Der deutsche Sonderweg

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von ursi, 24. November 2004.

  1. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    "Der Faschismus konnte nur dort ohne äußere Intervention an die Macht kommen, wo mindestens folgende Bedingungen erfüllt waren: Erstens: eine vorwiegend, wenn auch nicht ausschließlich aus den ländlichen und städtischen Mittelschichten sich rekrutierende Massenbewegung, die sich primär gegen die kommunistische und reformistische Arbeiterbewegung, sekundär gegen das liberal-parlamentarische System richtete, das seinerseits die freie Entfaltung der Arbeiterbewegung erlaubte; zweitens: starke vorindustrielle Führungsgruppen aus Feudalaristokratie, Militär und Bürokratie, die sich sowohl konservativen Industriekreisen als auch der faschistischen Bewegung als Bundesgenossen im Kampf gegen das parlamentarische System zur Verfügung stellten; drittens: eine schwere, unter Umstanden bis zur Funktionsunfähigkeit gehende Krise das parlamentarischen Regierungssystems; viertens: eine aus sozialen Unruhen erwachsende allgemeine Krisenstimmung; fünftens: abrufbare Reminiszenzen an ein vor-demokratisches Regime, das die politische Gleichberechtigung der Arbeiterschaft verweigert hatte; sechstens: ein Gefühl nationaler Demütigung -sei es durch einen verlorenen Krieg oder einen ,verlorenen' Sieg -, das den Boden für extremen Nationalismus schuf; siebtens: eine Militarisierung des öffentlichen Lebens durch ehemalige Kriegsteilnehmer, die die ,Rückkehr zur Normalität' verweigerten. Diese Voraussetzungen waren in Deutschland und Italien erfüllt, nicht jedoch in den Vereinigten Staaten, in England und Frankreich - um nur einige Beispiele kapitalistischer Industriegesellschaften zu nennen. In Ländern, die schon vor der industriellen Revolution mit ihren absolutistischen und feudalen Verhältnissen gebrochen hatten, gab es weder die Chance der sozialen Rückversicherung bei vorindustriellen Führungsschichten, noch ein Massenreservoir der Demokratiefeindschaft. Das klassische Beispiel hierfür bieten die USA. Obwohl die Weltwirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten - bei vergleichbarer Schärfe -sehr viel langer andauerte als in Deutschland, gab es dort weder in der ,middle class' noch in der ,business elite' einen ,Faschisierungsprozess'. Gewiss hatte sich in Amerika auch keine sozialistische Fundamentalopposition gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem entwickelt, so dass einer rechten Massenbewegung in gewisser Weise der Gegner fehlte. Aber auch in England und Frankreich, wo es durchaus eine sozialistische Arbeiterklasse gab, führte die Krise nicht zur Herausbildung einer breiten faschistischen Massenbewegung. Die demokratischen Traditionen in den Mittel- schichten waren zu stark, um, eine Entwicklung nach deutschem oder italienischem Muster zuzulassen, und autoritären Kräften im Unternehmerlager fehlte neben der Massenbasis auch der feudale Verbündete. Die Gründe dafür, warum im Verlauf der Weltwirtschaftskrise die Demokratie in Deutschland liquidiert wurde, in den anderen entwickelten Industriegesellschaften aber erhalten blieb, liegen nicht so sehr im Verlauf der Krise selbst als vielmehr in der unterschiedlichen vorindustriellen Vergangenheit dieser Länder. Die Entstehungsbedingungen des Faschismus haben mit Feudalismus und Absolutismus mindestens ebensoviel zu tun wie mit dem Kapitalismus."



    Heinrich-August Wink1er, Die "neue" Linke und der Faschismus. Zur Kritik der neomarxistischen Theorien über den Nationa1sozialismus, in: Ders., Revolution, Staat, Faschismus
     
  2. wthurner

    wthurner Gesperrt

    Hallo Ursi,
    eine interessante Theorie, die auf den ersten Blick eingängig ist.
    Wie erklärt sich der Faschismus in Spanien und Portugal im Gegensatz z.B. zum "Nichtfaschismus" z.B. in Frankreich, nach dieser Theorie?
    Und was ist bitte ein Sonderweghistoriker?
     
  3. Meister

    Meister Gesperrt

    nunja, auf spanien scheinen mir die genannten punkte recht gut zuzutreffen.
    bei portugal kenne ich mich nicht so aus, es dürften dort allerdings ähnliche verhältnisse geherrscht haben.

    Erstens: eine vorwiegend, wenn auch nicht ausschließlich aus den ländlichen und städtischen Mittelschichten sich rekrutierende Massenbewegung, die sich primär gegen die kommunistische und reformistische Arbeiterbewegung, sekundär gegen das liberal-parlamentarische System richtete, das seinerseits die freie Entfaltung der Arbeiterbewegung erlaubte;

    das problem der ersten und dritten phase der spanischen zweiten republik

    zweitens: starke vorindustrielle Führungsgruppen aus Feudalaristokratie, Militär und Bürokratie, die sich sowohl konservativen Industriekreisen als auch der faschistischen Bewegung als Bundesgenossen im Kampf gegen das parlamentarische System zur Verfügung stellten;

    statt bürokratie in spanien vorwiegend die kirche.

    drittens: eine schwere, unter Umstanden bis zur Funktionsunfähigkeit gehende Krise das parlamentarischen Regierungssystems;

    riesige differenzen zwischen dem rechten und linken lager, die sich je nach regierungsmehrheit in gravierenden benachteiligungen für die jeweils andere seite äusserten.

    viertens: eine aus sozialen Unruhen erwachsende allgemeine Krisenstimmung;

    resultierend aus drittens

    fünftens: abrufbare Reminiszenzen an ein vor-demokratisches Regime, das die politische Gleichberechtigung der Arbeiterschaft verweigert hatte;

    primo de rivera-diktatur, die sowohl bei militär, monarchisten und katholiken (vor allem) anfänglich recht beliebt war.

    sechstens: ein Gefühl nationaler Demütigung -sei es durch einen verlorenen Krieg oder einen ,verlorenen' Sieg -, das den Boden für extremen Nationalismus schuf;

    verlust der meisten kolonien, aufstände in spanisch marokko.

    siebtens: eine Militarisierung des öffentlichen Lebens durch ehemalige Kriegsteilnehmer, die die ,Rückkehr zur Normalität' verweigerten.

    das spanische militär war eh ein eigenartiger apparat. auf 6 soldaten kam ein offizier, auf 100 ein general. die offiziere genossen aber in anbedacht alter grösse hohes ansehen und waren darauf bedacht, dies zu erhalten.
     
  4. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Die Frage, ob es einen "deutschen Sonderweg" in die bürgerliche Gesellschaft und in die industriekapitalistische Modernisierung gegeben hat, beschäftigt seit dem 19. Jahrhundert deutsche Historiker und Staatswissenschaftler. Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges spitzte sich das historisch-politische Erkenntnisinteresse am "deutschen Sonderweg" auf die Frage zu: Wie und warum hatte es unter allen demokratischen Industriegesellschaften nur in Deutschland zu einer faschistischen Diktatur kommen können? Das Hauptdeutungsschema wurde das Bild von der "verspäteten Nation", die zwar in Riesenschritten den Industrialisierungsrückstand aufholte, deren Bürgertum aber zuvor die politische Macht nicht errungen hatte: Vorindustrielle und vorkapitalistische Traditionen hätten das Konflikt- und Protestpotential bereitgestellt, auf deren Boden die Weltwirtschaftskrise unter besonderen Bedingungen seit Ende der 20er Jahre zum Faschismus führte. Angelsächsische Historiker hielten jüngst dagegen, daß es problematisch sei, von historischen Sonderfällen zu sprechen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2014
  5. Fritz

    Fritz Neues Mitglied

    Hallo zusammen,
    Vor kurzem bin ich über den "deutschen Sonderweg" gestolpert und etwas verdutzt hängengeblieben. Der deutsche Sonderweg soll eine Erklärung sein, die den Werdegang des Nationalsozialismus in Deutschland erklären soll. Dazu wird zum einen gesagt, das Deutschland einen gesonderten Weg zur Demokratie eingeschlagen hat. Jedoch ist doch dann die Frage:" Gibt es einen normalen Weg zur Demokratie?". Nach kurzem hin-und her bin ich zum Entschluß gekommen, das es so etwas, wie einen normalen Weg zur Demokratie, nicht gibt. Auch wird der Sonderweg von links bis rechts verschieden ausgelegt. Vielleicht könnte ich mal eine andere Meinung zum Sonderweg hören. Sozusagen ein Pro und Contra zur Sonderwegsthese.
    gruß Fritz
     
  6. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter


    Kannst ja mal hier weiterlesen:

    http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=3305
     
  7. Fritz

    Fritz Neues Mitglied

    Danke für den Link.

    Allerdings bin ich von der These, nicht wirklich überzeugt. Du hast es Selbst schon angesprochen, das die These umstritten ist. Vorallem hab ich bedenken zu sagen, das es einen "normalen" Weg zur Demokratie gibt, welcher ja den Sonderweg vorraussetzt. Bei Frankreich z.b, gab es nach 1789 noch ein langes Zeitalter der Monarchie, durch Napoleon und Napoleon III. Beide würde ich nicht, als verfechter der Demokratie bezeichnen. Erst nach dem verlorenen Krieg 1871, folgte in Frankreich der Sprung zur Demokratie. In England, dauerte die durchsetztung der Demokratie bis zum 1.Wk und die art, wie sich die Demokratie durchsetzte, beruhte nicht auf Kriegsniederlagen wie bei Frankreich. England kann man zurecht als "die Wiege des Parlamentarismus" bezeichnen, nicht aber als die der Demokratie.
     
  8. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Ich betrachte diese These als einer der vielen Versuche den Nationalsozialimus zu erklären.

    Heinrich August Winkler entwickelte diese These in seinem Buch Der lange Weg nach Westen

    Ich zitiere aus dem Buch

    "Gab es ihn oder gab es ihn nicht, den umstrittenen "deutschen Sonderweg"? So lautete die Frage, von der diese deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ausging. Die Frage lässt sich nicht beantworten, wenn wir nur auf die letzten beiden Jahrhunderte blicken. Deshlab setzte der erste Band sehr viel früher ein, nähmlich be den drei Grundtatsachen, die die deutsch Geschichte bis 1945 prägen: dem Heiligen Römischen Reich und dem Reichsmythos, der Glaubensspaltung im 16. Jahrhundert und dem Dualismus zwischen den beiden deutschen Grossmächten, Österreich und Preussen. "
    S. 640

    Deutschlands Weg nach Westen war lang und auf weiten Strecken ein Sonderweg. Un d wenn auch alle Geschichte eine Geschichte von Sonderwegen ist, so gibt es doch einige, die noch besonderer sind als die anderen. S. 657

    Heinrich August Winkler
    Der lange Weg nach Westen
    Deutsche Geschichte 1806 - 1933
    Band 1
    Band 2
    Deutsche Geschichte 1933 - 1990
     
  9. Fritz

    Fritz Neues Mitglied

    Also das mit der Glaubensspaltung und dem Dualismus verstehe ich. Allerdings, wodrauf bezieht sich Winkler bei dem Reichsmythos?
    Zu S.657: Diese These halt ich für sehr gewagt. Ich meine, wenn es einen Sonderweg gibt, muss es rein Logisch einen "normalen" Weg geben. Das aber alle Geschichten Sonderwege sind und der deutsche Sonderweg, ein Sonderweg, von schon gesonderten Wegen ist, halte ich, festhaltend an dem Standpunkt, das es zu einem Sonderweg, einen normalen Weg geben muss, den ich nicht sehe, für nicht haltbar.
     
  10. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Aus dem Vorlesungsverzeichnis der HU Berlin:

    Vom Reichsmythos zum vereinten Europa: Zur Ideologie der deutschen Sendung"

    Dozent: Heinrich August Winkler

    Das 1806 untergegangene Heilige Römische Reich deutscher Nation war kein Nationalstaat und hatte immer etwas anderes und mehr sein wollen als ein Nationalstaat. Nach dem Untergang der Hohenzollern- und der Habsburgermonarchie im Herbst 1918 erlebte der Gedanke einer übernationalen Sendung des Reiches der Deutschen eine Renaissance auf der intellektuellen Rechten. Nach 1930 wurde der Reichsmythos zu einer der wichtigsten Brücken zwischen dem gebildeten Deutschland und dem Nationalsozialismus. Im Zweiten Weltkrieg präsentierte sich das "Dritte Reich" unter aktiver Beteiligung deutscher Historiker und Juristen als "europäische Ordnungsmacht". Auch nach 1945 wurde der Reichsmythos noch gelegentlich in Anspruch genommen: diesmal zur Begründung der westeuropäischen Einigung. Das Hauptseminar wird dem Wandel des Reichsmythos, seiner Funktionen und seiner Trägerschichten nachgehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2006
  11. ihr0q

    ihr0q Neues Mitglied

    ich denke du hast recht, wenn du sagst,dass es keinen "normalen weg" zur demokratie gibt.mir ist kein land bekannt, in dem eine demokratie von anfang an bestand hatte.überall gab es blutige auseinandersetzungen sowie aufstände.ich halte diese these für nicht richtig

    Mfg ihr0q
     
  12. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Es geht bei der These des Sonderweges, wie schon mehrfach erwähnt um die Erklärung des Nationalsozialismus und wie so ein Verbrechen ausgerechnet in Deutschland geschehen konnte.

    Um aber über die These weiter zu diskutieren, sollte man die beiden Bände von Heinrich August Winkler lesen und das Buch die verspätete Nation von Helmuth Plessner
     
  13. Fritz

    Fritz Neues Mitglied

    Ich glaube,es ist relativ egal, ob man Plessner, Winkler, Wehler, Sontheimer, oder Meinecke dazu gelesen hat, da sie zwar schwerpunktmäßig anders Argumentieren, jedoch alle die These stützen. Also haben sie alle das gleiche Ziel. Die Erklärung des Nazionalsozialismus in Deutschland.

    Jedoch find ich es weiterhin kritsich zu sehen. Mit dem Weg, das habe ich ja schon erläutert, allerdings finde ich es auch nicht richtig zu sehen das das Bürgertum politisch versagt hat. Auch das mit der verpäteten Nation ist so eine Sache. Wenn man Hans-Ulrich Wehler und Helmuth Plessner mal gegenüberstellt, spricht der eine von einer "relativ späten Nation" und Plessner von einer "verspäteten Nation". Wehler setzt das Jahr 1860/70 als die entscheidende dar. Glaube es war wieder Plessner, der die Revolution 1848 und das Versagen des deutschen Bürgertums die Schuld gibt.

    Interessent finde ich jedoch den Gedanken von Kurt Sontheimer, über den "Weg der Umkehr und Erneuerung" nach 1945. Er spricht darauf an das, die Offenlegung des Nationalsozialismus nach 1945, auch eine Pädagogische Funktion hatte und es so einen Bruch in Deutschland mit der Vergangenheit gab nach 1945.
     
  14. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Darum geht es ja. Wenn man sich kritisch mit einer These auseinander setzt, muss man die verschiedenen Argumentationen und Bücher dazu lesen und sie kritisch hinterfragen. Einfach zu sagen, die These ist nicht richtig, ist eine ungenaue und sehr unkritische Aussage (ich weiss hast du nicht gesagt, sondern ihr0q).

    Aber um über Thesen die von Historikern aufgestellt wurden zu diskutieren, hilft es halt schon wenn man die Literatur kennt. Das hilft unheimlich für eine kritische Hinterfrageung von Thesen ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2006
  15. hagen

    hagen Neues Mitglied

    Ich halte die Sonderwegsthese als alleinige Erklärung zur Entwicklung des Nationalsozialismus für wenig geeignet. Vor allem aus drei Gründen:
    1. Alle Staaten hatten ihre individuelle Entwicklung. Wo fängt hier der Sonderweg an, wo hört der "normale" Weg auf?
    2. Wenn der deutsche Sonderweg eine Erklärung für den Nationalsozialismus sein soll, dann müßte es analog auch Sonderwege in anderen totalitären Staaten dieses Zeitalters gegeben haben.
    3. Die These blendet den zeitbedingten gesamteuropäischen Kontext und entsprechende Interdependenzen aus und fokusiert viel zu sehr auf den Nationalstaat als ein Konstrukt, das sich scheinbar nur aus sich selbst heraus entwickelt.
    Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens Ernst Noltes "Der Faschismus in seiner Epoche". Seine Grundannahme von der epochalen und gesamteuropäischen Entwicklung zum Faschismus finde ich wesentlich besser, als die These vom deutschen Sonderweg.
     
  16. collo

    collo Aktives Mitglied

    auch wenn ich die beiden bücher nicht gelesen habe, finde ich es bemerkenswert, dass man versucht, einen deutschen sonderweg mit der deutschen geschichte vor 1914 zu erklären.

    sicher gibt es da besonderheiten, angefangen von der föderalen struktur, der konfessionellen spaltung, die gescheiterte revolution 1848/49, der bismarcksche weg zum nationalstaat. aber wie schon hagen geschrieben hat, es gibt keinen "normalen" weg.

    die gesellschaftlich-politische entwicklung im kaiserreich verlief in einigen bereichen sicher langsamer (z.b. macht des parlaments), in anderen bereichen war es aber eindeutig vorreiter (z.b. sozialsysteme). auch wenn es natürlich zu spät kam, darf man die demokratie-bestrebungen im ersten weltkrieg nicht vergessen.

    für mich beginnt der deutsche "sonderweg", oder besser bruch, mit der niederlage im ersten weltkrieg und den geschehnissen in der weimarer republik: bürgerkrieg, hyperinflation und dann, als es scheinbar aufwärts zu gehen schien, die weltwirtschaftskrise.

    achtung, spekulation (man möge mir verzeihen): würden wir nicht jetzt über den sonderweg farnkreichs diskutieren, wenndie entente den krieg verloren hätte? manches, was dann 1940 im vichy-frankreich geschah, lässt dieses vermuten.
     
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  17. Fritz

    Fritz Neues Mitglied

    Wie du schon sagst kommt bei der Sonderwegs These noch hinzu, das sie eine vorweggenommene Sicht hat, d.h man davon ausgeht, das Deutschland einen Sonderweg eingeschlagen hat und nicht Umgekehrt. Man kann die These auch einfach rumdrehen und sagen wieso haben die anderen Staaten zur Demokratie gefunden?
    Allerdings wieso spielst du auf vichy-Frankreich an?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Oktober 2006
  18. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Ich habe die Bücher gelesen und mich mit der Sonderwegsthese beschäftigt. Ich teile auch nicht die Meinung der "Sonderweg Historiker". Mit scheint dieser Sonderwegserklärungsversuch zu einfach zu sein um den Nationalsozialismus zu erklären.

    Meine Meinung deckt sich mit der von Collo.
     
  19. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    @Fritz

    Kannst du bitte den Zitierbutton verwenden, wenn du Zitate von andern Mitgliedern einfügst. Es liest sich besser

    Danke
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2006
  20. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Das kommt daher, dass in Deutschland der Holocaust stattgefunden hat und nicht in anderen Ländern

    Weil die anderen Staaten schon viel früher als Deutschland Nationalstaaten waren :grübel:
     

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