Alphabetisierung der Arbeiter um 1844

Dieses Thema im Forum "Die Industrielle Revolution" wurde erstellt von mr. jones, 13. Januar 2011.

  1. mr. jones

    mr. jones Neues Mitglied

    Nur eine kurze Frage:

    Gibt es zuverlässige Quellen über die Alphabetisierung von Arbeitern im Vogtland, Breslau oder Schlesien um 1844 ?

    Wen es interessiert, kann lesen, worum es mir mit dieser Frage geht:
    Die Texte von Bettina von Arnim "In der Armenkolonie" (1843) und Wilhelm Wolff "Das Elend und der Aufruhr in Schlesien" (1844) sollen hinsichtlich ihrer Intentionen untersucht werden. Mir ist allerdings nicht klar, wie viele Arbeiter der besagten Gebiete des Lesens mächtig waren, was vor allem für Wilhelm Wolff wichtig sein könnte.

    Vielen Dank im voraus!
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es gab ja, gerade in den preußischen Gebieten, also auch in Niederschlesien und damit Breslau, die sechsjährige Schulpflicht, wobei hier gesagt sein muss, dass es keine richtige Aufsichtsbehörde gab, also wie die Schulpflicht wahrgenommen wurde - und zwar von Lehrer- wie von Elternseite - nicht überprüft wurde. Dass aber jeder einmal in seinem Leben Lesen und Schreiben und die Grundrechenarten gelernt hat, davon kann man ausgehen. Allerdings, wenn man sich das heute mal anschaut: Angeblich sollen bis zu 30 Prozent der Erwachsenen in Dtld. Analphabeten sein; ich nehme an diese hohe Zahl kommt zustande, weil der Begriff Analphabetismus hier sehr weit gefasst wird. Nichtsdestotrotz verdeutlicht diese Zahl das Problem, dass Lesen und Schreiben eine Fähigkeit ist, die man offensichtlich auch wieder verlieren kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2011

Diese Seite empfehlen