Adenauers Außenpolitik

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von AlenaSorojova, 27. Juni 2019.

  1. Ich hätte mal eine allgemeine Frage zu Adenauers Außenpolitik und eure persönliche Meinung dazu. Denkt ihr sein Verzichten auf die Wiedervereinigung war wirklich notwendig? Oder wäre es schneller zur Wiedervereinigung gekommen, hätte er eine Politik ähnlich der von Willy Brandt ausgeübt?
     
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  3. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Er hat nie verzichtet. Wo sollte er derartiges formuliert haben? Er setzte andere Prioritäten, die realpolitisch diktiert wurden.

    Ansonsten wurde das Thema gerade diskutiert. Bitte einfach mal suchen.
     
  4. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    Adenauers Außenpolitik war brandgefährlich
    1.) auf Unverständnis bei den Westalllierten stiess es, dass Adenauer die Verfügungsgewalt über A-Waffen forderte, das Land, das vor gerade mal 10 Jahren mit großen Opfern niedergekämpft worden war.
    2.) Ebenfalls auf Unverständnis stieß es, dass Adenauer nicht nur 1 x als Reaktion auf den Mauerbau 1961 den Einsatz taktischer Atomwaffen von den USA gegen die CCCP forderte, entweder über der Ostsee (against no target) oder über einem Truppenübungsplatz der CCCP in der DDR
    3.) Adenauer hat die Chancen einer Wiedervereinigung schon 1954 vor und nach Stalins Tod nach Kräften torpediert. , auch heute noch wird wortreich behauptet, die Stalinnoten seien sowjetische Propaganda gewesen. Adenauer wollte sein Spielzeug und das hieß Bundeswehr.

    Dieser Mann hat sich wirklich nicht um Deutschland verdient gemacht. er lebte in seiner engen klerikalen Rheinwelt
     
  5. hatl

    hatl Premiummitglied

    @nefteta
    wäre es nicht das Mindeste zu erwarten, dass du wenigstens eine deiner zahlreichen Behauptungen in irgendeiner Weise belegst?
     
  6. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Darf ich mal fragen, welche reale Chance das gewesen sein sollte? Das Stalin zu einer Wiedervereinigung unter der Bedingung der Blockfreiheit eines wiedervereinigten Deutschlands, seine Zustimmung gegeben hätte, halte ich gar nicht mal für unwahrscheinlich, weil die von der Sowjetunion besetzte Zone, abzüglich der Polen und der SU zugeschlagenen Gebiete wesentlich kleiner, bevölkerungsärmer, durch weitgehende demontagen nach dem Krieg wirtschaftlich zunächst mal ziemlich leergeräumt war über keine Positionen von strategisch überragender Bedeutung verfügte und abseits von ein paar Braunkohlevorkommen in der Lausitz auch über keine nennenswerten Bodenschätze.

    Die Bundesrepublik oder vorher die Westsektoren verfügten über mehr Fläche, eine 3 mal so große Bevölkerung, sie stellte die Landverbindung zwischen den westeuropäischen NATO-Partnern und Dänemark, verfügte mit Hamburg und Bremerhaven/Bremen immerhin über zwei bedeutende Handelsumschlagplätze zur See, über die Kohlevorkommen an der Ruhr, an der Saar und im Aachener Revier, außerdem war die Wirtschaft hier weniger demontiert und mit US-amerikanischer Hilfe gerade wieder in Schwung gebracht worden.

    Wäre ich Stalin gewesen, hätte ich unter diesen Umständen der Wiedervereinigung auf jeden Fall zugestimmt, weil ich dadurch deutlich weniger verloren hätte, als die Westmächte und sich das Kräftegeleichgewicht in Europa somit zu meinen Gunsten verschoben hätte.
    Warum noch gleich, sagtest du, hätten die Westmächte deren Vorbehaltsrechte weiterhin in Kraft waren in Erwägung ziehen sollen, auf einen solchen Vorschlag einzugehen?
     
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  7. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    Rechte der Westallierten wären in Verhandlungen geklärt worden, es ging den Westalliertten um die militärische Einbindung eines.zuverlässigen Partners mit der Osterfahrung seines Generalstabes als Speerspitze, Festlandsdegen hieß es wohl . gegen die CCCP den Fachleuten hier ist sicher die Aktion action unthinkable bekannt, zwar nicht ausgeführt aber mit SS-Ver bänden zum 1, Juli 1945. Und die Westallierten benutzen einLand, dessen Staatsdoktrin der Antikommunismus war, nicht zuletzt aufgrund von 1000 Jahren Propaganda und der mangelnden Schuldeinsicht, warum man sich in Russland blutige Nasen geholt, das halbe Land verloren hat (die armen deutschen Frauen).

    Die Latte für eine Wiedervereinigung wurde immer höher gelegt wurde, Stalins Nachfolger auch freie Wahlen akzeptiert hatten,
    Was ist denn verwerflich daran, die Kröte mit freien Wahlen zu schlucken, wenn das Land, das das eigene innerhalb weniger Jahre überfallen hat, zu neutralisieren, Auch mit der Zubilligung einer Armee. ?

    Hatte nicht Berija bei einer ZK Sitzung zur Verwunderung Malenkows und Bulganins die DDR zur möglichen Disposition gestellt ?
     
  8. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Ah ja. Die Rechte der Westalliierten wären in Verhandlungen geklärt worden. Warum genau sollten die sich zu solchen Bedingungen noch gleich darauf einlassen?
    Aus den oben genannten Gründen war die Bundesrepublik als teil des eigenen Machtbereis vergleichen mit der DDR mal mindestens das Doppelte bis Dreifache wert.
    Folglich hätten die Westalliierten es unter umständen akzeptabel gefunden, hätte Stalin noch den Rückzug der Sowjetunion aus der Tschechoslowakei und Polen oben drauf gelegt.
    Warum aber hätten die Westalliierten einem Deal zustimmen sollen, der wie oben ausgeführt am Ende zuforderst Stalin und der UdSSR genutzt hätte?
    Kommt dazu noch eine in irgendeiner Form sinnvolle Erklärung oder nicht?
    Wenn sich kein Beleg dafür findet, dass die Westmächte aus welchem grund auch immer zugestimmt hätten, ist die Behauptung Adenauer hätte durch seine Politik die Wiedervereinigung blockiert, schlicht obsolet, denn ohne Zustimmung der Westmächte, war eine Wiedervereinigung ohnehin illusorisch.

    Um von "Operation Unthinkable" schonmal was gehört zu haben muss man sicherlich kein CCCP-Fachmann sein. Übrigens zeugt dein Statement offensichtlich von Unwissen darüber oder von dem Versuch der Irreführung.
    Sonst würdest du hier ja auch anführen, dass Operation Unthinkable nie über den Rahmen einer von Churchill, Patton und anderen protégierten Operationsstudie hinaus kam, deren Planer zu dem ergebnis gelangten, dass das Szenario ohnehin undurchführbar sei, weswegen es fallen gelassen wurde.
    Insofern gab es da nichts, was man hättte ausführen können.

    Ja. Vielleicht solltest du aber auch dazu sagen, dass im Rheinland, in westfalen und in Bayern noch 1932 noch die demokratischen Parteien die Wahlkreise gewannen, während bereits der gesammte ach so antifaschistische Osten mit außnahme Berlins und Nordwestsachens tiefbraun waren, respektive die NSDAP jedenfalls die relative Mehrheit in den Wahlkreisen holte?
    Gehört zutr Wahrheit, meine ich auch dazu. Zeugt es eigentlich von besonderer Einsicht und freundlichkeit gegenüber der Sowjetunion, dass ein gewisser Ex-Feldmarschall Friedrich Paulus in der DDR Villa und Westkarosse zugestanden bekam, während das einfache Volk die Zeche des Krieges zu zahlen hatte?

    War es eigentlich besonders verdienstvoll im Namen des Antifaschissmus, dass zu Beginn des Aufbaus der SED en masse alte Nazi-Kader übernommen, verdiente Genossen aus dem Westexil allerdings untergebuttert wurden um die Durchsetzung der Moskauer Linie zu erreichen, wie in jüngerer Zeit etwa Andreas Petersen in "Die Moskauer" herausgestellt hat?
    So viel dann dazu.

    Ah. Es ist also schon eine Unverschämtheit, darauf zu bestehen, dass sich ein Volk seine Regierung selbst wählen kann? Junge, junge, starker Tobak.

    Dazu wie gesagt nochmal. Rechnen wir auf, was die beiden Blöcke im Rahmen einer hypothetischen Wiedervereinigung hätten abtreten müssen, ist klar, dass Stalins Ansinnen sehr einseitig war. Wäre ihm an einer Wiedervereinigung zu fairen Konditionen dem Westen gegenüber tatsächlich gelegen gewesen, hätte er sich um einen entsprechenden kompensatorischen Ausgleich bemüht und der hätte nur Rückzug der Sowjetunion aus Ostmitteleuropa heißen können.
    Ob man sein Gegenüber in krasser oder moderaterer Weise zu bescheißen versucht ändert am tatbestand selbst erstmal nichts.

    Ich weiß ja nicht, was für ein seltsames Verständnis von staatlicher Souverenität du hast. Die Wehrhoheit im eigenen Land und das Regierungssystem sind in einem Souveränen Staatswesen selbstredend alleinige und originäre Kompetenzbereiche des Souveräns, sprich des Volkes.
    Wenn also jemand von außen bereit ist hier etwas "zuzubilligen", zeigt er damit deutlich, dass er nicht im Traum daran denkt die Souveränität dieses Staateds anzuerkennen, denn ansonsten würde er ja nicht auf die Idee kommen, dass ihm eine Entscheidung darüber zustünde.

    Ah ja, Berija. Der NKWD-Chef der dermaßen zwielichtig war, dass seine eigenen Genossen ihn aus Angst lieber vorsorglich beseitigten. Sicherlich eine vertrauenswürdige Person, dazu noch mit Kompetenzen ausgestattet im Alleingang diktatorische Entscheidungen zu treffen und darüber hinaus bevollmächtigt für die Westmächte gleich mit zu unterschreiben.

    Allmählich beginnt der Unsinn wirklich Karussel zu fahren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Mai 2020
  9. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    Gehört eigentlich zum geschichtlichen Grundwissen, aber hier Baldt, die Bundeswehr ISBN 3 406 52792 2. S 58
    Für Adenauer wiesen machtpolitische Kathegorien den Weg in den Westblock. damit wurden die Denkmuster des Ostfeldzuges leichter akzeptabel



    652792-2,
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Gemeint ist sicher Detlef Bald, Die Bundeswehr, München 2005.
     
  11. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    @ Shinigami, du weisst viel aber alles nur halb, Auch brauchst Du Dich nicht zu Mutmaßungen über mein Souveränitätsverständnis hinreißen zu lassen
    Was hat der Aufenthalt von Paulus in der DDR mit Adenauers Außenpolitik zutun. MIR ist allerdings ein allimentierter Paulus lieber als ein Hans Globcke, Kommentator der Nürnberger Rassegesetze, Intimus Adenauers und Chef des Bundeskanzleramtes, oder ein BK Kiesinger, strammer Mitarbeiter bei Goebbels, oder Marinerichter Filbinger , Minister Oberländer unter einem CDU-Chef.
    Was hat das rechtslastige Wahlverhalten in Ostdeutschland mit dem Thema zutun ?

    Die moralische Zwielichtigkeit eines Berija hat doch nicht mit seinem Gedanken zutun, die DDR aus wirtschaftlichen Gründen zur Disposition zu stellen.
    Richtig erkannt , action unthinkable wurde abgeblasen . wegen "Undurchführbarkeit"Der Grundgedanke war aber da, Die Russen in ihre asiatische Steppe zurück zu jagen, wohin sie gehören. DAS ist Hitlerjargon Undurchführbarkeit bedeuten aber keine moralischen Bedenken, die Gebiter, die unter Opfern befreit worden sind, wieder mit Krieg zu überziehen. Wir können von Glück sagen, dass es in Moskau Verantwortungsvollere gegeben hat als Kanzler in Bonn, die nach Atomwaffen gierten.
    Du bist auch nicht voll informiert. Hier nördlich von Hamburg in Hasenmoor lagen bis Mitte 1946 auf dem Gelände des in den 80 Jahren geplanten Flughafens Kaltenkirchen intakte Wehrmachts und SS-Einheiten mit compl. Befehlsstruktur, zwar unter britischer Regide, aber in vollem Wichs
    Was sind "faire" Konditionen ? Die Westallierten hatten ihren Zonen ein politisches System übergestülpt, was sie für gut und richtig hielten, , Wenn aber die CCCP das in ihrem Einflussgebiet macht, was sie für gut und richtig hält ? Unverzeihlich.
     
  12. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    ja, t falsch. Schön ist es , korrigiert zu werden
     
  13. hatl

    hatl Premiummitglied

    Versteh ich nicht.
     
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  14. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    In dieser Hinsicht muss ich überhaupt nicht mutmaßen, Einblicke da hinein hast du schließlich selbst geliefert, wenn die die "Zubilligung" der Wahl der Regierungsform und der Wahrnehmung der Wehrhoheit durch den Souverän, für eine mildtätige Gabe dritter hälst.

    Gar nichts. Aber es stellt eine entsprechende Antwort auf deine Vorhaltung des "Uneinsichtigen" Westdeutschlands dar.
    Wenn man den Kommandanten von Stalingrad und einem der ausgemachten Lieblingsgeneräle Hitlers Apanage und Sekretäre zur Verfügung stellte, statt ihn als Kriegsverbrecher anzuklagen, während das einfache Volk knechten durfte, spricht das Bände sowohl über den "Antifaschismus", als auch über den "Kommunismus" in der DDR.

    Nunja, die Pendents zu den genannten Figuren wäre ja auch eher der Polizistenmörder Mielke und Komplizen, nicht wahr? Fakt ist einmal, dass die Abrechnung mit der Vergangenheit in der DDR bei weitem nicht so gründlich war, wie sich die Selbstsicht der DDR gerne herausnahm.

    Nun, wenn man dem uneinsichtigen westdeutschland vorwirft nicht ordentlich entnazifiziert zu haben, sollte man vielleicht einen blick auf die politische Karte werfen, wo Entnazifizierungen auf Grund des Ergebnisses freier Wahlen besonders notwendig waren, oder?
    Wenn man das tut, müsste einem auffallen, dass die Tatsache, dass Hitler nach 1930 noch einige Zeit von der Macht weggehalten werden konnte, vorrangig den Wahlergebnissen in Ober- und Niederbayern, so wie in Rheinpreußen geschuldet gewesen ist.
    Da du ja selbst an anderer Stelle mehrfach beschworen hast, dass die Deutschen Hitler gewollt hätten, mutet es hier etwas grottesk an, dass du auf einmal von denen, die Hitler tatsächlich gewählt haben, nichts mehr wissen willst, weil die nunmal mehrheitlich im Osten saßen, während du dem Westen mangelnde antifaschistische Haltung vorwirfst.
    Das ist nun ein wenig sehr schizophren, würde ich meinen. Hätte die Gesamtbevölkerung Deutschlands so gewählt, wie das Rheinland und der Löwenanteil von Bayern und Westfalen, wäre es zu keinem Hitler gekommen, sondern dann wären die demokratischen Parlamentsmehrheiten stabil geblieben.

    Seine mangelnde Qualifikation über solches allerdings machtpolitisch verfügen zu können sehr wohl. Das ist als wenn ich behaupten würde die Nazis seien prinzipiell russlandfreundlich gewesen, weil Ribbentropp sich seinerzeit seine "Kontinentalblock"-Phantasien zusammengeschustert und sie intern ventiliert hatte.

    Falsch. Sie wurde überhaupt nicht erst anberaumt. Es gab keine Etablierung entsprechender Kommandustrukturen, keine Dislozierung von Truppen in diesem Sinne, auch keine Wiederbewaffnung deutscher Kader zu diesem Zweck.

    Nein. Der Grundgedanke war mit dem, was die Sowjets da "Kommunismus" schimpften aufzuräumen und die Etablierung eines hegemonialen Übergewichts auf dem europäischen Kontinen zu verhindern.
    Koalitionen gegen eine aufstrebene Hegemonialmacht in Europa hat es immer gegeben. Ich verweise auf die Kriege Karl V. die von Frankreich gestützten und durchgeführten Interventionen im 30-Jährigen Krieg, Ludwig XIV, den spanischen erbfolgekrieg, die Revolutionskriege, die Kriege der Koalitionen gegen Napoléon und die Anti-Hitler-Koalition.
    Das für sich genommen ist nichts besonders, sondern dass, was die europäischen Mächte immer getan haben, wenn sie der Meinung waren, dass einer der Akteure zu mächtig wird.

    Wenn es welcher wäre, wärst es du, der ihn ins Spiel gebracht hat. Fakt ist, dass die Qualifikation der Russen als "Asiaten", wesentlich älter ist, als die Nazis es sind und nicht zuletzt in Russland ja selbst Identitätsdebatten geführt wurden und werden, ob sie sich nun für Europäer, Asiaten oder einen davon gesonderten Zustand halten.
    Insofern betrachteten die Nazis die Russen als Asiaten, die Slawophilen taten das allerdings in Teilen auch schon, insofern ist der Schluss, dass jemand der Russen als Asiaten betrachtet per se Nazi sein oder sich deren Jargon bedienen müsste, grober Unfug.
    Was das "in die Steppe zurückjagen" betrifft, so begann die asiatische Steppe für Adenauer ja bereits an der Elbe, wenn man sein Verhältnis zu Preußen bedenkt.
    Darüber hinaus, darfst du mir auch sehr gerne begründen, was nun falsch daran gewesen wäre, die unrechtmäßige Okkupation Osteuropas durch die Sowjetunion nicht zu dulden und dagegen vorzugehen?

    Meist du mit den Verantwortungsvolleren so Typen wie Stalin und Molotow, die durch ihr Zusammengehen mit Hitler (sicherlich eine sehr antifaschistische Tat) erst kräftig daran mitgewirkt hatten, den Schlamassel herauf zu beschwören? Die selben Typen, die die KPD seinerzeit instruiert hatten auf die Sozialdemokraten loszugehen und die Nazis gewähren zu lassen? Die selben Typen, die im eigenen Land Menschen nach Quoten erschießen ließen? Die selben Typen, die dafür zustündig waren, dass 3/4 der deutschen Exilkommunisten unter Vorwänden erschossen wurden oder in sowjetischen Gulags verschwanden, ein guter Teil davon auf Nimmerwiedesehen?
    Meist du die gleichen Typen, die unter anderem einen gewissen Kim-Il-Sung aufstachelten, gegen Süden loszuschlagen etc.
    Wahrlich verantwortungsvoll, wirklich.

    Zum einen darfst du das gerne bequellen, zum zweiten darfst du mir auch gerne erklären, was das mit dem Thema zu tun hat, schließlich wurde Unthinkable als Offensivplan ja bereits im Sommer 1945 aufgegeben, zumal Truman ohnehin von Beginn an dagegen war.

    So man zu einer Einigung zu kommen wünscht solche, die keine Seite übervorteilen. Wären die BRD und die DDR neutralisiert worden, hätte das eine eindeutige Verschiebung zu Gunsten der Sowjetunion ergeben.

    Wie gut, dass das die Sowjets nicht taten. Der Unterschied ist, dass das übergestülpte System im Westen den Präferenzen der Bürger weitgehend entsprach, welches der Grund dafür ist, dass es die Zeit überdauert hat, im Gegensatz zum Osten.

    Ich könnte jetzt zurückfragen:
    Wenn die UdSSR in ihrem Einflussgebiet machten, was sie für gut und richtig hielt, soll das richtig gewesen sein und wenn die Nazis das taten, war das unverzeihlich? Merkste wohl selbst.

    Der Unterschied besteht nicht in der Installation eines Systems, sondern in dem Freiraum, den die jeweiligen Vormächte den von ihnen kontrollierten Gebieten ließen.
    In Washington war man durchaus nicht glücklich darüber, als sich in der Bundesrepublik die sozialliberale Koalition abzeichnete, weil man dort der SPD und ihrer Meinung zum Thema Ostpolitik nicht über den Weg traute.
    trotzdem ließ Washington keine Panzer anrollen, um eine Änderung der politischen Verhältnisse zu verhindern, so wie die Sowjets das in ihrem machtbereich zu tun pflgeten.
    Das nur als Beispiel.
     
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  15. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Ich halte das für einen Spruch, den man Adenauer in die Schuhe geschoben hat.

    Götz Aly: Auch im Gedenken zerbricht Europa
     
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  16. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    Nein, das ist Originalton Gen Patton, nein, Adenauer schwadronierte im Fernsehen von DER MACHT DER JUDEN

    @schinigami: ich verkneife mir, im Einzelnen auf Deine Anmerkungen einzugehen,, es ist wirklich der Beweis Deiner Uninformiertheit, gut, der Eine kanns der andere nicht, wenn schon auf die action geantwortet wir, gehört es zum Wissen dass die action am 1.7.45 anlaufen sollte, das ist keine gedankliche Planung mehr, . das ist Kriegslüsternheit

    in Ostberlin und Prag rollten Panzer, das stimmt schon, dafür lassen die USA in vielen anderen Teilen der Welt ebenfalls Panzer rollen, wenn ihnen die Entscheidung des Souveräns nicht passt. oder anders gesagt, von Hitler lernen heisst siegen lernen, der eine hatte Gleiwitz der andere Tonkin, , siehe auch Grund der USA, den Irak anzugreifen.
    Das Du nicht auf Hans Globcke eingehst, ist mir nun nach Deinen statements durchaus plausibel
     
  17. nefteta

    nefteta Neues Mitglied

    Die Denkmuster des Ostfeldzuges bestanden einfach zusammengefasst in 4 Mustern
    1.) Bekämpfung des Kommunismus, das war Adenauer Welt
    2.) Schaffung sog. Lebensraumes
    3.) Versorgung des Landes und der Bevölkerung mit Rohstoffen
    4.) Aneignung von Werten zur Weiterführung des Krieges, Kreditwürdigkeit des Reiches

    Der Kampf gegen den Kommunismus heiligte in der BRD die neue Armee. ließ Hitlers Wehrmacht irgendwie durchaus sinnvoll erscheinen
     
  18. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Will heißen, dir fallen keine validen Erwiederungen ein?

    Ja? was denn? Kommt ja jetzt noch was, oder beschränken wir uns auf substanzlose persönliche Anwürfe?

    Eine Operationsstudie ohne Aushebung der entsprechenden Truppen, ohne Dislozierung und Einweisung der einzelnen Befehlshaber ist und bleibt eine Operationsstudie und nicht mehr.
    Die Verknüpfung mit einem theoretischen Datum zum Start einer Aktion ändert daran nichts.

    Davon mal abgesehen, oben hast du noch angebliche SS-Verbände unter britischem Kommando (deren Existenz du bisher natürlich nicht nachgewiesen hast) ann0 1946 mit Unthinkable in Verbindung gebracht.
    Wie passt denn nun das zu dem fest geplanten Angriffstermin von 1945?

    Das Churchill als mehr oder minder Schirmherr dieses Szenarios inzwischen abgewählt war und Truman als wesentlich mächtigerer Part ohnehin von Beginn an dagegen spielt wohl auch keine Rolle? Ganzb großes Kino.
    *facepalm*


    Und das hat nun mit Westdeutschland genau was zu tun?
    Inwiefern betreffen die Herrschafts- und Machtausübungsmethoden der USA in anderen Erdteilen die Verhältnisse in Westdeutschland?

    Und vor Gleiwitz war (nicht) Temes Kubin und die angebliche Bombardierung Nürnbergs anno 1914.
    Man muss nun wirklich nicht so tun, als hätte Hitler die Verknüpfung agressiver Absichten mit dem Mythos eines Verteidigungskrieges erfunden.
    Aus welchem Grund hatte die Sowjetunion noch anno 1939 Polen angegriffen? War sicher, Selbstverteidigung, weil Stalin damals schon wusste, dass die NATO da 70 Jahre später Raketenschirme hinstellen will, oder wie?
     
  19. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Die Bekämpfung des Kommunismus war vor allem Stalins Welt, immerhin gingen die meisten getöteten Kommunisten neben Hitlers Leistung in diesem Punkt, wohl auf sein Konto.

    Soll Adenauer wo dargelegt haben?

    Welche Werte hätte es denn da anno 1945 noch geben sollen?

    So wie der gegen den "imperialistischen Klassenfeind" die NVA. Wahrscheinlich mussten neben Paulus noch ein aar andere Altnazis mit Apangaen versorgt und deswegen Westeuropa ausgeplündert werden.
    Wäre jetzt zumindest Spiegelung deiner Argumentationslogik.
     
  20. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Dazu habe ich folgende fünf Fragen:

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