Bundeslied "Bet' und arbeit'"

Dieses Thema im Forum "Die Industrielle Revolution" wurde erstellt von Iunosa, 19. Juni 2012.

  1. Iunosa

    Iunosa Neues Mitglied

    Hallo,

    ich habe eine Frage bzgl. der Melodie dieses Liedes:
    Die Melodie (von Peter Heinz) ist ja nicht besonders mitreißerisch. Sie hat eher Volksliedcharakter. Wodurch könnte das begründet sein???
    Ich bitte um eine schnelle Vermutung eurerseits!

    [mod] http://www.geschichtsforum.de/f8/hinweise-zu-verlinkungen-37262/ [/mod]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Juni 2012
  2. Iunosa

    Iunosa Neues Mitglied

    Als Anm.: Es hat einen Apellcharakter und ruft die Arbeiter zur Solidarisierung gegen die Unternehmerschaft auf (durch Niederlegung der Arbeit). Wieso dann aber solch eine Volksliedmelodie????
    BITTE helft mir! Ich verzweifel langsam...

    Hier der Liedtext:
    Bet und arbeit! ruft die Welt
    Bete kurz! denn Zeit ist Geld
    An die Türe pocht die Not -
    Bete kurz! denn Zeit ist Brot
    Und du ackerst, und du säst,
    Und du nietest, und du nähst,
    Und du hämmerst, und du spinnst -
    Sag, o Volk, was du gewinnst!
    Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht
    Schürfst im Erz- und Kohlenschacht,
    Füllst des Überflusses Horn,
    Füllst es hoch mit Wein und Korn.
    Doch wo ist d e i n Mahl bereit?
    Doch wo ist d e i n Feierkleid?
    Doch wo ist d e i n warmer Herd?
    Doch wo ist d e i n scharfes Schwert?
    Alles ist dein Werk! o sprich,
    Alles, aber nichts für dich!
    Und von allem nur allein,
    Die du schmiedst, die Kette, dein?
    Kette, die den Leib umstrickt,
    Die dem Geist die Flügel knickt,
    Die am Fuß des Kindes schon
    Klirrt - o Volk, das ist dein Lohn.
    Was ihr hebt ans Sonnenlicht,
    Schätze sind es für den Wicht;
    Was ihr webt, es ist der Fluch
    Für euch selbst - ins bunte Tuch.
    Was ihr baut, kein schützend Dach
    Hat's für euch und kein Gemach;
    Was ihr kleidet und beschuht,
    Tritt auf euch voll Übermut.
    Menschenbienen, die Natur,
    Gab sie euch den Honig nur?
    Seht die Drohnen um euch her!
    Habt ihr keinen Stachel mehr?
    Mann der Arbeit, aufgewacht!
    Und erkenne deine Macht!
    Alle Räder stehen still,
    Wenn dein starker Arm es will.
    Deiner Dränger Schar erblaßt,
    Wenn du, müde deiner Last,
    In die Ecke lehnst den Pflug,
    Wenn du rufst: Es ist genug!
    Brecht das Doppeljoch entzwei!
    Brecht die Not der Sklaverei!
    Brecht die Sklaverei der Not!
    Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!
     
  3. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Ist das deine persönliche Einschätzung oder hat dir das jemand vorgegeben? Jedenfalls kann man das auch anders sehen.
    Liederbuch der Sozialistischen Jugend - Die Falken im Kreisverband Bad Doberan
    Davon abgesehen ist es ja ein Lied für das Volk und nicht für einen Opernchor. Und man muss es auch nicht unbedingt wie einen Choral intonieren. Dann kann es sich (meiner Meinung nach) zwar nicht mit dem nervenaufreizenden "Ça ira", aber durchaus mit der Marsellaise und Internationalen messen.
     
  4. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Von wann ist das Lied? Welche musikalischen Stilrichtungen gabs da? Heavy Metal war bspw keine Alternative... :p

    Im Ernst: Die Musik der Arbeiterbewegung entwickelte sich aus der "Volksmusik". Es war für den agitatorischen Einsatz solcher Lieder wichtig, dass sie von Amateuren oder in großer Menge vorgetragen werden konnten. Und warum "Volksmusik" bzw deren Melodien nicht mitreißend sein sollen, musst Du nicht nur den Fans von Arbeiterliedern erklären, sondern auch denen des "Musikantenstadls"... ;)
     
  5. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Die Melodie ist ws. ne Moll-Melodie (meine letzte Musikstunde ist schon was her ;) ) und soll wohl die Bedrückheit der Arbeiter darstellen. Eine fröhliche Melodie hätte dem Inhalt wohl auch kaum gestanden. Dazu gilt natürlich das, was meine vorposter bereits geschrieben haben.
     

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