Was wir den Arabern verdanken

Dieses Thema im Forum "Der Islam und die Welt der Araber" wurde erstellt von Leopold Bloom, 13. April 2004.



  1. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

    Im Westen oftmals wenig bekannt, verdankt die "westliche"/christliche Welt einiges den Arabern. Als besonderer Anachronismus sei hier aufgeführt: Die Schriften Platons und Aristoteles als Mitgrundlage abendländischer Philosophie. Diese überlebten angesichts des christlichen Vernichtungssturms nur in der Bibliothek Alexandrias und dem abbasidischen Kalifat. Erst im 13. JH interessieren sich die Europäer wieder für ihr antikes Erbe.
     
  2. Titus_Livius

    Titus_Livius Gesperrt

    das Dezimalsystem und natürlich die Naturwissenschaft Astronomie; Medizin; Araber- Pferde und Berber- Pferde
     
  3. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

    Kettenhemd und Polospiel; Algebra und Logarhythmus
     
  4. Titus_Livius

    Titus_Livius Gesperrt

    Die Märchen aus "1000 und einer Nacht".
     
  5. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

    ....die sind persisch (wie auch Dezimalsystem, Algebra, Polo und Kettenhemd). Aber zu der Zeit zu ders entstanden ist war das "eins"....daher.....
    Also: Araber und Perserverdienste....
     
  6. askan

    askan Neues Mitglied

    Und die Kunst die feinstofflichen bzw. flüchtigen Bestandteile des Weins herauszuarbeiten. Al-Kohol heisst soviel wie "das Feinste" im Sinne von zart,flüchtig, kaum fassbar.
     
  7. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

  8. maxherbert

    maxherbert Neues Mitglied

    guten tag liebe freunde,
    guten tag leopold bloom,

    die naturwissenschaftlichen erkenntnisse arabischer wissenschafter in allen ehren.
    aber das kettenhemd ist leider keine arabische erfindung.
    die kelten haben bereit 400 vdz. diese hemden hergestellt.
    mit allerbestem gruß max
     
  9. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

    Hallo Maxherbert,

    Ist gut möglich, dass es die Kelten waren. Ich hab da seliges Vertrauen. Allerdings hab ich jetzt mal nachgeschaut und folgende Quelle in meinem bescheidenen Regal gefunden:

    Gerhard Schweizer: "Iran", S.83f (es geht um die Sassaniden, 3.-7.JH n.Chr.):

    "Ihre Krieger trugen eiserne Helme und Brustpanzer und darunter ein Kettenhemd (...). Diese Rüstung, ursprünglich schon von den Parthern [Anmerkung: Den Nachfolgern der Seleukiden] entwickelt (...) übernahmen später die Araber (...). (Diese) verbreiteten (dies) bis ins maurische Spanien."


    Ich meine damit: Wie weit hat sich das keltische Kettenhemd "verloren"? Ich will gern glauben, dass das die Kelten auch schon hatten, bzw. die ersten waren, allerdings ist die Tatsache, dass die Kreuzzügler mit selbigem ausrückten m.E. eher auf den arabischen Einfluß zurückzuführen.
     
  10. maxherbert

    maxherbert Neues Mitglied

    guten abend lieber leopold bloom,

    deine quelle steht dem sicherlich nicht entgegen.
    berücksichtigen wir, daß eine zeitspanne von 1.100 jahren dazwischenliegt,
    dann ist ein flächendeckender lernprozess sicherlich möglich.
    nun kenne ich mich bei den arabern kaum aus, aber wenn ich so an die
    diversen wechselseitigen stammesassimilationen zwischen kelten und germanen denke,
    könnte ich mir vorstellen, daß doch so das eine oder andere spätgermanische kettenhemd mitmaschiert ist.
    aber dieses ist ja auch nicht ereignisrelevant.
    mit allerbestem gruß max
     
  11. Titus_Livius

    Titus_Livius Gesperrt

    Die Kelten kannten das Kettenhemd schon um 200vuZ. Die Römer übernahmen es dann von den Kelten. Allerdings war es anfangs ziemlich selten im Gebrauch, da die herstellung der einzelnen Ringe sündhaft teuer war.

    Die Kelten sollen es es bei ihrem Asienzug dann dorthin mitgebracht haben.
     
  12. askan

    askan Neues Mitglied

    Es dauert über 2 Jahre um die Spezialwäsche anzufertigen.

    Die Kunst der Stahlveredelung kam über Spanien (Toledo) wieder nach Europa.
     
  13. Stormbringer

    Stormbringer Neues Mitglied

    Soweit ich weiss waren es die Araber die die bibliothek niederbrannten. Es gibt da zwar mehrere theorien. Aber ich halte diese für die wahrscheinlichste. Und wenn du vom christlichen vernichtungssturm redest bedenke das Ägypten schon Christlich war bevor die Araber kamen.
    Obendrein, man redet zwar dauernt davon wie hoch entwickelt die Araber waren. Aber ich wenigstens finde diesen anspruch ungerechtfertigt. Kannst du irgendeine bahnnrechende Arabische erfindung oder entdeckung nennen bevor die Araber die alten kultur räume der Griechen, Perser und Römer eroberten? Ich sehe es so das die Araber einfach deren entdeckung kopiert und auf Islamisch umgearbeitet haben. Schon der baustil der moscheen, ich finde die haben doch grosse ähnlichkeiten mit Römisch/ Griechischen bauten.
     
  14. Diogenes

    Diogenes Neues Mitglied

    Lieber Stormbringer,

    Es ist wieder mal ein typisch christlich abendländisches Phänomen, errungenschaften anderer Kulturen nicht akzeptiern zu wollen und zu hinterfragen.

    Ich möchte aber ein paar Dinge klarstellen:

    1. Die Ägypter sind zwar (wie Du richtig gesagt hast) Christen gewesen, aber trotzdem Araber gewesen. Ich finde es einfach falsch zu sagen Araber = Moslem, das ist nicht so! (hat nichts mit geographischer Einschränkung zu tun) Genauso ist es mit dem Begriff "Semit" (besser bekannt "Antisemitismus")...viele Palästinänser regen sich über diese einschränkung auf die Juden mächtig auf, das Palästinenser ganuse Semiten sind wie die jüdische Israelis....aber das macht jetzt nichts zum Thema, wollte das nur mal klarstellen.

    2. Es WAR nun einmal so dass der Orient während des "dunklen" europäischen Mittelalter um Jahrhunderte voraus war. Als die Europäer in Ihrer eigenen Scheisse badeten, waren die Araber (natürlich geprägt durch den Islam) führend in der Medizin, Astronomie, Mathematik, (wie bereits zuvor alles in anderen Statements beschrieben wurde) aber auch Konditoreien (z.B. das Croissant was übrigens einen Halbmond darstellen soll), das Gerberhandwerk (zumindest war es eine für die damalige Zeit sehr moderne Methode der Gerberhandwerks),

    Der vielleicht größte Vorteil der Arabischen Kultur war die Sprache: Die Arabische Sprache war eine Verkehrssprche wodurch alle die möglichkeit hatten Zugang zu Schriften, Literatur, Aufschriebe über wissenschaftliche Errungenschaften zu erlangen. Ganz im Gegenteil in Europa, wo sämtliche wissenschaftliche Schriften auf Latein verfasst waren, wodurch nur gebildete Leute diese Schriften lesen konnten.
    Ganz besonders Interessant war die arabische Aufgeschlossenheit gegenüber fremden Errungenschaften....erst mit dem Aufstieg der Osmanen und dir Bedrohung der Mongolen gind die Blütezeit des Orients zuende!

    Ich würde aber nicht sagen dass die Araber nur kopiert haben. Sie haben bestimmte Errungenschaften als Grundlage genommen und darauf aufgebaut...aber ist das nicht immer so???
     
  15. manganite

    manganite Neues Mitglied

    Ja das ist immer so! Fortschritt ist ein Kette von Ereignissen. Niemand schaft Dinge aus dem Nichts...
     
  16. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied



    Im großen Ganzen kann ich mich Diogenes anschließen. Araber sind nicht gleich Muslime. Es gibt genauso gut christliche Araber so wie es moslemische Spanier gibt.

    Dann zum Thema, Araber hätten keine Erfindungen/ Entdeckungen gemacht.....korrekt müsste es heißen: Araber und Perser, respektive im Sog der Begründung des Islam....
    Zu allererst sei einmal erwähnt, dass die abendländischen Philosophen Griechenlands und Roms allesamt untergegangen wären. Damit hätte nie die Aufklärung in dieser Weise stattfinden können. Gerettet wurden diese Schriften von Muslimen, nicht von Christen. Zum anderen war die arabisch-moslemische Welt des von uns so titulierten Mittelalters der westlich-christlichen haushoch überlegen.
    Vermutlich wirst du mit Namen wie Ibn Sina oder Firdausi in deiner Ignoranz gegenüber anderen Kulturen nichts anfangen können. Wenn du aber mal googeln gehst, wirst du finden, dass (nicht nur diese beiden) auch abendländische Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler nicht nur inspiriert haben....sie haben die Grundlagen geliefert. Genannt seien hier mal die Bereiche Literatur (mal Goethe gelesen?), Philosophie (mal den Namen Descartes gehört?), Medizin und gar das Christentum an sich (was glaubst du denn, wodurch Albertus Magnus oder Thomas von Aquin ihre Ideen herhaben?)....(Aufzählung unvollständig)

    Und welche Zahlen benutzt du denn wohl? Römische? Erst durch die Übernahme dessen, was wir heute als arabische Zahlen kennen aus Indien durch die Araber und die Einführung eines vernünftigen Dezimalsystems sind Rechnungen auf Papier überhaupt erst sinnvoll möglich.....

    Geh doch bitte mal Basisinfos einholen, ehe du derart polemische Posts bringst, die jeglichen Inhalt vermissen lassen und lediglich durch eine große unreflektierte Leere auffallen....
     
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  17. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

    Doch noch was:

    Ägypten fällt in den Jahren 639/640 und spätestens mit der Eroberung Alexandrias im Jahre 642 ist Ägypten vollständig islamisch (mal von den Kopten abgesehen). So viel zum Thema ägyptische Christen und die Vernichtung von philosophischen Schriften durch Christen bzw. deren Rettung durch Araber.


    Übrigens mal den Namen der größten und mächtigsten Stadt des Mittelalters gehört? Hat seinerzeit die größte Bibliothek beherbergt und diverse Universitäten gehabt....Nein, nicht Paris und auch nicht Köln oder Rom. Bagdad. Von solcher Größe, Macht und Einfluß konnten die Europäer damals nur träumen.....
     
  18. Konradin

    Konradin Gesperrt

    Was wir den Arabern verdanken...
    Nun ja... wir "verdanken" ihnen z.B. auch, daß uns die Heilige Stadt - Jerusalem - 1244 auf ewig verloren ging :motz: .
     
  19. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied


    ....die Juden und Muslimen genauso heilig ist....sag mal wo lebst du denn? Noch ne Reconquista gefällig oder willst du lieber wieder kreuzzügeln? Vielleicht täten ein paar Schlucke aus dem Becher der Realität gut.
     
  20. Konradin

    Konradin Gesperrt

    Wieso wird hier denn der Islam über das Christentum gestellt?
    Das ist doch merkwürdig, zumal wir doch im christlichen Kulturkreis leben.
    Desweiteren bedauert der Papst noch heute den Verlust der Heiligen Stadt, die erst unter islamischer, dann unter türkischer Herrschaft litt.
    Das Ziel fast jeden Kreuzzuges war es doch, diese Stadt aus der Hand der Muslime zu befreien, und sie wieder in die Obhut der Christenheit zu stellen - Tausende starben dafür!
    Wie kann man also so vermessen sein, und ernsthaft indirekt behaupten, sie stünde den Christen nicht zu?
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juli 2004

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