Antike Vorstellungen - Weltkugel

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von Zethos, 12. Februar 2012.

  1. Zethos

    Zethos Neues Mitglied

    Hallo, Mir ist kein vernünftiger Titel eingefallen, der meine Frage(n) wirklich zusammenfasst.^^

    Es geht um folgendes: Es gibt doch sicher Autoren (römische, griechische etc.) bzw. Darstellungen, die die Vorstellung ihres jeweiligen Volkes beschreiben, wie sie die gesamte Erde bzw. Welt sahen. Was mich konkret interessiert ist nämlich, wie sich z.B. Römer oder Griechen die Welt z.B. jenseits der Meerenge von Gibraltar (also Atlantik) vorstellten. Es war ja wie ich gelesen habe schon in der Antike bekannt, dass die Erde eine Kugel ist. Was also war die Vorstellung, was passieren würde, wenn man (rein hypotetisch) die Meerenge nach Westen hin durchqueren konnte? Gibt es zu solchen Vorstellungen Texte oder Hypothesen antiker Autoren? Glaubte man wirklich, dass man so lange segelte, bis man von der Scheibe runterfällt?

    Grüße Zethos
     
  2. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

  3. judy

    judy Gesperrt

    Die Wikipediadarstellung dürfte wohl schon für Mesopotamien falsch sein, denn die haben schon in Babylon ausführliche Tafeln über heraklitische Sonnenaufgänge geführt, sogar über Venustransit usw. Fortgesetzt wurde diese Tradition in Indien die ebenfalls eine lange Tradition von Sternenbeobachtungen hatten und es gibt auch Schriften darüber. Allerdings ist das alles sehr schwer zu verstehen, wenn man nicht den vedischen Hintergrund hat.
    Aber allgemein lässt sich wohl sagen das man anfangs dachte der Himmel sei ein festes Dach über die Welt und Sonne und Mond gehen in den Bergen links und rechts von Mesopotamien auf und unter um dann in einer Außenwelt auf die andere Seite zu wechseln. Später leitete man daraus wohl schon die Kugelform der Erde ab.
    Der Begriff Unterwelt ist gerade im Orient sehr vielseitig, er bezeichnet einerseits niedriges Tiefland, andererseits jene Außenwelt in der Sonne und Mond und Sterne verschwanden wenn sie nicht sichtbar sind und drittens die Welt der Feinde.
    Das gleiche gilt für die Darstellung von Welten, die einerseits verschiedene Daseinsebenen aber eben auch Feindesland oder Inseln sein konnten. Aufgrund dieser Sicht kam man zu der Überzeugung das man im Orient die Welt als flache Scheibe sah,
    Man muss sich aber bewusst sein das sich schon seit den Kreisanlagen die Leute damit beschäftigt haben wohin Mond und Sternen verschwanden.
    Es ist also eher so, das man die Flache Scheibe als Weltkarte verstand, die für die normale Bevölkerung ausreichte während die Herrscher sich durchaus bewusst waren, das das nur eine vereinfachte Darstellung war. Ab wann sie nun genau wussten das sie rund ist, kann man leider nicht sagen, aber ab dem Mul.Apin müssen sie das zumindestens schon in Erwägung gezogen haben. Die Veden hatten sogar schon den Durchmesser der Erde und die Zahl Pi errechnet.
    Es ist also eher so, das Platon & Co ihr Wissen aus dem Orient schöpften. Der erste physische Beweis ist wohl der Hadrians-Brunnen in Ephesos in der Jupiter eine Kugel als Symbol seiner Herrschaft über die Erde in der Hand hält.
     

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