August der Starke

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Karl.V, 16. Mai 2012.

Schlagworte:
  1. Karl.V

    Karl.V Neues Mitglied

    Ich brauche Ideen für eine Theorie über August den Starken ich fänds cool wenn ihr mir sie bald wie möglich antwortet:cool:
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2012
  2. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Normale Schriftgröße reicht. Was für eine Theorie denn? Warum er erfolgreich bei der Erlangung des polnischen Throns war war, warum er so viele Mätressen hatte oder worüber?
     
  3. Karl.V

    Karl.V Neues Mitglied

    halt eine über die sache mit Johan Friedrich Böttger
     
  4. Faunus

    Faunus Neues Mitglied

    Was interessiert dich denn an Johann Friedrich Böttger?
    Sein Erfolg als Alchemist?
    Der Grund für seine Gefangenhaltung?
    Eine Spezifikation von "These über J. F. Böttger" wäre durchaus angebracht.
     
  5. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Knappe Frage bekommt knappe Antwort. War halt so ne Sache zwischen August und Böttger.
     
  6. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Ich dachte immer, August stand eher auf Frauen.
     
  7. Artorius

    Artorius Aktives Mitglied

    Hast du für diese Behauptung eine Quelle!?:devil:
     
  8. Faunus

    Faunus Neues Mitglied

    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Mai 2012
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  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Mater semper certa est. ;)
     
  10. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    August und der Tod seines Bruders und August und die Fürstin von Teschen

    Neulich kamen zwei Dokus auf Phoenix im Rahmen der Reihe "Die Geschichte Mitteldeutschlands", die da hießen "Die vergiftete Mätresse - Wie August der Starke an die Macht kam" und "Die Mätresse des Königs - Fürstin von Teschen und August der Starke" (20.05 20:15/21:00 und 21.05. die Wiederholung). Es ging leider nicht um Böttger sondern zum einem um die Todesumstände von Johann Georg IV. und seiner Mätresse und zum anderen um den Aufstieg der Fürstin von Teschen. Zumindest die Mordtheorie in der ersteren Doku dürfte ja schon einigen Stoff liefern, zumal der Fall realtiv vielseitig schon zu der Zeit beleuchtet wurde.

    Natürlich muss man solche Dokus mit Vorsicht genießen. So wurden wiederholt falsche Gemälde z.B. eingeblendet. Einmal wurde von einem Festmahl August des Starken gesprochen und dann ein Gemälde der Schule Martin van Meytens gezeigt, welches den Kaiserhof Maria Theresias zeigte und einmal wurde anstatt August des Starken ein Porträt seines Sohnes präsentiert, obwohl über August den Starken gesprochen wurde. Die Spielszenen waren selbstredend überwiegend fiktiv, wobei bisweilen die Zitierung hist. Quellen sugeriert wurde, bspw. bei dem Gespräch der Gräfin Lubomirska mit der Kurfürstin in letzterer Doku. August der Starke wurde in einer Spielszene von einem Hofmarschall (?) als "Seine Exzellenz" bezeichnet. Es müsste natürlich entweder Majestät wegen der polnischen Krone oder zumindest Durchlaucht wegen des sächsischen Kurhutes heißen. Einmal erzählte sogar ein Historiker, der Sohn der Fürstin Lubomirska sei in französischen Diensten berühmt geworden als Chevalier de Saxe. Der Sohn der Fürstin hieß zwar tatsächlich Chevalier de Saxe, ging aber nicht in französische Dienste, sondern war ein sächsischer Feldherr, derjenige welche wiederholt bis zur Kapitulation bei Pirna von den Preußen in den schlesischen Kriegen geschlagen wurde. Sein Halbbruder war es, Hermann Moritz Graf zu Sachsen, der als Maréchal de Saxe in französischen Diensten Berühmtheit erlangte. Dieser war der Sohn der Gräfin Königsmarck.
    Interessant waren die Primärquellen, die vorgeführt wurden und die Aussagen der Historiker, wenn sie sich auch in der Regel bei heiklen Themen wie dem vermuteten Giftmord an Augusts Bruder eher mit einem extremen Urteil zurückhielten. Am besten gefiel mir da die Medizinhistorikerin, die von zeitgenössischen Giften ebenso wie von der Behandlungspraxis der Ärzte sprach.
    Deutlich zu weit gingen mir teilweise die Spekulationen v.a. des Prinzen Eduard von Anhalt, der behauptete, dass Sachsen sehr viel der Lubomirska zu verdanken habe, dass man ihr ein Denkmal errichten müsse. Worin diese Verdienste bestehen würden, ging zumindest für mich aus der Dokumentation nicht hervor.
     
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  11. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Man konnte aus der ersteren der beiden von mir angeführten Dokus die Theorie herauslesen, dass Johann Georg und seine Mätresse entweder durch seinen Bruder oder durch seine Gemahlin ermordet wurden. Es gab eine Reihe von Indizien worunter die stichhaltigsten der mysteriöse Tod eines Mediziners aus dem Umfeld des Toten, dann dass es außer den beiden Todesfällen keine in Dresden 1694 gab, die auf die Pocken zurück zu führen gewesen wären, sowie die Vorteile, welche zumindest August der Starke aus dem Tod des Kurfürsten Johann Georg IV. zog und seine und der Kurfürstin Eleonore Misshelligkeit mit dem Verstorbenen und seiner Mätresse. (Sehr amüsant war wie sich der berühmte Kenner sächs. Geschichte Prof.Dr. Blaschke über August und Konsorten ereiferte, typisch für ihn.) Es kam ein Giftmord in Frage. Die Ermittlungen, welche Friedrich August I. kurz nach dem Tod seines Bruders anstellen ließ, waren dazu geeignet von einem möglichen Mord abzulenken, richteten sie sich doch primär gegen die Mutter der Mätresse und deren Anhänger.

    In der zweiten Doku ging es um den angeblichen Einfluss, den eine Mätresse erreichen konnte. Fürstin Lubomirska kam offensichtlich zeitweilig eine tragende politische Rolle in Warschau als Stellvertreterin für den König zu. Außerdem bemerkenswert war die Verordnung, welche August der Starke erließ, womit er sich selbst offiziell von dem Verbot des Ehebruches, welcher in Sachsen noch unter schwerer Strafe stand, ausnahm. Von dem Dokument habe ich ehedem nur wenig gehört.
     

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