Asymmetrische und Symmetrische Kriegsführung und Terrorismus

Dieses Thema im Forum "Kriegsschauplätze" wurde erstellt von adiguesss, 3. Oktober 2011.

  1. adiguesss

    adiguesss Neues Mitglied

    Hallo ich wusste nich wo genau die Frage hingehört deswegen stell ich sie mal hier :)

    Wir schreiben morgen Geschichte und es geht unteranderem auch um Terrorismus und Kriegsführung! Eigentlich ist das nur ein kleines Nebenthema aber der Lehrer nimmt sowas gerne dran wurde mir gesagt. Dazu sind mir jetzt beim Lernen über das lange Wochenende aber ein paar Dinge unklar geblieben.

    1.) Ist assymetrische Kriegsführung nur terrorismus oder zählt dazu auch sowas wie guerilla krieg?

    2.) Handelt es sich bei den Auseinandersetzungen zwischen libyschen Rebellen (soldaten der übergangsregierung) und gadaffis truppen um einen symmetrischen Krieg, denn Hoheitszeichen wie Flaggen gibt es und Fronten gab es ja auch und die Angriffen waren nur selten wirklich so aus dem Hinterhalt wie es bei einem guerilla krieg ist... :grübel:

    3.) Gibt es Beispiele für nationalen Terrorismus in der heutigen Zeit? Ich dachte da an sowas wie Taliban... weil es ja bei denen irgendwie um Afghanistan geht oder??? ich bin mir da grad nich so sicher was die eig wollen und wikipedia sagt auch nich so viel über ihre ziele...

    4.) Wie und warum entwickelte sich der transnationale terrorismus eigentlich??? also ich weiß das sich der internationale Terrorismus aus dem nationalen entwickelte um dann auch die Aufmerksamkeit der weltbevölkerung auf ihr anliegen zu richten... so haben wirs gelernt aber transnationaler Terrorismus ist ja irgendwie ganz anders... und da gibts nur die al-qaida als beispiel...

    wäre über antworten ziemlich glücklich und wenn mir nur gesagt wird wo ichs hier ins forum posten soll =)

    vielen dank schonmal im voraus :)
     
  2. Afkpu

    Afkpu Aktives Mitglied

    Terrorismus ist für mich garkeine Art der Kriegesführung erstmal vorneweg, da terroristische Akte selten von einem Staat ausgehen und Kriege vor allem bewaffnete Konflikte zwischen Staaten oder staatenähnlichen Gebilden sind.

    Assymmetrische Kriegesführung kenne ich allerdings vor allem als Bezeichnung von Kriegen die nicht "auf Augenhöhe" bzw mit den gleichen Mitteln geschlagen werden. Ein schönes Bsp. hier ist der Vietnamkrieg bei dem die Gegenseite der Amerikaner eher auf Guerillakrieg etc. setzte da man nicht die Mittel hatte Amerika in einem "symmetrischen Krieg" nach damaligen Vorstellungen zu begegenen.

    Auf den Rest deiner Fragestellungen will ich hier nun mal nicht eingehen, da Tagespolitik (wozu Terrorismus und Taliban für mich gehören), hier nicht thematisiert wird.
     
  3. adiguesss

    adiguesss Neues Mitglied

    okay trotzdem danke... ja ich weiß auch nicht so richtig aber uns wurde das so beigebracht...

    aber was ist mit 4.)? also wie sich der transnationale Terrorismus entwickelt hat??

    und ein beispiel für nationaler terrorismus in der heutigen zeit muss nicht unbedingt taliban dabei thematisiert werden... also ich versteh ja das es immer sone sache ist was man genau als terrorismus betrachtet...
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Oktober 2011
  4. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Ich versuche mal darauf zu antworten ohne in die Tagespolitik zu rutschen.

    Damit ist jeder Krieg gemeint, bei dem die Parteien extrem ungleich sind und eine davon auf unkonventionelle Kampfformen zurückgreifen muss. Guerillakrieg (Nach Klausewitz der "Kleinkrieg) ist eine davon.

    Was jedoch genau "Terrorismus" ist, ist eine Definitionsfrage. Der Kampf mittels Anschlägen in einem städtischen Umfeld wurde auch früher schon als "Urban-Guerilla" (bzw. halbdeutsch Stadguerilla) bezeichnet. Diese bezeichnung wurd m.W. von den Uruguaiischen Tupamaros erfunden.

    Meistens wurde die definition Terrorismus jedoch als diskreditierende Bezeichnung für den Gegner verwendet. Von Staaten gegen Aufständische (die sich selbst selten als Terroristen sahen) oder von Aufständischen gegen den Staat (Staatsterrorismus z.B. in den 70.ern in Süd und Mittelamerika: Stichwörter Todesschwadrone, Paramilitärs und Triple A).

    Den Begriff gibt es jedoch schon seit der Französischen Revolution und bedeutet dass man einen Gegner durch blanke Angst (Terror) zu einer Handlung bzw-- deren Unterlassung zwingt.

    Die einzigen die sich m.W. selbst als Terroristen bezeichneten waren die Anarchisten bzw. Nihilisten um zwischen 1880 und 1914. Die Anarchistischen Terroristen waren übrigens schon damals "international" aktiv und begingen Anschläge in vielen Länder. So tötete ein Italiener den französischen Präsidenten Carnot:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sante_Geronimo_Caserio

    Ein in den USA ansässiger Italiener reiste nach Italien um dort einen Anschlag auf den König durchzuführen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gaetano_Bresci

    Ein Polnisschtämmiger Anarchist tötete den US-Präsidenten McKinsey:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leon_Czolgosz

    Ein Russe tötete den argentinischen Polizeichef Oberst Falcon:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Simón_Radowitzky


    Eine andere international aktive terroristische Bewegung war die serbische "Schwarze Hand" der jedoch viel mehr Taten zugeschrieben wurden als sie vermutlich begangen hat:

    Die schwarze Hand - Vor hundert Jahren gründete sich die serbische | Kalenderblatt | Deutschlandfunk

    Ihre berüchtigste vermutliche Tat, war der Anschlag auf den Österreichischen Thronfolger 1914.

    Bürgerkriege nehmen oft einen sehr Chaotischen Verlauf an, beginnen dabei aber oft als "Assimetrisches" Konflikt da eine Seite über die staatlichen Sicherheitsorgane und Streitkräfte verfügt und die andere nicht.

    In den 70.er Jahren brach z.B. in Nicaragua der Aufstand gegen den Diktator Somoza aus. Am Anfang standen der "Guardia Nacional" nur einige als terroristen verschrieene Rebellen entgegen, die Anschläge gegen Polizeistationen und Regierungsmitglieder durchführten. Am Ende war es eine veritable Rebellenarmee die das Land übernahm.

    In anderen Fällen (z.B. dem Libanon) zerfallen die Organe und deren Mitglieder kriegen sich gegenseitig in die Wolle.

    Gelegentlich bilden sich auch Parallel verschiedene Ansätze, so haben sich in den 40.ern ein Teil der Jüdischen Siedler in Palästina zu einer Miliz zusamengeschlossen (Hagannah) um einen Nationalstaat sich notfalls gegen die Araber zu erkämpfen, andere haben auf Terrorismus gesetzt (Irgun und Lehi) die gegen Araber und Briten zahlreiche blutige Anschläge durchführten.

    Es hat in der Geschichte der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zahlreiche "nationale" terroristische Bewegungen gegeben: In Irland die IRA, in Spanien die ETA, in Frankreich die Korsischen Separatisten, die Kurdische PKK, die Südtiroler "Befreiungsausschuss", im Peru der "Leuchtende Pfad" auf Sri Lanka Tamil Elam, u.s.w.

    Da gibt es verschiedene Modelle. Einige Bewegungen (ob Terroristen oder Freiheitskämpfer, ist wie gesagt Ansichtssache) gab es ein konkretes "nationales" Ziel, zumeist die Befreiung von einem Besatzer oder die Machtübernahme in einem gemeinsamen Staat, das man am besten intern regelte. Andere dabei hinein zu ziehen kann nur kontraproduktiv sein, da man sich damit nur Rückzugsgebiete versperrt und mögliche Unterstützer verprellt.

    So haben z.B. nationalistische Bewegungen wie ETA und IRA jahrelang strikt vermieden, Anschläge in anderen Ländern durchzuführen als in denen Ihrer "Besatzer" Spanien und GB, (obwohl das Baskenland z.T. auch zu Frankreich gehört und es auch für diesen teil Freiheitsbestrebungen gab). Die ETA hatte aber Jahrelang ihr Rückzugsgebiet in Frankreich und wollte dieses Land nicht gegen sich aufbringen, so wie es bei der IRA mit den USA war, die dort ihre Mitglieder unterbrachte und dort Gelder und Waffen sammelte.

    Andere eigentlich "nationale" Bewegungen haben dagegen gerade im "transnationalen" Terrorismus eine Bühne für Ihre Bestrebungen gesehen. So haben z.B. Palästinensische Organisationen wie Schwarzer September internationale Ziele angegriffen um auf sich aufmerksam zu machen und um die zu bestrafen, die sie als Unterstützer ihrer Feinde ansahen.

    Bei anderen war das Ziel selbst übernational. Linksextremistische Bewegungen wie die RAF, die Roten Brigaden, die griechischen revolutionären Zellen und andere, wollten die kapitalistische Weltordnung stürzen. Dazu konnten sie überall Anschläge durchführen und kooperierten dabei mit Bewegungen aus dem Nahen Osten wie z.B. Schwarzer September.

    In den letzten Jahrzehnten sind dann als neue Weltanschauliche Terrorbewegungen die religiös begründeten dazu gekommen. Neben den Islamistischen gibt es auch einige kleinere hinduistische Gruppierungen, die AUM-Sekte in Japan, die KACH-Bewegung in Israel und sogar die Sikhs der Babbar Khalsa. Die Meisten davon sind aber sehr klein und sehen ihren Feind zumeist in einer lokalen anderen Religionsgruppe oder ihrer respektiven Regierung. Die Islamistischen Bewegungen, die nach dem Sowjetisch-Afghanischen Krieg entstanden, sahen jedoch den laizistischen Westen (Sowjetunion inklusive) als ihren Gegner an und agierten entsprechend international.

    Zusammenfassend: Ob eine bestimmte Bewegung nun international aktiv wird oder nicht, hängt in der Regel davon ab, wer ihre erklärten Gegner sind und welche Vorteile sie sich daraus erhoffen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Oktober 2011
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  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Viele Terroristen bezeichnen sich selbst als Widerstandskämpfer und viele Widerstandskämpfer werden als Terroristen bezeichnet. Das ist auch immer ein Kampf um Deutungshoheiten. Allerdings kann nicht jeder Terrorist für sich den Anspruch erheben, tatsächlich ein Widerstandskämpfer zu sein, genau so ist es eine Strategie der Delegitimierung, Widerstandskämpfer als Terroristen zu bezeichnen.
    Terrorismus bedeutet, Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Dabei kann es sich um ganze Bevölkerungen handeln oder auch nur um eine soziale Klasse. So richteten sich z.B. die Attentate der RAF, die unzweifelhaft als Terroristen anzusprechen sind, nicht gegen die Gesamtbevölkerung, sondern gegen Politiker, Staatsanwälte, Bänker und Unternehmer. Opfer, die nicht aus dieser Kategorie stammten, wurden gewissermaßen als "Kollateralschäden" hingenommen bzw. gerechtfertigt.
    Ähnlich die ETA: Deren Anschlagsziele waren (sind?) i.d.R. Politiker und Polizisten bzw. Uniformierte.
    Manchmal geht Widerstand auch in Terrorismus über bzw. es entwicklet sich ein Sekundärkriminalität.
    Ein Bsp. für eine solche Sekundärkriminalität ist z.B. die kolumbianische FARC: Zunächst einmal eine bäuerliche Bewegung, die sich zur Selbstverteidigung ihrer Kooperativen zusammengeschlossen hatte, heute eine hierarchisch durchstrukturierte Organisation, die eigentlich nur noch von und für Kokaanbau und Geiselnahmen existiert. Diese Geiselnahmen dienen zum einen der Einnahmensteigerung (Lösegelder) zum anderen aber auch dem Terrorismus.
     
  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Und deswegen der Versuch einer Systematisierung. Im Prinzip kann man den bewaffneten Kampf einer politischen Gruppierung im Rahmen von - im weitesten Sinne - "Befreiungsbewegungen" bzw. gegen "koloniale oder imperiale Strukturen" in Phasen beschreiben.

    Diese idealtypischen Phasen treffen mehr oder minder auf die historische Entwicklung der Befreiungsbewegungen in Asien und auch Lateinamerika zu. Können aber auch auf die russische Revolution von 1917 und ihre zeitlichen Vorläufer (immerhin fing beispielsweise Stalin als Terrorist an) angewendet werden

    1. Phase: individueller Terror
    2. Phase: Guerilla-Kampf im Rahmen paramilitärischer Einheiten
    3. Phase bewaffneter Kampf im Rahmen von teils militärischen und teils paramilitärischen Verbänden und übergehend in einen regulären Bürgerkrieg

    Sofern ein Staat als Gegner auftritt, entweder weil es ihn direkt betrifft oder im Rahmen von Beistandszusagen zu Stabilisierung von politischen Regimes (z.B. in Vietnam) ist es für die Phase 1 und 2 immer ein asymmetrischer Konflikt, während er für die Phase 3 zu einem symmetrischen Konflikt übergeht.

    Allerdings sind teilweise auch die Phase 2 und 3 historisch paralell zu beobachten. Oder auch die 1 und 2 etc.. Beispielsweise im sino-japanischen Krieg (ab 1937) wurden diese beiden Kampfformen der Phase 2 und 3 sehr erfolgreich kombiniert, mit dem Ziel eines Abnutzungskrieges der Chinesen gegen die Japaner.

    Und sind gegen Militärputsche (spanischer Bürgerkrieg etc.) analytisch klar abzugrenzen.

    Eine interne Differenzierung des Potentials von Terroristen, von Guerillas oder eines offenen militärischen Befreiungskampfes kann man anhand einer Reihe von Kriterien vornehmen:

    - Umfang der vorhandenen militärischen Mobilisierung
    - Art der Ideologie der Bewegung und abgeleitet der Zielsetzungen
    - Umfang der Verankerung bzw. Akzeptanz oder Unterstützung in der Bevölkerung
    - Art des Widerstands, der eher militanter oder eher pazifistischer Natur sein kann (ein "Terrorist" könnte auch mit Blumen werfen, sofern das Systemdestabilisierend ist, um es ein wenig pointiert zu formulieren)

    Anhand dieser Kriterien und einer möglichst theorie- und faktenorientierten Bewertung sollte man einer fremdgesteuerten, nicht selten politisch motivierten Deutungshegemonie relativ gut Widerstand entegenstellen können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Oktober 2011
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  7. Maelonn

    Maelonn Gesperrt

    Meiner Ansicht nach ist Dein Versuch der Systematisierung zum Scheitern verurteilt. Ich stimme @El Quijote zu, dass es hier in erster Linie um Deutungshoheit geht, alternativ um nachträgliche Einstufungen, die dann vorgenommen werden, wenn ein "Sieger" feststeht. Für die Unterscheidung zwischen Terroristen und Guerillas stehen uns nur "weiche" Kriterien zur Verfügung, die erst im Nachhinein hinreichend deutlich identifizierbar sind.

    Das fängt mit den von Dir genannten drei Phasen an. In Phase 1 lassen sich Terroristen und Guerillas kaum unterscheiden, weil sich beide Gruppen aus materiellen Gründen sehr ähnlicher Methoden bedienen. Die Phasen lassen sich nur bei "Armeen" beobachten, die in asymmetrischen Kriegen in der Rolle der materiell unterlegenen Partei in den Konflikt eintreten. Zum Teil erreichen diese "Armeen" die Phase 2 oder 3 gar nicht und bekommen folglich keine Chance, sich auf diese Weise von Terroristen abzugrenzen.

    Mobilisierung und Rückhalt in der Bevölkerung sind ebenfalls unzureichende Merkmale. Beispiel Kuba: Batista ist zweifelsfrei nicht von Terroristen sondern von einer Befreiungsbewegung gestürzt worden. Als Castro mit seinem Kampf begonnen hat, hatte er aber genau gar keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Es war der Anstoß von Außen erforderlich, um die Menschen, um deren "Befreiung" es ging, überhaupt erst von der Sinnhaftigkeit dieses Unternehmens zu überzeugen, um eine Mobilisierung erstmal anzustoßen. Deshalb sind sich die "Theoretiker" des Kleinkriegs (z.B. Mao) darüber einig gewesen, dass die Guerillas sich selbst als "Avantgarde" der Masse verstehen müssen.

    Randbemerkung: Hier sehe ich den Grund dafür, dass Terrorismus (oder auch Volksaufstand) hin und wieder Landesgrenzen überschreitet: Wenn eine Idee/ein Ideal/eine Ideologie sich mit Sendungsbewusstsein paart, dann kann sowas passieren. So waren gewisse Spielarten des Kommunismus phasenweise recht "expansiv" und haben mancherorts Terrorgruppen, anderenorts Befreiungsbewegungen hervorgebracht - je nach Erfolg und Rezeption (Deutung) durch diejenigen Menschen, denen die Aktionen galten.

    Die möglichen Methoden der Kampfführung (blutig oder unblutig) taugen als Unterscheidungskriterium ebenfalls nicht. Sie werden in hohem Maße von der Art des Widerstands beeinflusst, der überwunden werden muss. Beispiel hierführ: Ghandi. Er gilt heute als Ikone des gewaltlosen Kampfes. In Wahrheit lag sein Hauptinteresse aber darin, einen "aktiven" Widerstand anzustoßen. Dass dieser Widerstand gewaltlos sein möge, war sein Ideal. Aber er hat auch gesagt, dass es besser sei, Gewalt anzuwenden als gar nichts zu tun.

    Ungeachtet dessen stimme ich der These zu, dass Terrorismus und Befreiungskampf sich von einander unterscheiden. Mir fällt nur kein hartes Kriterium ein, das so eine Unterscheidung möglich machen würde. Zwei "schwammige" Kriterien biete ich mal an:

    Ob jemand Terrorist oder Guerilla ist, hängt davon ab,

    1) ob seine Absichten "mehrheitsfähig" sind - ob sie sich mit dem Wertesystem der "zu befreienden" Bevölkerung in Einklang bringen lassen und ob sie damit besser in Einklang zu bringen sind, als die Ziele der bekämpften Partei. Beispiel: Die RAF. Die konnte nie zu einer Befreiungsbewegung werden, weil die Masse der Bevölkerung nicht begeifen konnte, was diese Leute eigentlich wollten.

    2) ob die feindseligen Aktionen "treffsicher" sind - ob die Auswahl der Menschen oder Gegenstände, die bekämpft werden, das Ziel des Kampfes erkennen lassen. Beispiel hierfür: Anschläge der IRA wirkten in aller Regel recht "gezielt", Anschläge mancher arabischer Gruppierungen heutzutage wirken "wahllos" und lassen nicht erkennen, wer Freund und wer Feind ist.

    MfG
     
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