der Geschichte der USA

Dieses Thema im Forum "USA | Kanada" wurde erstellt von Scipio D.J., 25. Oktober 2012.



  1. Scipio D.J.

    Scipio D.J. Neues Mitglied

    Hi Leute also wie ihr oben lest ,ist dies eine Frage die eine etwas weiter Ausführung verlangt.Um dies zu präzisieren ,möchte ich zunächst klarstellen,das diese Wendepunkt/Ereignisse zur Entstehung des heute gültigen Gesellschaftssystem in der USA beigetragen haben muss.(z.B.die Monroe-Diktrin usw.)
    Wie ihr aber bestimmt auch schon festgestellt habt ,ist dies ein Thema zu dem es viele unterschiedliche Meinungen und Einwände geben kann.

    Vielen Dank im voraus :winke:
     
  2. Conzaliss

    Conzaliss Neues Mitglied

    Ein ganz wichtiger Wendepunkt war die Präsidentschaft von George Bush jun.

    Seitdem ist das Ansehen der USA weltweit sehr tief gesunken...
     
  3. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Von wem? :D

    Ein Wendepunkt ist fuer mich der amerik.Buergerkrieg - ob man es nun an einem Datum wie die Wahl Lincolns, die Gruendung der Suedstaaten oder deren Kapitualation festmachen will, ist wohl eine Definitionsfrage.

    Gruss, muheijo
     
  4. Scipio D.J.

    Scipio D.J. Neues Mitglied

    Ich hätte vielleicht schon gerne eine genauere Beschreibung der wichtigsten Wendepunkte ,oder eine kleine Liste oder auch einen Verweis auf ein Buch .
     
  5. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Wie wær's, wenn du anhand des Wiki-Eintrages uns eine eigene Liste von Wendepunkten præsentieren wuerdest*, dann kommt sicher eine Diskussion in Gang:
    Geschichte der Vereinigten Staaten ? Wikipedia

    Gruss, muheijo

    * och menno, floxx hat's grad fuer dich erledigt. Glueck gehabt!
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2012
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  6. floxx78

    floxx78 Neues Mitglied

    Spaßeshalber versuche ich mich mal an einer kleinen Liste und wähle dabei tatsächliche "Wendepunkte" aus, die aber sicherlich exemplarisch für längerfristige Prozesse stehen können, die das Gesellschaftssystem der USA geprägt haben:

    - Die Landung der Mayflower (Kolonisation)
    - Die Unabhängigkeitserklärung(Amerikanische Revolution und Unabhängigkeitskrieg)
    - Die Verkündung der Monroe-Doktrin (frühe Außenpolitik)
    - Die Kapitulation der Südstaaten (Bürgerkrieg und Abschaffung der Sklaverei)
    - Die Einführung der Fließbandproduktion bei Ford (Industrialisierung)
    - Die Verkündung des Roosevelt-Corollaries (Hinwendung zum Interventionismus)
    - Der "Schwarze Freitag" 1929 (Große Depression und New Deal)
    - Der Angriff auf Pearl Harbor (Zweiter Weltkrieg)
    - Die Hinrichtung von Ethel und Julius Rosenberg (McCarthy-Ära und Beginn des Kalten Krieges)
    - Der Sputnik-Schock (Wettrüsten und atomare Bedrohung)
    - Der Montgomery Busboykott (Bürgerrechtsbewegung)
    - Das Massaker von My Lai (Vietnamkrieg)
    - Das Ende der Sowjetunion (Ende des Kalten Krieges und neue weltpolitische Stellung)
    - 9/11 ("Krieg gegen den Terror")

    Die Liste ließe sich sicher noch ergänzen.

    Am Schluss noch zwei Literaturhinweise:

    Ph. Gassert u.a.: Kleine Geschichte der USA kommt in dieser Rezension ganz gut weg: Philipp Gassert, Mark Häberlein, Michael Wala: Kleine Geschichte der USA. Stuttgart 2007. - H-Soz-u-Kult / Rezensionen / Bücher

    Als Einstieg in ein Thema lohnt meist auch ein Blick in die Beck-Reihe, das wäre dann hier: Horst Dippel: Geschichte der USA.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Oktober 2012
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  7. Rurik

    Rurik Neues Mitglied

    Ich persönlich sehe den Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812-15 als sehr wichtig für das Selbstverständnisgefühl der USA an.
     
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ja, und was den Spaniern ihr Numantia, den Israelis ihr Masada, das ist den Amerikanern ihr Alamo.
     
  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Kannst du das kurz begründen? Ich hab das Gefühl, dass seit 1917 die Bindungen zwischen beiden Entitäten im Vordergrund stehen, die Konflikte des 18. und 19. Jahrhunderts keine Rolle mehr spielen. Liege ich falsch?
     
  10. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Schöne Liste, die man jeweils an Wendepunkten festmachen kann.

    Ich überlege, wie man die Einwanderungswellen eingruppieren kann, denen es vielleicht an solchen Ereignissen mangelt?
     
  11. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt


    Sehr informative Liste, als Zusatz würde ich den Kriegseintritt 1917 in den 1.WK noch erwähnen.
    Immerhin wird hier das Basispotential der US-amerikanischen Kriegswirtschaft voll entfaltet und erkannt, was letztlich die USA hier schon unter die Weltmächte katapultiert.
     
  12. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ein paar Vorschläge, ohne die Vorgeschichte der USA (etwa Sklavenmarkt von Jamestown):
    - Alamo
    - Ende der Indianerkriege
    - Eingriff in den Europäischen Krieg 1917
    - Prohibition
    - Ermordung Kennedys
    - Wahl Obamas als erstem farbigen Präsidenten der USA

    In wie weit sind eurer Meinung nach San Francisco 1849 oder Klondike 1896 als Milestones of American History zu bezeichnen?
     
  13. zoka

    zoka Neues Mitglied

    Die Explosion auf der USS-Maine in 1898, der ‘Auslöser’ für den Spanisch-Amerikanischen Krieg, was schließlich die USA zu den ersten Weltmacht-Allüren verhalf.

    Der Abwurf der zwei Atom-Bomben darf auch ruhig genannt werden.

    Die Prohibition, bzw. die Wirtschaftskrisen find ich auch sehr wichtig, während die Ermordung Kennedys... ich weiß nicht... hat m.M.n. keine große Wende bedeutet. Aber die Mondlandung war sicherlich eine große Portion Schmeicheleinheit für das in Vietnam ramponierte Bewusstsein.
     
  14. floxx78

    floxx78 Neues Mitglied

    Ja, das ist wohl das Problem, wenn man wie hier versucht, Gesellschaftsgeschichte an bestimmten Ereignissen festzumachen. Das wird selbst exemplarisch nicht in allen Fällen überzeugend funktionieren, da immer auch längerfristige Entwicklungen eine bedeutende Rolle gespielt haben dürften. Ich wüsste auf Anhieb auch kein Ereignis, das beispielhaft für die Entwicklung des aktuellen Selbstverständnisses der USA als Einwanderungsland stehen könnte - jedenfalls kein arg konstruiertes.
     
  15. floxx78

    floxx78 Neues Mitglied

    Falls das Bewusstsein da wirklich schon so ramponiert war. Die erste Mondlandung fand zwar während des Krieges statt, jedoch vor der Berichterstattung über das Massaker von My Lai, die man vielleicht als Wendepunkt betrachten könnte, was die Ansicht der breiten Bevölkerung über den Vietnamkrieg angeht. Die Phase der Mondlandungen war dann auch vor Ende des Krieges schon wieder beendet.

    Dass aber die Mondmissionen auch neben dem Hintergrund des Vietnam-Traumas für das nationale Selbstverständnis wichtig waren, ist sicher unzweifelhaft und zeigt sich dann spätestens mit der Challenger-Katastrophe 1986 (die ich dann auch eher als Wendepunkt benennen würde, als die erste Mondlandung).
     
  16. floxx78

    floxx78 Neues Mitglied

    Das könnte man evtl unter dem Thema "frontier" fassen. Hier lässt sich evtl. eine Verbindung ziehen zu dem starken Stellenwert, den individuelle Initiative im Gegensatz zu staatlicher Kontrolle in der Geschichte der Gesellschaft der USA inne (gehabt?) hat.
     
  17. Rurik

    Rurik Neues Mitglied

    Stellvertretend möchte ich das Gefecht zwischen der USS Constitution gegen die HMS Guerriere am 19. August 1812 nennen. Dann die Eroberung der HMS Macedonian durch die USS United States am 25. Oktober. Weitere für die Vereinigten Staaten erfolgreiche Seegefechte folgten. Und das nach Trafalgar. Im Grunde ungeheuerlich. Zuvor wurden die USA durch England nur verächtlich und zur See gar nicht wahrgenommen.
    Natürlich gibt es auch die andere Seite, wie die Plünderung und das Niederbrennen der öffentlichen Gebäude in Washington durch die Briten. Auch die Blockade der amerikanischen Häfen, die sich für die USA ruinös auswirkten. Letztendlich betrachteten sich trotzdem die USA selbst als Sieger.
    Vor allem die siegreichen Seegefechte der US Navy, die hier ihre Feuertaufe erhielten, waren der Beginn von dem, was sie heute darstellt, die größte Seemacht der Welt.
     
  18. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Ich denke, für das us- amerikanische Bewusstsein spielt der Franzosen- und Indianerkrieg eine bedeutendere Rolle in der Entwicklung einer (us-) amerikanischen Identität sehen. Der Krieg von 1812-14 spielte vor allem eine entscheidende Rolle für die Entwicklung einer kanadischen Identität, mit der sich Anglo- wie Frankokanadier identifizieren konnten.
     
  19. Rurik

    Rurik Neues Mitglied

    Was haben die mit der US Navy zu tun?
    Der Ausgang des Gefechtes zwischen der USS Constitution und der HMS Guerriere war seinerzeit ungeheuerlich und rief in England einen Schock hervor. Das gelang sonst keinem. Weder den Franzosen, noch den... ich wage es kaum zu sagen... (Tecumseh alle Ehre) Indianern. Ab dem 19. August 1812 mussten die USA zur See wahrgenommen werden.
    Übrigens, die USS Constitution gibt es noch heute. Sie hat einen ähnlichen Symbolwert, wie die HMS Victory für die Briten. Sie ist noch voll seetüchtig und stach letztens, am 19. August 2012, zum 200. Jahrestag ihres Sieges in See.
     
  20. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Sicher hatte das einen symbolischen Wert. Danach versank das Thema Navy allerdings erneut, ebenso nach 1865.

    Bzgl. der Navy würde ich allerdings deren "Reconstruction" ab 1885 als einschneidendes Ereignis sehen. Eine "Blue water"-Flotte zu besitzen, war doch umstritten, folgte auch dem Manifest Destiny, und ließ Roosevelt mit der "White Fleet" 20 Jahre später, noch vor dem Ersten Weltkrieg, global auftreten.

    Dazu noch: Louisiana-Deal.
     

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