Ich weiß nicht, worauf du dich da beziehst, aber ob solche Versuche was taugen hängt natürlich durchaus davon ab, ob mit originalen Werkzeugen und vergleichbaren Steintypen gearbeitet wurde. Ob es solche Versuche in Richtung Experimentalarchäologie gibt, weiß ich nicht, dafür bin ich nicht weit genug drinn in der Materie.Reentactments haben ergeben, dass ein Team von 12 etwa einen Stein pro Tag brechen kann. Ich schätze, dass ein Profi etwa 5 solcher Teams anleiten könnte.
Es geht ja nicht nur um's Herumklopfen. Der Stein muss ja aus dem Felsmassiv herausgebrochen (mit irgendeiner Form von Stemmhölzern/Hebeln) und erstmal und irgendwie bei Seite geschafft, dabei idealer Weise umgedreht werden, um auch die Unterseite bearbeiten zu können.Natürlich braucht man Profi-Steinmetze, die den Stein 'lesen' können und die Linien erkennen, entlang derer er gespalten werden kann. Das Herumklopfen an der richtigen Stelle nach einer solchen Anleitung lernste in einer Woche.
Ich würde mal darauf tippen, dass dabei das Meiste schiefgehen kann.
Den Hebel an die falsche Stelle gesetzt um den Block aus dem Massiv zu trennen und der aufgewandte Druck holt den Block nicht einigermaßen sauber aus dem Massiv heraus, sondern zerbricht ihn.
Auch für diese Art Aufgaben, wie überhaupt für das Maßnehmen, wird man leute mit Erfahrung benötigt haben.
Letztendlich ging es mir aber weniger um den Spezialisierungsgrad der Steinmetze, als darum, dass es wahrscheinlich wegen der Wasserstände und der dadurch diktierten Zeitfenster für den Transport, einfach Sinn ergeben hätte die Steinbrüche ganzjährig, mit weitgehend stehendem Personalstamm zu betreiben, was dann aber von der Betriebsweise der eigentlichen Baustelle abweichen würde.
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Was die Wasserstände angeht, würde ich rein intuitiv sagen, dass es wohl am sinnvollsten gewesen wäre, die Blöcke bei vergleichsweise hohem Wasserstand den Nil hinunter in Richtung Baustelle zu bringen, weil in diesem Fall beim Entladen der tonnenschweren Blöcke weniger Höhenmeter überwunden werden müssten, als bei niedrigen Wasserständen.
Der Gedanke würde also dahin gehen die Steinbrüche so laufen zu lassen, dass am Anfang von erwartbaren Hochwasserperioden möglichst viele transportfähige Blöcke auf Halde liegen um weggeschafft werden zu können, während es dementsprechend sinnvoll gewesen wäre in Perioden mit niedrigen Wasserständen die Halden wieder zu füllen.
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