Der antike Persische Königstitel

Dieses Thema im Forum "Das Reich der Perser" wurde erstellt von Sha in Sha, 28. Juli 2010.

  1. Sha in Sha

    Sha in Sha Neues Mitglied

    Der Pesische Königstitel ,,Sha in Sha" Bedeutet übersetzt ,,König der Könige" warscheinlich sol er das herschen der Persischen Achemäden Dinasti über Fiele einstmals eigenschtendige Reiche ,Kulturen und Völker Simbolisiren. Was man zwar als angeberisch bezeichnen kan aber in anbetracht der Tatsache das das Antike reich der Perser das 3.Gröste reich in der bisherigen Geschichte der Mensheit ist erscheint das als garnich so Angeberisch.:)
     
  2. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Und über welche historische Frage möchtest du nun diskutieren?
     
  3. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Solche "Angeberei" gab es immer wieder einmal.
    Großkönig ? Wikipedia
    Auch Imperator, Kaiser, Zar kann man dazu zählen. Titel, die sich europäische Herrscher von Großbritannien bis Bulgarien zulegten.
    Generalissimus ist auch von der Art - wie sich zwei so unterschiedliche Diktatoren wie Stalin und Franco bezeichneten.
    Es ging aber noch eine Nummer größer: Sich schlicht und bescheiden zum Gott zu erklären - wie die ägyptischen Könige.
     
  4. Sha in Sha

    Sha in Sha Neues Mitglied

    Jap aber hat ,,bei einer gewissen gröse des herschaftsgebites das nicht auch Berechtigung,, . ( Platon )
     
  5. urvo

    urvo Aktives Mitglied

    Hallo,
    hinter dem siegreichen Feldherrn im alten Rom, dem ein Triumphzug gewährt worden war, stand ein Sklave, hielt ihm einen Lorbeerkranz oder die Jupiter-Tempel-Krone über den Kopf und mahnte den Triumphator ununterbrochen mit den Worten:

    Memento mori
    Bedenke, dass du sterben musst.
    Memento te hominem esse
    Bedenke, dass du ein Mensch bist.
    Respice post te, hominem te esse memento
    Sieh dich um; denke daran, dass auch du nur ein Mensch bist. "


    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Memento_mor…

    Diese Handlung – die über Jahrhunderte praktiziert wurde – hatte wohl einen tieferen Sinn.
    Gruß Urvo
     
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  6. Traklson

    Traklson Neues Mitglied

    Das Ausmaß der eigenen Macht, zu Recht oder nicht, darzustellen und auf die Größe des Herrschaftsgebiets hinzuweisen sind nur zwei Motive, die einem solchen Titel zugrunde liegen können. Oft war ein wichtiger Beweggrund, sich in die Tradition großer und berühmter Vorgänger zu stellen.
    Der Titel „König der Könige“ kam mir dich irgendwie bekannt vor.

    Der erste Herrscher, dem es gelang die vielen rivalisierenden Stadtfürstentümer Mesopotamiens in so etwas wie einem Reich zu umklammern, war Sargon, der sich selbst „König der Gesamtheit“ (sar kissatim) nannte“. Auch dies als Rückgriff auf den prestigeträchtigen Titel „König von Kisch“ (Kisch = kis – kissatim = Gesamtheit).
    Sein Nachfolger Naramsin nannte seinen Sohn Sar-kali-Sarri (König der Könige). Dies war kein Thronname, Titel oder Beiname, sondern ein Eigenname, der in erster Linie der Verherrlichung des Vaters, Naramsin, diente.
    Es wird den Akkadern nachgesagt, mit ihnen sei die Idee eines Weltreiches geboren worden und man hat sich gerne an ihre Titel angelehnt.


    Quelle: Dietz Otto Edzard: Geschichte Mesopotamiens, C.H. Beck, S. 78-88
     
  7. Sasaki

    Sasaki Neues Mitglied

    Ein bissel :eek:fftopic:

    Das würde ich nicht unbedingt unterschreiben. Sargon hatte zwar das erste Großreich, Vereinigungen der Stadtstaaten, wenn auch meist nur sehr kurz, gab es schon davor. Siehe z.B. Lagasch der 2. (?) Dynasie unter Ur-Nansche/Eannatum/Enmetena oder Lugalazegesi von Uruk.

    Zzz, nach Sargon kam erst Rimusch und dann Manischtusu.
     
  8. Stilicho

    Stilicho Aktives Mitglied

    Oder auch umgekehrt.
     
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  9. argisti

    argisti Neues Mitglied

    Weil eh nicht ganz klar ist, was das Thema ist,

    Ja, aber während Lugalzagesi nur "König von Uruk und König des Landes Sumer" ist, dem zwar "Enlil alle Länder geradewegs zu ihm gehen ließ", beherrschte Sargon diese Länder (ganz Mesopotamien und Elam). Er hat "die Vier Weltgegenden durchzogen". Sein Enkel Naramsin war dann sogar "König der vier Weltgegenden", dessen Sohn nur noch "König von Akkade" war.


    War es nicht Samsi-Adad I., der sich als erster "König der Gesamtheit" nannte?
     
  10. Sasaki

    Sasaki Neues Mitglied

    Laut Wikipedia war er der erste assyrische König der sich so nannte. Allerdings war er ja eigendlich nur bedingt Assyrer , Assur hat er ja nur erobert. Aber wird schon stimmen...bei Wikipedia weiß man halt nie so genau.
    Kann durchaus sein, dass es davor auch Könige der Gesammtheit gab.
    Meines Wisens nach hatte Sargon 4 Titel, die ich leider nicht mehr weiß.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. November 2010
  11. argisti

    argisti Neues Mitglied

    Die Information stammt aus dem guten alten "Fischers Weltgeschichte Band 2". Aber "Geschichte Mesopotamiens, Verlag C.H.Beck, München 2004" oder "Sumerer und Akkader, Verlag C.H. Beck, München 2005 " berichten auch in ähnlicher Weise.

    Naramsins "König der Vier Weltgegenden" wird bei den genannten Autoren als Anspruch auf die (kosmische?) Weltherrschaft gedeutet. Dafür spricht auch, dass er als erster seinen Namen mit Gottesdeterminativ schreiben ließ. Und obwohl auch noch Sarkalisari anfangs dieses Gottesdeterminativ verwendet, traut sich danach erst Sulgi aus Ur III wieder es zu verwenden,
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. November 2010
  12. Luca81

    Luca81 Neues Mitglied

    Hi,

    allein die Tatsache, dass Alexander, sowie später die Römer auf ihren Münzen Götterbilder verdrängten und ihre eigenen Portraits und sogar diese Portraits mit göttlichen Attributen versahen, deutet auch die gottgleiche Stellung in der Antike hin, welche sie sich selbst gaben. Somit konnte sie ihre teilweise ursopierte Macht legitimieren und sich über dem Volk stellen. Sogar Cäsar wurde nach seinem Tod vergöttlicht, denn Octavian nannte sich später Sohn des göttlichen Cäsar! Das hat weniger mit Angeberei als mit machtpolitischem Kalkül zu tun! :)

    Gruß
     
  13. Sasaki

    Sasaki Neues Mitglied

    Bist du dir da sicher? Ich kann mir, da die Römer ja anscheinend einen regel Opferkult frönten und ihre Götter wichtig nahmen, nicht vorstellen, dass sich die Kaiser vergöttlichten. Dass gehörte doch zu dieser Zeit der Vergangenheit an? Wenn nicht, kannst du mir ein paar Links und Infos geben, interessiert mich.
     
  14. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Schon Caesar wurde von den zweiten Triumvirn zum Staatsgott erhoben.
    Divus Iulius ? Wikipedia
     
  15. Luca81

    Luca81 Neues Mitglied

    Hallo Sasaki!

    gerne! :)

    http://www.archaeologie-aachen.de/Bilder/Fund_Muenze_Minoritenstrasse.jpg
    schau dir mal die umschrift an! das erste Wort! da steht divus=göttlich! :)
    http://www.mythologie.ch/BILDER/00869q00.jpg
    die ist etwas schlechter aber wenn du genau hinsiehst, steht da Caesar divi ... damit bezieht er sich auf seinen göttlichen Adoptivvater.
    http://www.reppa.de/images/av/7171105005.jpg
    hier eine Münze von Alexander dem Großen, wenn du genau hinsiehst siehst du den Löwenkopf, ein attribut des Halbgottes Herkules, von dem er angeblich abstammt!
     
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  16. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die Teilnahme am Kaiserkult war für die religiös sonst sehr toleranten Römer ein Teil der Staatsraison. Der Kaiserkult war der Grund für die Christenverfolgungen und Judenverfolgungen, beides jedoch temporär. Die Juden standen als schon vor der römischen Eroberung bestehende Religion eigentlich unter dem Schutz des römischen Staates, aber solche Schutzmaßnahmen wurden immer mal wieder unterlaufen, indem römische Statthalter das jüdische Bilderverbot mit der Aufstellung von Kaiserbildnissen hinterliefen, was dann regelmäßig zu Aufruhr und schließlich zum jüdsochen krieg und zum Bar Kokhba-Aufstand führte. Die Christen, als neue Religion hatten diesen Schutz nicht, wurden aber auch nicht durchgängig verfolgt. Erhalten hat sich da ein ganz interessanter Ratschlag des Kaisers Trajan an einen seiner Statthalter, Plinius dem Jüngeren, von dem eine berühmte Briefesammlung erhalten ist. Trajan sagt Plinius nämlich, dass man Christen nicht verfolgen solle, außer sie würden angezeigt und bleiben halsstarrig. Hier wird also eine eher passive Haltung gegenüber den Christen eingenommen.
     
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  17. Luca81

    Luca81 Neues Mitglied

    Naja, nicht für die Judenverfolgung, den Juden wurde auch religiöse Toleranz entgegengebracht, Grund waren die Aufstände der Juden, die sich gegen die römische Herrschaft aufgelehnt hatten, natürlich auch religiös motiviert, aber das war dann eher von seiten der Juden als von seiten der Römer. Die Römer hatten nur einfahc nicht das Feingefühl des Bilderverbots, für sie waren die Gebote und Verbote der Tore nicht verständlich und nachvollziehbar. Grund dieser Kaiserbilder waren weniger religiös motiviert aus sicht der Römer, sondern mehr aus propagandistischen mitteln!
    Daher lehnten die Juden auch das römische Geld ab, da dort ein Mensch abgebildet war, nach dem Gesetz der Tora nicht erlaubt.
     
  18. PersianRoots

    PersianRoots Neues Mitglied

    Diese Vermutung stimmt nicht ganz.
    Kurosh (oder auch Kyros) der Große war seiner Zeit in vielerlei Hinsichten weit Voraus.
    Er war nicht nur ein brillanter militärischer Stratege, welches definitiv notwendig gewesen ist um ein Reich in der Größe Persiens 580 v.Ch. zu regieren, sondern auch ein Toleranter und gerechter König.
    Er versklavte die verfeindeten Königreiche nicht welche er besiegt hatte, sondern integrierte sie in sein Reich.
    Die besiegte Könige durften weiter regieren, mussten aber die Gesetze der Perser befolgen. Zu diesen Gesetzen gehörten auch religiöse und kulturelle Toleranz und mit der Befreiung der Juden aus Babylon legte er den Grundstein der Menschenrechte so wie wir es heute kennen. Es gab keine Sklaverei, dann als Dariush (oder auch Darios) mit dem unglaublichsten Projekt "Persepolis" begann, wurden alle Arbeiter entsprechend ihrer Leistung Bezahlt.
    An dieser Stelle möchte ich nur kurz anmerken, dass der bau der Chinesischen Mauer ca. 700 v.Ch. begann, zunächst aus Holz und mit der Zeit errichtete man stein Wälle bis sie über Jahrhunderte ihre jetzige Größe erreichte. Der Grund warum ich dies erwähne ist die, dass ich gerne aufzeigen möchte, dass während die chinesische Mauer von Sklaven und Kriegsgefangenen erbaut wurde und alle die die den Anstrengungen der harten Arbeit erlagen gleich an Ort und Stelle in die Mauer mit einzementiert wurden, die Persischen Könige Ihre Arbeiter unabhängig vom Geschlecht entlohnten.
    Die Könige im Reich entrichteten tatsächlich 20% Steuer an den persischen König und wurden in die Wirtschaftliche und militärische Infrastruktur mit eingebunden.
    Es gab damals, und wir sprechen hier immer noch von ca. 580 v.Ch., zB. Karenz-Geld für Frauen.
    "Shah in Shah" ist also viel weniger eine Angeberei, als viel mehr die tatsächliche Struktur wie Kurosh das persische Reich regierte.

    Soweit ich weiss wurde die von Kyros, Darios, Xerxes I und Xerxes II in dieser Form umgesetzt bis Alexander über Xerxes II siegte.
     
  19. hjwien

    hjwien Aktives Mitglied

    Das persische Reich war also der Himmel auf Erden und die Menschen die glücklichsten, die es gab? Bist Du sicher, daß Du nicht tendenziell schreibst?
     
  20. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Alexander siegte über Dareios III. und Artaxerxes IV. Xerxes II. regierte zur Jahreswende 424/423 nur eineinhalb Monate lang und wurde dann von Sogdianos ermordet.

    Du meinst wohl 480 v. Chr.? 580 v. Chr. war Persien noch ein kleiner Vasallenstaat der Meder unter der Herrschaft von Kambyses I., dem Vater von Kyros dem Großen. 480 v. Chr. regierte dann allerdings bereits Xerxes I.

    Wie kommst Du darauf? Als Kyros sich gegen die Meder erhob, stürzte er König Astyages. Als Kyros Lydien eroberte, nahm er König Kroisos gefangen. Als Kyros Babylon eroberte, nahm er König Nabonid gefangen und proklamierte sich selbst zum König von Babylon.
    Was Du beschreibst, trifft auf die Herrschaft der Parther zu.

    Sie hatte nicht die Bedeutung wie bei den Griechen oder Römern. Es wurde aber z. B. die Bevölkerung Milets bei der Zerstörung der Stadt im Zuge des Ionischen Aufstands versklavt.

    Nein, es handelte sich um Bauern, die für einen Monat pro Jahr zwangsverpflichtet wurden.

    Wo hast Du denn das her?
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2011
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