Anzahl der Flugzeugtypen der NVA

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von Repo, 19. Mai 2009.

  1. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Mir fällt schon länger auf, dass bei der NVA deutlich mehr Typen an Flugzeugen als bei der Bundesluftwaffe in Gebrauch waren.

    Kennen die Spezialisten hier den Grund?


    Muss doch eigentlich eine deutlich schwierigere Logistik zu folge gehabt haben.
     
  2. 0815

    0815 Gast

    Hier hat es eine interessante Aufstellung:

    NVA Flugzeuge


    Der Grund für die verschiedenen Typen lag wohl darin, daß hier Maschinen von den Sowjets übernommen wurden. Speziell für die DDR wurden doch sicherlich keine Flugzeuge gebaut. Wäre in der Tat interessant zu erfahren, ob hier speziell für die NVA Flugzeuge gebaut worden sind bzw. wie hoch die Kosten waren für die Luftrüstung, wo doch in der DDR kaum Finanzen für z.B. die Infrastruktur vorhanden waren.
     
  3. Panzerreiter

    Panzerreiter Neues Mitglied

    Wirklich?
    Liste von Luftfahrzeugen der Bundeswehr ? Wikipedia

    Man kennt als (West)deutscher, der sich nicht mit der Materie näher beschäftigt, ja auch nur die Stars der Luftwaffe (Starfighter, Phantom, Tornado...), die ganzen Underdogs, die nur in kleinen Stückzahlen (Heron: gerade mal 2 Stück für VIP-Transport) oder für unspektakuläre Aufgaben (Trainer) im Dienst waren, blendet man leicht aus. Auch die Modernisierung vorhandener Typen führt rasch zu einer größeren nominellen Modellvielfalt (die MIG-21-Reihe der NVA z.B.).

    Alles in Allem habe ich - ohne jetzt durch übergenaues Nachzählen Haare spalten zu wollen - nicht den Eindruck, dass die NVA da wirklich mehr Typen im Bestand hatte als die BW.
     
  4. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Für einen Vergleich wäre es sicherlich sehr hilfreich, unterschiedliche Perioden darzustellen. Sodass auch die Typenvielfalt der NVA bedingt ist durch die Modernisierung. Und dann relativiert sich die Aussage deutlich.

    Ähnliches gilt natürlich auch für die Bundeswehr.

    Auch vor dem Hintergrund, dass beispielsweise die MIG 21 in sehr unterschiedlichen Rollen eingesetzt wurde, dennoch aber identische und somit austauschbare Komponenten für die Flugzeuge verwendet wurden, reduziert eher die Notwendigkeit einer zu komplizierten Logistik und Instandhaltung.
     
  5. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Ich habe von Kopenhagen 2 Bände über die NVA Luftwaffe 1955-1989 aus 1989.
    Und die Typenanzahl hat mich echt überrascht. Es sind auf alle Fälle mehr als ich Finger habe, :S ein genaues Nachzählen ist mir also nicht möglich.:rofl:
    Daher meine Frage.

    Aber stimmt auch wieder, vor kurzem habe ich erstaunt festgestellt, dass die Luftwaffe auch 2 Canberras im Dienst hatte.

    Ich sitz zZ am Schreibtisch, also keine Literatur - würde aber doch behaupten, dass rein an Kampfflugzeugen die NVA deutlich mehr Typen hatte. Wobei zur Anzahl der jeweiligen Typen ich gar nichts sagen kann.
     
  6. Repo

    Repo Neues Mitglied


    OT:
    Musste soeben grinsen.
    Einer meiner Brüder hat Ende der 60er Wehrdienst bei den Heeresfliegern abgerissen.
    Eines Tages ein Anruf, man soll ihn auch um 16.00 Uhr auf dem örtlichen Flugplatz abholen, er würde nach Hause geflogen.

    Tatsächlich, kurz nach 16.00 Uhr schwebt eine orange Piper ein, mit Hoheitsabzeichen.
    Auf dem "Sozius" unverkennbar mein Bruder.
    Steht einem Gefreiten ja auch zu. So ein Heimflug. :rofl:
    Er musste nur den Sprit bezahlen, was dann großzügig Papa übernahm.
     
  7. Guntbot

    Guntbot Gast

    mal einfach so aus dem Gedächtnis ohne Anspruch auf Vollständigkeit
    nur Fighter
    NVA
    Mig 21,Mig 23,Mig 27 und noch die Mig 29 sind 4 an der Zahl
    Luftwaffe
    F84,F86,G91-Gina,Alpha-Jet,F104,F4F,RF4E,1FPa200 sind 8 an der Zahl
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Mai 2009
  8. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    ui ui ui , Guntbot ,

    da hast du aber einiges vergessen , MIG 15 / 17 /19 die Fitterfamilie , wenn die NVA alle Typen davon hatte waren das alleine 7 .
     
  9. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Bei Flugzeugen kenne ich mich nicht so aus.
    Ich kann nur sagen, was uns mal bei der NVA gesagt wurde.
    Nämlich
    Sogar die Teile der Kalaschnikoffs, die in der DDR als Gestattungsproduktion gebaut wurden, passten zu einer russischen.
     
  10. Guntbot

    Guntbot Gast

    oh ja die hatte ich ganz vergessen
    nur wenn wir alle Serien der verschiedenen Typen aufzählen werden es auf beiden Seiten mehr,sollten uns vielleicht auf die Muster geschränken
    sonst hätten wir allein beim Tornado schon vier verschiedene Typen
     
  11. Guntbot

    Guntbot Gast

    Ersatzteile spielen bei Flugzeugen im Kampfeinsatz bei gleichwertigen Gegnern
    keine so große Rolle,im Ost-Westkonflikt waren für den Starfighter 1,4 und für den Tornado Einsätze kalkuliert,so das größere Reperaturen eh nicht angefalle wären,allerdings war der Torando so konzipiert,dass man mit 3 Soldaten ein Triebwerk in einer knappen halben Stunde wechseln kann wenn es sein müßte
    und ein Quick Turn around dauert ca 40 Minuten
     
  12. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Hi Guntbot,
    dann aber auch bei der Bundeswehr , die Fiat G 91 wurde teilweise aus der F 86 abgeleitet und die F4E und F4F ähneln sich weitaus mehr als eine Fitter A ihren späteren Geschwistern mit Schwenkflügeln .
     
  13. Guntbot

    Guntbot Gast

    die Gina war eine Entwicklung von Fiat die einige Merkmale der F86 aufnahm und weiterentwickelte,bei der RF4E und der F4F hast du bis auf den Fügel der für die F4F völlig neu entwickelt wurde recht,der Flügel hatte einen Sägezahn undeine veränderte Statik um einen engen Kurvenflug für den Dog-Fight zu ermöglichen
    welchen Fitter mit Schwenkflügel meinst du da ist mir keiner bekannt oder verwechselst du sievielleicht mit der Flogger,Mig23 und Mig27
     
  14. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Wie war das eigentlich mit der MIG 15, 1953 in Kisten verpackt in der DDR, nur die NVA-Piloten waren noch nicht fertig ausgebildet, und nach dem 17. Juni wieder in die UdSSR abtransportiert.

    Was waren die Gründe für den Abtransport?
    Hat es der DDR an kohle gefehlt?
    War es der 17. Juni, und die "unzuverlässigen" Deutschen in sowjet. Einschätzung?
    Oder hielten die Sowjets einen Kampfjet bei der "Kasernierten Vopo" doch für eine Provokation?
     
  15. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Vielleicht ganz interessant:
    http://www.jetjournal.net/content/view/3511/38/lang,de/
    http://www.bundesarchiv.de/bestaend...s&what=parent_id&id_bestand=3351&suchbegriff=

    Jakowlew Jak-18 ? Wikipedia
    http://de.wikipedia.org/wiki/Luftstreitkräfte_der_Nationalen_Volksarmee#Gr.C3.BCndungsjahre
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Mai 2009
  16. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Da es damals ja noch keine offizielle Armee in der DDR gab, konnte man ja schlecht sagen, wir haben Kampfflugzeuge.

    Im übrigen war ich immer schon der Meinung, wozu brauchte die DDR überhaupt welche?
    Hier gab es mehr Russenflugplätze als NVA- Offiziere, um es mal etwas übertrieben auszudrücken.
    Ich vermisse heute richtig die Überschallknälle der Flugzeuge, die einen roten Stern drauf hatten.
    Also Frage, wozu brauchte die kleine DDR, die man in ein paar min überfliegen konnte, Kampfjets? War es als Legitimierung oder Prestige?
    Die Russen haben ja doch gemacht, was sie wollten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Mai 2009
  17. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Die Überschallknalls, die gab es auch im Westen.

    Bei einem der Herbstmanöver haben sie in der Nähe der Heuneburg eine Kriegsbrücke über die Donau geschlagen und angegriffen, mit ca. 300 Kampfjets, da hat es zwei Stunden nur geknallt.

    Im Frühling, sooft die Sonne schien. Knall jauuuuuuulllllllllllllllllllllllllllll
     
  18. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Hi Guntbot ,
    Fitter A hatten noch starre Tragflächen , ab Fitter B waren die Aussenflügel schwenkbar .
    Betreffs der Mig 15 , flog die NVA aber nicht die Trainerversion MIG 15 UTI ?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Mai 2009
  19. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Bin nicht Guntbot,

    aber laut Kopenhagen hatte die NVA beide, den Einsitzer Kampfjet und den 2-Sitzer UTI.
     
  20. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Über diese Frage habe ich auch nachgedacht. Ich denke mir mal frank und frei, die Russen wollten nur einen Teil ihrer älteren Flugzeuge einfach versilbern und sahen in der DDR eine Quelle, die dafür in Valuta zahlte. Wem konnte man sonst im Warschauer Vertag seine ausgemusterten Modelle aufs Auge drücken? Die anderen Ostblockstaaten dümpelten wirtschaftlich noch ärger vor sich her als die DDR.
    Von der modernen MIG 29, die allerdings sehr reperaturanfällig war/ist, besaß die DDR z.B. nur 24 Stück. Der Irak besaß 137, hat ihm auch nichts genützt. Da stellt sich echt die Frage: Was wollte man, militärisch sinnvoll, mit den Dingern in einer ernsthaften Auseinandersetzung zwischen Ost und West.
    Es ging nur um's Geschäft. Sozialistische Bruderstaaten unter sich. Na ja, der Große Bruder greift den anderen kleinen Brüdern in die Taschen, die dazu auch noch freundschaftlich lächeln dürfen.
     

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