Aufsatz Sklaverei und Modernisierung Nordamerikas

Dieses Thema im Forum "USA | Kanada" wurde erstellt von 123vbe, 29. Juni 2010.

Schlagworte:
  1. 123vbe

    123vbe Neues Mitglied

    Hallo! Kann mir jemand bei einem Aufsatz helfen? Ich muss in 2000 Worten den Zusammenhang des Sklavenhandels mit der Entwicklung Amerikas analysieren.
    Es geht besonders darum, was die Sklaven zur wirtschaftlichen Entwicklung von Nordamerika beigetragen haben und ob dies ohne sie ueberhaupt moeglich geworden waere. Ich muss erlaeutern koennen, was dafuer spricht und auch argumentieren koennen, dass die Entwicklung Amerikas auch ohne die Sklaven und den Sklavenhandel erfolgt waere.
    Ich habe gerade angefangen Geschichte zu studieren und bin neu hier im Forum und daher fuer jeden Beitrag sehr dankbar.

    (ICH HABE DIE FRAGESTELLUNG GEANDERT!)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2010
  2. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Sorry, aber ich finde die Fragestellung etwas merkwürdig, zumindest was die/eine Modernisierung angeht. Wie können Länder und Kontinente, die sich doch erst im Aufbau befinden schon modernisiert werden? Modernisieren kann man ja nur Altes, Überholtes ...
    Was willst du damit sagen, worauf willst du hinaus? :grübel:

    Auch die Frage, was die Sklaven zur Modernisierung beigetragen haben? Wie meinst du das? Meinst du damit, ob die Sklaverei den wirtschaftlichen Aufschwung Nordamerikas unterstütze? :grübel:
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2010
  3. 123vbe

    123vbe Neues Mitglied

    Entschuldige mein Deutsch ist nicht perfekt. Also es geht darum was die Sklaven (und der Sklavenhandel) in Amerika bewirkt haben, wirtschaftlich gesehen und ob die wirtschaftliche Entwicklung auch ohne sie moeglich gewesen waere.
     
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  4. Secundus

    Secundus Aktives Mitglied

    Du solltest unbedingt nach der Baumwollproduktion recherchieren.
    In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg der Bedarf an Baumwolle weltweit rasant an, dies begünstigte den Aufbau der sklavenhaltenden Plantagenwirtschaft.
     
  5. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Kein Problem. :winke:

    Hier ein wenig erste Info
    Von den Kolonien zur geeinten Nation - Informationen zur politischen Bildung (Heft 268)

    und hier mit dem Verzeichnis sehr guter Links, CDs etc.
    About the USA - Gesellschaft > Einwanderung
     
  6. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Ich sehe bei deiner Fragestellung jetzt ein größeres Problem: die Sklavenarbeit einsetzende Ökonomie bestand in den Südstaaten der USA, mit einer exportorientierten Plantagenwirtschaft (zb Baumwolle, Tabak). Da die Monokulturen die Böden aber recht rasch erschöpften, gab es von den Südstaaten aus das Interesse, das Gebiet, in dem Sklavenhaltung möglich war, zu erweitern.

    (Deine ursprüngliche Fragestellung habe ich nicht mehr gesehen - wie lautete diese denn?)

    Eine wirtschaftliche Entwicklung in dem Sinne einer Industrialisierung hat es vorwiegend in den Nordstaaten der USA gegeben, in denen es keine bzw kaum Sklaverei gab.

    Die soziale Struktur der Südstaaten unterschied sich nicht nur durch die Sklavenhaltung von der der Nordstaaten (Stichwort: Pflanzeraristokratie). Die ökonomische Struktur der Südstaaten war landwirtschaftlich geprägt und behielt diese Ausrichtung auch bei, nachdem im Norden die Industrialisierung eingesetzt hatte. Industrie war praktisch nicht vorhanden, so daß Produktionsmittel entweder importiert wurden, oder auch auf den großen Plantagen selbst in Handarbeit hergestellt wurden. Hierdurch blieb ein etwaiger technischer Fortschritt immer lokal oder höchstens regional begrenzt, sofern er überhaupt realisiert werden konnte.

    So grob über den Daumen kann man sagen: während im Süden ein Interesse an Arbeitskräften bestand, die örtlich gebunden waren und billig zur Verfügung standen, entwickelte sich im Norden durch die Industrialisierung ein Interesse an Arbeitskräften, die nicht örtlich gebunden, sondern vielfältig einsetzbar waren. Die sehr starre Bindung an einen Eigentümer wurde in der aufkommenden Industrialisierung als kontraproduktiv angesehen (es kann natürlich nicht nur auf die Mobilität der Arbeitskräfte Auswirkungen haben - die womöglich beim Besitzer nachfragen müssen, bevor sie den Arbeitsplatz wechseln dürfen -, sondern zb auch auf die Lohnvorstellungen, wenn noch eine weitere Person, nämlich der Sklavenhalter, aus dem erzielten Arbeitslohn Profit schlagen will). Andererseits wollen industrielle Arbeitgeber ihrerseits ihren Profit maximieren, ohne die umständliche weitere Fürsorge für Arbeitskräfte, wie sie bei der Sklavenhaltung gegeben war (Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung etc).
     
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  7. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Es ist so, dass jede Einwanderungswelle in die USA einen Wirtschaftsaufschwung bewirkt hat. Die Ursache dürfte in der hohen Verfügbarkeit von billiger Arbeitskraft liegen. Dabei macht es eigentlich keinen Unterschied aus, ob diese Arbeiter nun freiwillig oder unfreiwillig eingewandert sind.
     
  8. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Einen kleinen Eindruck von den wirtschaftlichen Verhältnissen in den USA im 19. Jahrhundert kann man da gewinnen:
    Wirtschaftskrise von 1857 ? Wikipedia
    Da zeigt sich auch, dass gewerbliche oder industrielle Produktion nicht unbedingt identisch sein muss mit wirtschaftlicher Entwicklung und Prosperität und Landwirtschaft mit Stagnation und Rückständigkeit.
    Über die Selbstversorgung hinausgehende Produktion und sogar für den Export gilt durchaus als "entwickeltes" Wirtschaften. Das, und der daraus resultierende Reichtum der "Pflanzer-Dynastien" wurde ganz wesentlich durch die billige Arbeitskraft der Sklaven ermöglicht.
     

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