1942: Die (angebliche) Falle von Midway

Dieses Thema im Forum "Der Zweite Weltkrieg" wurde erstellt von HolgerXX, 28. September 2010.

  1. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Da unterschätzt Du aber gewaltig den militärischen Wert, symbolischer Aktionen.
     
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Keineswegs.

    Du gehst allerdings unverändert von zwei Missverständnissen aus:

    a) der Doolittle-Raid war nicht die einzige Aktion, sondern es gab eine Serie gleichartiger Aktivitäten, deren Wirkung nach den japanischen Quellen gleichwertig war.

    b) MI/AF war nachweislich vor, nicht nach Doolittle angesetzt.
     
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Zwei Nachträge zu neuerer Literatur:

    Peter Donovan/John Mack, Code Breaking in the Pacific, 2014
    (Enthält neben der Midway-Situation auch die Phase vor Pearl Harbor)

    Jourdan: The Search for the Japanese Fleet - USS Nautilus and the Battle of Midway, 2015
    (detaillierte Beschreibung zum Aspekt des "Intelligence")

    Mit freundlicher Genehmigung der NSA:
    https://www.ibiblio.org/hyperwar/PTO/Magic/COMINT-CoralSea/index.html

    Parker, A Priceless Advantage: U.S. Navy Communications Intelligence and the Battles of Coral Sea, Midway, and the Aleutians, 2001.

    Oder für Mutige direkt als pdf von der NSA-Seite:
    https://www.nsa.gov/about/cryptolog...ons/wwii/assets/files/priceless_advantage.pdf
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Oktober 2018
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  4. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  6. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Offenbar ist eine größere Expedition im Seegebiet der Midway-Schlacht unterwegs.

    Nachdem vor zwei Tagen das (Haupt-)Wrack des japanischen Trägers Kaga entdeckt worden sein soll, ist heute das Akagi-Weack gemeldet worden.
    VIDEO: Wreck Discovered of WWII Japanese Carrier Key to Pearl Harbor Attack - USNI News
    Sunken carrier Akagi found in Pacific Ocean | NHK WORLD-JAPAN News

    Zweiter Weltkrieg im Pazifik: Tiefseeforscher finden Wrack aus der Schlacht von Midway - SPIEGEL ONLINE - Wissenschaft
     
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  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ist das ggf. Promotion für den neuen Emmerich-Film? Von dem was ich da bisher gesehen habe, erinnert der von der Ästhetik her an Pearl Harbor von Bay (mit Afleck); angeblich soll der Film Midway sowohl aus der amerikanischen als auch aus der japanischen Perspektive zeigen, was ich jedoch bisher gesehen habe (irgendwo im Fernsehen, wahrscheinlich heute journal) schien mir doch sehr USA-zentrisch zu sein: Amerikanische Einzelschicksale werden gezeigt, japanische nicht. Ist natürlich nur eine Einschätzung aufgrund von anderthalb Minuten Filmvorstellung im Kulturteil einer Nachrichtensendung. Ich seh den Film dann, wenn er in zwei Jahren im TV läuft ;)
     
  8. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das wird der Zusammenhang sein. Sicher ist das gesponsert.
     
  9. corto

    corto Aktives Mitglied

    Schade das sie nicht wie bei Letter from Iwo Jima und Flags of our Fathers die Sichtweisen in jeweils eigenen Filmen gedreht haben...

    Noch so einen Afleck-boomboom-bay Streifen braucht doch niemand.
     
  10. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Wir wollten auch keine Werbung für ein BumBum machen, eigentlich ging es um Ereignis und Fund der Wracks.
     
  11. hatl

    hatl Premiummitglied

    Nach Toland (The Rising Sun) war es ungefähr so,
    ... dass Yamamato weniger am winzigen Inselchen (eigentlich sind es zwei) interessiert war, als an einem Anlass ein Eingreifen eines Teils der US-Navy zu provozieren, um diesen dann mit der angenommenen Überlegenheit der eigenen Kräfte zu besiegen.
    Im wesentlichen haben sich die USA auf diese "Falle" eingelassen, allerdings mit weit größeren Kräften als von der Gegenseite erwartet.
    Während die Japaner glaubten ihr Marinecode sei nicht zu knacken, brauchten die Amerikaner jeweils nur wenige Tage um selbst ein Code-Wechsel zu überwinden. Waren also über Absichten informiert, und nicht nur per Funkpeilung über Standorte informiert, falls denn einer funkt und zugeordnet werden kann.

    Die US-Navy war wohl auch besser mit Radar ausgestattet, und ein US-Träger konnte, gemäß dieser Quelle, Angreifer auf ca. 75 km erkennen (das macht ca. 20 min Vorausschau), während japanische Träger diese Technik nicht hatten.
     
  12. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Toland erzählt viel, und phantasiereich.

    Zum japanischen Radar siehe oben #34.
     
  13. hatl

    hatl Premiummitglied

    Danke, das hatte ich überlesen.

    Was den Toland angeht ist er wohl ziemlich an der Grenze zur Unterhaltungsliteratur.
    (Wie thane schon andernorts anmerkte)
     
  14. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Er hat so seine Macken und ist natürlich vor allem mittlerweile auch ziemlich überholt. Wie gesagt, nützlich als Überblickspanorama. In einzelnen Einlassungen eher mit Vorischt zu genießen.
     

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