SPielt aber beides eine Rolle. Ich streite es ab, daß alle Auxiliareinheiten den gleichen Sold bekamen, sondern nach Stand und Verwendung.
Und wen die Soldaten viel zu Plündern hatten, hatte die Einheit schon einige Kriege hinter sich und ihr geht es gut, bzw. hat einen höheren Stellenwert.
Da hast du auch recht, längst nicht alle Auxiliare bekamen den gleichen Sold.
So miles cohortis zu Zeiten Caracallas pro Jahr 3000 Sesterzen, ein eques cohortis aber schon 3600, was sich jedoch mit erhöhten Abgaben wieder ein wenig runter reguliert.
Ein eques alae aber, also aus einer richtigen Reitereinheit, bekam bereits 4200, obwohl er vom Rang her nicht höher stand.
Zum Vergleich, ein Mmiles legionis bekam 3600, ein eques legionis (von den 120 Legionsreitern) 4200, also gleichwertig mit den Reitern.
Ich habe leider noch keine Preise über Bögen gefunden um einen Vergleich zu ziehen. Ich wage aber zu bezweifeln, daß er billig war. Ich habe selber schon eine segmentata gebaut und ich habe "versucht" einen Kompositbogen zu bauen. Ich kenne die Arbeitsunterschiede. Gut ich mußte die Bleche nicht ausschmieden

Und eine Segmentata ist wirklich nicht schwer in der Herstellung.
Ich habe auch nicht behauptet das sie billig im Sinne von preiswert waren.
Während aber die Herstellung komplexer sein mag ist der Materialwert deutlich geringer.
Über die antiken Arbeitsschritte würde ich keineswegs äußern, das sie leichter sind. Ein erfahrener Handwerker kann problemlos die benötigten Messingteile der segmentata gießen. Gleiches gilt jedoch auch für etwa das verleimen der Bogenbestandteile.
Es ist die Erfahrung und die Kentnisse der nötigen Arbeitsschritte.
Und her mit den Quellen über die fabricae von Bögen!
Schlag bei Demandt nach, der läßt sich ein gutes Kapitel über die fabricae der spätantike und ihre Versorgungslage für das Heer aus.
Bei Helmen weiß man, daß sie mehrer Besitzer hatten, es überlebte ja nur jeder 4. die 25 Jahre

Die Ausrüstung wurde also durchaus danach wieder verkauft und kann durchaus bei guter Pfelge länger in Gebrauch sein.
Ein Bogen ist eine Sache, gerade in unseren Breiten fühlen die sich nicht so wohl, die wurden mit Fischleim geklebt, da nur er damals die Flexibilität hatte. Fischleim ist aber nicht sehr Wasserbeständig. Ich glaube, daß die so ein Klima nicht so lange mitgemacht haben. Und Klimawechsel macht denen auch zu schaffen. Außerdem ist so ein Bogen auch durch Transport schnell mal kaputt. Ist es zu warm kann er auch kaputt gehen. Einige Freunde von mir hatten dieses Frühjahr das Problem wo es so heiß war, da haben sich die Wurfarme verdreht. Ich bezweifle, daß der Bogen den Schützen die 25 Jahre begleitet hat. Und Entgegensatz zu den Afrikanern und Germanen (Welche damals garkeine guten Schützen waren) hatten die Bogenschützen aus dem Orient immer 2 Bögen dabei. Einer immer aufgespannt, der anderen Entspannt und im Wechsel.
1. Die Pflege macht nur einen Teil aus. Eine zerstörte Ausrüstung, wie in deinem "verstorbenen Szenario" ist eher unrentabel.
2. Der Rückgang in Staatsbesitz funktionierte nur bei mangelndem Erbe, also nur zu Zeiten in denen der Soldat nicht heiraten und seine Kinder nicht anerkannt bekam, was sich im 2. Jahrhundert aber bereits zu ändern begann.
Du hast meine E-Mail oder? Her damit!
Heute abend erwartet dich Post
1. Punkt für dich

2. Bis jetzt, schauen was die Forschung in Zukunft bringt.
Ganz ehrlich, mich würde jetzt ein Fund auf Auxiliarkastellboden der die gesamte Lage umwirft extrem überraschen. m.W. ist ein großer Teil der Auxiliarkastelle Britanniens und des Limes bereits gut durchleuchtet.