1. und 2. industrielle Revolution

Dieses Thema im Forum "Die Industrielle Revolution" wurde erstellt von honigschlumpf, 24. Januar 2008.

  1. honigschlumpf

    honigschlumpf Neues Mitglied

    Hallo!
    Im Geschichtsunterricht besprechen wir grade die industrielle Revolution.
    Jetzt haben wir 5 Aufgaben aufbekommen, mit denen ich bis auf einer wirklich gut zurecht kam.

    Meine Problemaufgabe lautet: Was die Unterschiede der 1. und 2. industriellen Revolution waren.
    Ich weiß damit überhaupt nichts mit anzufangen.
    Ich weiß zwar, dass bei der ersten Deutschland nicht richtig hinterherkam, was besonders den technischen Bereich betraf, jeoch bei der 2. sogar mit Amerika und England an der Spitze der wirtschaftlischen Geschehnisse stand.
    Aber das war's auch schon leider:(

    Kann mir irgendjemand Tipps geben, die mir die Unterscheidung der beiden Revolutionen vereinfacht?
    Ich wäre euch sehr dankbar!!!
     
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Vielleicht kannst du einmal etwas dazu ausführen, was ihr zu Charakterisierung der industriellen Revolutionen durchgenommen habt. Damit meine ich die technischen/produktionstechnischen Neuerungen.

    Ich frage deshalb nach, weil die Abgrenzung nicht ganz einheitlich gesehen wird.
     
  3. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    Was ihr als 1. und 2. Industrielle Revolution beschreibt, sind die sogenannten Kondratjew-Zyklen. Diese Zyklen beschreiben ein Modell aus der Wirtschaftslehre, wonach die Industrialisierung immer von einer anderen Technologie getragen wird, den sogenannten Leittechnologien. Dies führt zu Zeiträumen guter Konjunktur, in denen besonders Firmen profitieren, die die Leittechnologien anwenden.

    Schau dir mal den Link an. Er sollte dir weiterhelfen.
     
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  4. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Die Kondratieff-Zyklen sind nicht umumstritten, die Hauptkritik ist in dem link hierunter zusammengefaßt:

    "Eine Betrachtung historischer Wachstumsphasen, die sich mit evolutionär aufeinander aufbauenden Schlüsseltechnologien in Verbindung bringen lassen, erfordert nicht zwingend die Annahme eines regelmäßigen Zyklus."

    Ich habe die Frage so verstanden, das es nicht um die wirtschaftstheoretische Betrachtung von langwelligen Konjunkturzyklen (also deren Erklärung), sondern um die jeweiligen ökonomischen Folgen der breiten Anwendung von Innovationen mit Auswirkung auf Produktionspotential und Fertigungsverfahren geht.

    Das zielt auf nur die Frage der Anwendung, also einer industriellen "Revolution".
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_industrielle_Revolution

    Die Abgrenzungen werden unterschiedlich vorgenommen, wie hier zu sehen ist. Daher die Frage, was dazu bereits durchgenommen worden ist.
     
  5. honigschlumpf

    honigschlumpf Neues Mitglied

    Danke, für die schnellen Antworten.
    Ich bin grade mal schnell die Links durchgegangen und da ist auf jeden Fall viel brauchbares Material drinn.
    Nochmals danke:winke:
     
  6. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    @Silesia

    Ein interessante Interpretation des Begriffs. Mir war er so noch nicht bekannt!

    Als Lehrer tippe ich aber eher darauf, dass sich die Frage auf das 19. Jahrhundert bezog. Die Lehrpläne behandeln das Thema Industrielle Revolution meist in der Klasse 9, wenn das ganze lange 19. Jahrhundert behandelt wird (1789-1918). Eine Schlüsselthema ist dabei der Vergleich England-Deutschland mit den Leitfragen: Weshalb begann die Industrielle Revolution ausgerechnet in England? Wieso konnt Deutschland nach 1820 so schnell zu England aufschließen und die Inselnation schließlich sogar überholen.
     
  7. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das dachte ich mir :winke:

    Dann sind aber die Technologiesprünge in der Produktion völlig ausreichend.

    Ich würde auch Schumpeter dem guten Kondratieff als Erklärungsansatz vorziehen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Schumpeter
    http://www.schumpeter.info/Edition-Lage.htm
     

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