Alexander - makedonischer König oder persischer Großkönig?

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von Julius, 13. Mai 2006.

  1. Julius

    Julius Neues Mitglied

    Waß denkt ihr, als was sich Alexander sah - als makedonischer König über ein großes Reich oder als persischer Großkönig?
    :winke:
     
  2. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Das war einigen Wandlungen unterworfen (nach Gaugamela war er Großkönig, vorher war dieser Titel selbst für ihn zu anmaßend). Als Perser sah ersich bestimmt nie. Vielleicht als Großkönig von Persien, er fühlte sich entweder als Makedone oder (im Rahmen seines Internationalismus) als keiner Nation speziell zugehörig. Dies meine ich mehr im Sinne, dass Herkunft für ihn keine Rolle spielte als das er sein Makedonentum leugnete.
    Obwohl...
    Nach seiner Ernennung zum Sohn von Amon-Zeus ist es fraglich inwieweit er sich überhaupt als Mensch sah. Für die Makedonen war der König eh nur der Erste unter Gleichen, also kein so prestigeträchtiger Titel wie Großkönig von Persien.
     
  3. Seldschuk

    Seldschuk Aktives Mitglied

    Wie er sich selbst sah, darüber lässt sich sicher streiten. Aber ich streite nicht gern :scheinheilig: .

    Ich jedenfalls sehe ihn als damaligen Kaiser von Asien.
     
  4. Julius

    Julius Neues Mitglied

    König von Makedonien ---> persischer Großkönig ---> Gott(essohn)
    Find ich auch.
    :cool:
     
  5. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Chronologischer ist König von Makedonien --> Gottessohn --> König von Persien
    Der Gottessohn könnte in Abhängigkeit von Mamas Gute-Nacht-Geschichten sogar noch früher anzusiedeln sein.
     
  6. Lungos

    Lungos Neues Mitglied

    Er sah sich wahrscheinlich die längste Zeit bis zu seinem Tod als Halbgott, zu dem er auch Hephaistion gemacht hat/machen wollte (ob dieser es wurde, weiß ich im Augenblick nicht).
     
  7. hyokkose

    hyokkose Gast

    Nun ist es aber gut! Dies hier ist kein Forum für nationalreligiöse Prediger!

    Die letzten sieben Beiträge von Nakis21, die ausschließlich religiöse und nationalistische Sprüche enthielten, wurden gelöscht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Mai 2006
  8. Alexandros

    Alexandros Neues Mitglied

    wieso darf man mich denn nicht als Gott verehren?:motz: :weinen:

    Herr hyokkose wird ja auch als Oberlehrer von einigen hier angebetet....:pfeif:
     
  9. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Das veränderte herrscherliche Selbstverständnis Alexanders ist das große Problem gegen Ende seiner Regierungszeit. Während seine Makedonen in ihren politischen und religiösen Anschauungen fest mit der griechischen Heimat und Mentalität verwurzelt waren, hatte Alexander seit seinem Erlebnis im Ammontempel der Oase Siwa einen Schwenk vollzogen.

    Er sah sich zunehmend als absoluten Großherrscher und pflegte despotische orientalische Züge, die seinen griechischen Kameraden nicht nur fremd waren, sondern zutiefst gegen den Strich gingen. So berichtet z.B. Plutarch über einen Wortwechsel zwischen Alexander und Kleitos bei einem Trinkgelage:

    "Als Alexander Kleitos vorwarf, er wolle sich ja nur selber entschuldigen, wenn er die Feigheit als Unglück ausgebe, sprang Kleitos auf und sagte dem König ins Gesicht: 'War das Feigheit von mir, dass ich dir, dem Gottessohn, das Leben rettete...? Das Blut der Makedonen und meine Wunden hier waren es, die dich so groß gemacht haben, dass du deinen Vater Philipp verleugnest und dich dem Ammon als Sohn aufdrängst.' "

    Hier wird die ganze Zwiespältigkeit zwischen Truppe und Herrscher sichtbar, die dann ja auch immer wieder zu Zwistigkeiten führte. Man denke hier nur an die Pagenverschwörung, die sich gegen einen "Alexander als Tyrann" richtete.

    Die Erbitterung der Makedonen darüber, dass nicht nur Perser in entscheidenden Aufgaben verwendet wurden, sondern der König sich selbst immer mehr als Herrscher von Orientalen gab, führte zu mehreren blutig unterdrückten Aufstandsversuchen.

    Alexander heiratete mit Roxane und einer Tochter des Dareios zwei Perserinnen und empfahl das auch seinen Makedonen. Ihm schwebte ein einheitliches Volk aus Makedonen und Persern vor, das in einem geeinten, mächtigen Großreich leben sollte. Der Herrscher dieses Gebildes sollte gewiss ein gottähnlich verehrter absoluter Großkönig in orientalischer Tradition sein, was von den völkstümlichen makedonischen Königen unermesslich weit entfernt war.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2006
  10. Alexandros

    Alexandros Neues Mitglied


    Dafür hat "der Schwarze" auch prompt die passende Antwort vom König bekommen.
     
  11. Julius

    Julius Neues Mitglied

    Alexander hat ihn getötet, oder?
     
  12. Alexandros

    Alexandros Neues Mitglied


    Yep, für Majestätsbeleidigung gabs die Höchststrafe, es sei denn dein Name war Diogenes....
     
  13. Julius

    Julius Neues Mitglied

    Diogenes...:rofl:

    Hat Alex Kleitos persönlich im Rausch getötet?

    (Hier schreibt einer der diesen Konflikt nur aus dem Alexander-Film kennt...:rotwerd: )
     
  14. Alexandros

    Alexandros Neues Mitglied

    Höchstpersönlich mit dem Speer durchbohrt.
     
  15. Julius

    Julius Neues Mitglied

    Selbst ist der Mann......
    :haue::gun:
     
  16. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wobei sich die Frage stellt: sind Götter fehlbar? :pfeif:
     
  17. Makedonas

    Makedonas Neues Mitglied

    Ich bezweifle dass Alexander weiter nach osten marschiert wäre. Bekannt ist dass er pläne hatte die Arabische Halbinsel zu erobern jedoch starb er vor beginn des feldzuges. Ich denke mal eher er hätte sich als nächstes nach Westen gerichtet (wenn er überhaupt weiter hätte gehen wollen) und versucht den kompletten mittelmeer raum in sein reich zu integrieren.

    Aber niemand wird das wirklich sagen können. Diese "was wäre wenn"-fragen haben keine antwort, das wissen wir :fs:
     
  18. askan

    askan Neues Mitglied

    Welches Bild von Arabien gab es denn zu Alexanders Zeiten?
     

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