Aktuelle Situation in Israel

Dieses Thema im Forum "Judentum | Israel | Naher Osten" wurde erstellt von steffi123, 21. Juni 2012.

  1. steffi123

    steffi123 Neues Mitglied

    Ich eröffne hier da ich in dem Forum für Israel nicht schreiben kann !

    Ich habe ein Frage : Und zwar halte ich meine Präsentationsprüfung über den Widerstand der Juden !

    Un um gut informiert zu sein wollte ich mich über die aktuelle Situation der Juden in Israel informieren. Doch leider komme ich mit den Seiten im Internet überhaupt nicht klar viel zu viel information.

    Vielleicht könnte einer von euch mit die Situation kurz zusammenfassen ?

    Das wäre lieb :)
     
  2. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Moin

    aus den Forenregeln:

    "Für Diskussionen über aktuelle politische Themen ist das Geschichtsforum nicht der richtige Platz. Ebensowenig ist das Forum eine Plattform für politische, religiöse und sonstige weltanschauliche Glaubensbekenntnisse."
     
  3. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Um welchen jüdischen Widerstand handelt es sich denn bei der Präsentationsprüfung?



    Xander hat es dir ja schon erklärt über die aktuelle Politik und Situation diskutieren wir ihr im Geschichtsforum nicht.

    Vielleicht helfen dir aber dies beiden Links einwenig weiter:

    Israel | bpb

    Volltextsuche | bpb
     
  4. steffi123

    steffi123 Neues Mitglied

    Danke :)
    Ich halte über den Aufstand des Sonderkommandos in Auschwitz und im Warschauer Ghetto !

    mein lehrer meinte nur es wäre wichtig darüber was zu wissen ^^
     
  5. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter


    Wo da jetzt genau der Zusammenhang zwischen dem Aufstand in Auschwitz und dem Warschauer Ghetto mit der aktuellen Situation in Israel ist, erschliesst sich mir nicht wirklich.

    Meint er dann die Situation der Holocaustüberlebenden in Israel oder die politische Situation?
     
  6. steffi123

    steffi123 Neues Mitglied

    ich glaube er meinte ob die Juden durch die heutige Situation in Israel nie mehr die Opfer sein werden und ob ihre Existens dadurch gesichert ist.
     
  7. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Wenn das so gemeint ist, wäre es nicht zielführend, die wenigen stattgefundenen Aufstände zu betrachten, sondern eher die vielen nicht stattgefundenen. Die "demütige" Haltung gegenüber erlittenem Unrecht hängt sicher zusammen mit (a) der jüdischen Religion und (b) der Geschichte der Juden.

    Die jüdische Religion ist, ganz im Gegensatz zur christlichen, nicht missionierend, und vermutlich auch nicht kolonisierend (wenn die Gelegenheit bestanden hätte).
    In der Geschichte ging es seit der Vertreibung aus Israel immer darum, im "Gastland" geduldet zu werden, mit dem Ziel zu überleben und gleichzeitig die jüdische Identität zu bewahren. Man bemühte sich um ein hohes Bildungsniveau, und darum, dem Land nützlich zu sein.

    Diese Demut stellte sich in der Zeit des Holocaust als verheerend heraus.
     
  8. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    @Klaus

    Da muß ich Dir aber widersprechen.

    Der offene Antisemitismus des ns Deutschland, bestand in Demütigung, Entrechtung und schließlichen Entmenschlichung der Juden in Deutschland, in den mit dem DR verbündeten Staaten und in den besetzten Gebieten/Staaten.

    Den Juden eine, aus ihrer Religion und der Diasporasituation nach 73 n.Chr., besondere demutsvolle Haltung bescheinigen zu wollen, die nicht nur tradiert wurde, sondern auch gleichsam habituell wurde; entschuldige bitte, das ist ahistorisch und es lassen sich m.E. auch keine soziohistorischen Beweise dafür finden.

    M.
     
  9. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Natürlich ist es leichter, stattgefundene Aufstände zu dokumentieren als deren Nicht-Stattfinden.
    Im Verhältnis zum Grad der Bedrohung - auch wenn dessen Ausmaß vielleicht nur unvollständig bekannt war - war die Gegenwehr der Juden gegen ihre systematische Ermordung gering.

    Auch bei anderen Fällen von Vertreibung und Unterdrückung von Juden, z. B. den Sepharden, gibt nur wenige Beispiele von Gegenwehr.

    Im Falle der Bedrohung durch Völkermord gibt es natürlich nur wenige vergleichbare Beispiele, wie/ob sich die betroffenen Bevölkerungsgruppen zur Wehr gesetzt haben.
     
  10. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Das die Gegenwehr bei den Deportationen, Erschiessungen gering war und bei den Rampen in Auschwitz ausblieben, hat verschiedene Ursachen.

    Bei der Ankunft in Auschwitz oder andern Lagern waren die Menschen schon so geschwächt, eingeschüchtert etc. das hier keine grossen Gegenwehr mehr stattfinden konnte. Oder kannst du dir Vorstellen noch gross Widerstand zu leisten, wenn du mit über 100 Menschen in einem Güterwagon eingesperrt wirst, kein Wasser und nichts zu Essen bekommst. Tagelang unterwegs bist und die Luft so langsam knapp wird?

    Bei den Erschiessungen lief es ebenso. Dazu gibt es genügend Literatur, die genau aufzeigt wie es vor sich ging.


    Bei den Deportationen aus Berlin wussten viele, dass es kein zurück mehr gab. Die Hoffnung, dass sie einfach in ein Arbeitslager kamen war bei vielen aber dennoch vorhanden. Auch hier gibt es genügend Literatur die dies behandeln.

    Die These, dass sich Juden einfach zur Schlachtbank treiben lies, ist überholt und veraltet. Denn es gab jüdischer Widerstand, jüdische Partisanen, jüdische Soldaten etc.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juni 2012
  11. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Wie soll jemand Widerstand leisten, der tagelang in Güterzügen verfrachtet wurde, der von Bewaffneten und Hundestaffeln in Empfang genommen wird. Widerstand setzt Kommunikation, Organisation und Solidarität voraus. Wie sollten holländische oder französische Juden, die weder Polnisch noch Jiddisch sprachen mit anderen Gefangenen kommunizieren. Außerdem und das spielte bei vielen Gefangenen eine Rolle, war die Angst Sanktionen zu beschwören. Der Friseur, der täglich Rudolf Höss, den Kommandanz von Auschwitz, rasieren musste, wurde gefragt, ob es ihn nicht gereizt habe, ihm die kehle zu durchschneiden. Der Mann sagte ja, aber dann wäre ein neuer kommandant gekommen, und man hätte 100, 500 oder 1000 Gefangene ermordet und selbstverständlich die Familie.

    Trotzdem gab es erfolgreichen jüdischen Widerstand, manche Aktionen spektakulär wie die Flucht aus Sobibor, andere stiller aber nicht weniger effektiv.
     
  12. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das kann man nur unterstreichen.

    Das Fehlen oder die Existenz einzelner bewaffneter Gruppen hat die organisatorischen Voraussetzungen, die Scorpio beschrieben hat.

    Ansonsten hätten zB auch "die" Armenier zu Hunderttausenden keinen Widerstand geleistet, obwohl es unter lokalen Umständen Tausende Bewaffnete gab, die partisanenartig oder im Verband mit russischen Truppen tätig wurden. Das beweist bezüglich der Frage des Widerstandes (Willen und Möglichkeiten) der gesamten vom Genozid betroffenen Gruppe, auf den Toidesmärschen oder in den Deportationsgebieten, gar nichts. Die Dimension der Bedrohung, die oben angesprochen wurde, ändert auch nichts an den faktischen Möglichkeiten zum Widerstand.
     
  13. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Das hieße, dass die Ausgangsfrage irrelevant ist. Es wurde alles richtig gemacht und niemand braucht etwas zu lernen.
     
  14. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Diesen Schluss verstehe ich nicht.

    Geantwortet wurde doch anhand der Beispiele in der Weise, dass Widerstand eine Frage der Situation, ihrer Möglichkeiten sowie der wahrgenommenen Bedrohung darstellt.
     
  15. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Ich will Dir nicht widersprechen, was die Existenz jüdischer Kämpfer gegen den NS angeht. Für die Geschichte Israels und seiner Armee ist dieser Mythos von der bisherigen "Wehrlosigkeit der Juden" aber mWn von großer Bedeutung. Natürlich bezieht sich die IDF bspw positiv auf den Aufstand im Warschauer Ghetto; aber natürlich mit dem Grundsatz "Noch einmal unterliegen wir nicht!"
     
  16. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Solche Myhten gibt es immer wieder. Dagegen ist die Forschung meist machtlos, denn man kann ja Quellen bringen die werden dann einfach nicht akzeptiert. Das Problem vom jüdischen Widerstand (ausser der Aufstand des Warschauer Ghettos) ist, das er sehr spät und zwar erst nach 1990 auf Interesse stiess. Im Herbst 1992 gab es erstmals eine Ausstellung in Berlin über Juden im Widerstand. Der jüdische Historiker Arnold Paucker schrieb 1999 über den jüdischen Widerstand.

    Vor 1990 war hier die Forschung noch in den Kinderschuhen.

    Da kann man sich natürlich fragen warum das so war. Zum einen fehlten Quellenmaterial, die in den DDR Archvien oder in den russischen Archvien lagen. Zum andern waren viele der jüdischen Widerstandskämpfer in der KPD. Dies hinderte vor allem der Westen daran sich näher mit diesem Widerstand zu beschäftigen (dies gilt auch für die Partisanen). Zum andern war natürlich der Mythos den du ansprichst auch ein zentraler Punkt, diesen Widerstand nicht weiter zu verfolgen.
     
  17. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Du missverstehst mich, glaub ich. Ich wollte darauf hinaus, dass dieser Mythos bei der Beschäftigung mit der Geschichte Israels eine wichtige Rolle spielt, ganz egal wie weit er der Wahrheit entspricht. ;)

    Aber danke für die Hinweise, bisher wusste ich v.a. was über das Warschauer Ghetto und kommunistische jüdische Partisanen in der SU; dazulernen kann nie schaden. ;)
     
  18. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Dann hab ich dich wirklich missverstanden. Entschuldige.


    http://www.geschichtsforum.de/f66/widerstandsgruppen-freundeskreise-33026/

    http://www.geschichtsforum.de/f194/...rauen-im-widerstand-europa-1939-1945-a-34047/
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juni 2012

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