Der Film Napoleon Bonaparte

Dieses Thema im Forum "Geschichtsmedien und Literatur" wurde erstellt von MMMMM, 24. März 2011.

  1. MMMMM

    MMMMM Neues Mitglied

    Heey ihr :winke:

    Also es geht um folgendes :

    Wir schreiben morgen eine Geschichtsarbeit. Die handelt von der franz. Revolution und dem Film Napoleon Bonaparte.
    Ich war leider die ganze letzte Woche krank und weiß leider herzlich wenig vom Film. Mein Lehrer hat ihn mir mit nach Hause gegeben und ich soll ihn mir heute anschauen,doch ich schaffe das nicht mehr. Ich muss noch die ganze franz. Revolution aufarbeiten.
    Er gab mir ein paar Leitfragen die in der Arbeit dran kommen können.

    1. Beschreibe wie Napoleon in der Situation,als er zum ersten Konsul gewählt wird,dargestellt wird.
    2. Welche Motive leiten ihn ?
    3. Wie wirkt er auf dich ?

    Wenn jemand den Film schon gesehen hat,wärs super wenn ihr mir helfen könntet. Unendlicher Dank, MMMMM.
     
  2. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Welchen? Napoleon ist x. mal verfilmt worden.
    Wenn du den Regiseur und das Datum hast, wuerde das viel helfen.
    Møglicherweise ist der sogar in Youtube...Damit du dir wenigstens die wichtigen Stellen anschauen kannst.

    Nachtrag: Sorry, ich hatte das ueberlesen: Du hast den Film ja schon. Dann guck dir doch wenigstens die relevante Stelle an...

    Gruss, muheijo
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2011
  3. MMMMM

    MMMMM Neues Mitglied


    Die Verfilmung ist von [FONT=Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif][SIZE=-1]Yves Simoneau und lief wohl mal auf zdf.[/SIZE][/FONT]
     
  4. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Okay, dann verstehe ich Dein Problem. Das war ein fürs TV gedrehter Vierteiler (vier Teile zu jeweils 90 Minuten). Da alle vier Teile zu sehen ist tatsächlich etwas zeitaufwändig. Ich habe den Film gesehen, aber leider ist das etwa sieben Jahre her, sodass ich mich nicht mehr gut genug erinnern kann, um Deine Fragen beantworten zu können.
    Napoleons Wahl zum Konsul kommt aber im ersten Teil vor, eher gegen Ende hin. Du müsstest Dir also nur etwa die zweite Hälfte des ersten Teils unbedingt ansehen.
     
  5. MMMMM

    MMMMM Neues Mitglied

    Napoleon Bonaparte

    Heey :)

    Also es geht um folgendes :

    Wir sollten uns den Film (die Verfilmung ist von [FONT=Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif][SIZE=-1]Yves Simonea)[/SIZE][/FONT] von Napoleon Bonaparte anschauen. Insbesonders geht es gerade um die Stelle als Napoleon zum Konsul gewählt wird.
    Wir sollen jetzt beurteilen,inwiefern die Darstellung Napoleons auf uns realistisch erscheint.
    Für mich wird Napoleon in der Szene so dargestellt :

    - erst aufgeregt,weiß nicht wie Versammlung entscheidet
    - Vor Aufregung -> stürmt die Versammlung mit einigen Soldaten
    - Verachtung macht sich unter den Abgeordneten auf,sie versuchen sogar Napoleon zu töten
    - es gibt einen großen Aufstand -> Napoleon ist empört und kann Reaktion nicht verstehen
    - versucht Situation mit Soldaten in Griff zu kriegen
    - Nach der Wahl zum Konsul -> Napolen ist sehr abgehoben (auch vor der Familie)

    aber inwiefern könnte diese Darstellung von Napoleon realistisch sein und warum ?

    Unendlicher Dank :) Yours, MMMMM.
     
  6. Carl-Georg Otto

    Carl-Georg Otto Neues Mitglied

    Das ZDF-Ding war peinlich. Die Franzosen wollten anfangs ihren Superstar Depardieu zum Napoleon machen. Der passte mit seinen 1.90 m aber nicht zum Mini-Korsen. Daraufhin wurde er Tallyrand. Über die Vorgänge zum scheitern Napoleons erfuhr man kaum etwas. Preussen kam so gut wie nicht vor. Ebenso das Ende des "Sires" bei Belle Alliance/Waterloo. Schon grausam, das es Geschichtslehrer gibt, die so einen Film an die Schüler zur Information weitergeben. Traurig!
     
  7. Lili

    Lili Neues Mitglied

    @MMMMM: Es reicht vollkommen, wenn du den Film in deinem Ursprungsbeitrag dazu diskutierst. Die Posts wurden daher verschoben.
     
  8. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Sehe ich auch so. Jammerschade, dass
    Napoleon (1927) ? Wikipedia
    nie komplett bis St. Helena abgedreht wurde. Von der Länge her wäre "Der Herr der Ringe" ein Schmarrn dagegen geworden.
    Damals bekam man die Statisten noch für 3 Groschen + eine Mahlzeit pro Tag. Haftengeblieben ist bei mir die berühmte "Hutszene", in der er sich als junger Oberbefehlshaber den Respekt der alten Generäle verschaffte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2011
  9. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Lassen wir mal die globale Filmkritik beiseite:

    So, wie du es beschreibst, hørt sich das ganz realistisch an (ich habe die Szene im Film zwar nicht mehr ganz erinnerlich, wohl aber darueber gelesen)

    Allerdings wuerde ich "aufgeregt" wuerde ich durch "ungeduldig" oder "erregt" ersetzen.
    Es war sicher so oder so æhnlich: N war es gænzlich unangenehm, die Dinge nicht selbst in der Hand zu haben und abwarten zu muessen, was drinnen geschieht.
    Ich finde es typisch fuer ihn, da einfach hereinzustuermen und alles selbst regeln zu wollen.
    Fuer ihn war es auch gænzlich unverstændlich, dass ihn andere nicht als den Retter Frankreichs sehen wollten.

    Die Wahl zum Konsul war der 1.Schritt zum Kaiserreich: Wahrscheinlich nicht von Anfang an geplant, aber je mehr auf die Krone hingearbeitet wurde, desto formeller ging es zu.

    Gruss, muheijo
     
  10. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Ich hatte den Film mal in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst gesehen, auf 3 Leinwænde verteilt, mit echtem Orchester...Ein Knaller!

    Gruss, muheijo
     
  11. excideuil

    excideuil unvergessen

    Depardieu spielte den im Original eher schmächtigen Polizeiminister Fouché, also im Grunde auch fehlbesetzt.

    Der 4 Teiler geht an der Wahrheit vorbei, bedient dafür den Mythos Napoleon.
    Aber wir sollten nicht vergessen, Geschichte für die Massen muss sich eben auch verkaufen (lassen).

    Was die Szene beim Staatsstreich angeht, egal ob es nun mit "aufgeregt" oder "ungeduldig" übersetzt wird: deutlich wird, dass der aus der Position der Stärke zu befehlen gewohnte Bonaparte mit dem Widerstand von Zivilisten, die zudem Volksvertreter waren, völlig überfordert war.

    Grüße
    excideuil
     
  12. Carl-Georg Otto

    Carl-Georg Otto Neues Mitglied

    Das mit G. Depardieu als Fouche hatte ich vergessen, tschuldigung. Trotzdem fand ich die Verfilmung nicht gut. Der Horror , den N. über ganz Europa gebracht hat, wird in dem Mehrteiler verklärt. Grad ich als Hamburger finde es befremdlich. Für meine Vorfahren war die Franzosenzeit geradezu die Hölle. Noch heute hat das Wort in Hamburg einen schlechten Klang. Mit unserem Geschichtsverein haben wir uns für eine Gedenktafel zur Schlacht an der Nettelnburger Schleuse eingesetzt. Unser "Chef"-Historiker ist beim Sichten im Staatsarchiv zu grauenhaften Erkenntnissen gekommen.In Hamburg war nichts gut an der Herrschaft des Korsen.
     
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  13. excideuil

    excideuil unvergessen

    Was das unendliche Leid betrifft, das Napoleon über Europa gebracht hat, rennst du bei mir offene Türen ein; ich bin auch der Ansicht, dass dies gelegentlich deutlich in Erinnerung gebracht werden sollte, weil dies im schier übermächtigen Wirken durch Code Civil etc. oft unterzugehen droht. Ich würde mich freuen, wenn sich die Forschungen eures Vereins einmal in einem eigenen Thread niederschlagen würden.

    Grüße
    excideuil
     
  14. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Na ja, sagen wir mal so, Hamburg war immer schon schlau genug, aus der jeweiligen Situation zu profitieren. Beim Dreißigjährigen Krieg angefangen. Eine der wenigen Orte in Deutschland, die in dieser Zeit aufblühten. Wirklich geschadet hat die Franzosenzeit Hamburg nicht.
    Zum Beispiel: Das Tschüß, was ich selbst benutzte, kommt vom französischen adieu, das über adschüs zum atschüs und dann zum Tschüß wurde. Okay, moin,moin oder nur moin benutze ich auch, kommt auf den Gegenüber an.
    Zudem, viele Franzosen sind hier kleben geblieben. Französische Nachnamen sind nicht nur hugenottischen Ursprungs. So unbeliebt waren die Franzosen dann auch nicht. Die russischen Befreier, Dezember 1813, waren dann im Umland in fast jedem falle unbeliebter.
     
  15. Carl-Georg Otto

    Carl-Georg Otto Neues Mitglied

    :pfeif:Einspruch Rurik, tut mir leid!
    Es sind über 1000 arme Hamburger vor den Toren der Stadt erfroren, weil die Franzosen sie vertrieben haben. Der Stadtkommandant Davout hieß beim Volk nur "deWut", weil er so gnadenlos war. Tausende von Hamburgern sind in den Kriegen des Korsen gefallen. Die Bevölkerung wurde mit ständigen Razzien terrorisiert um die Kontinentalsperre durchzusetzen. In den Vierlanden haben die Franzosen fast alle Höfe geplündert. Das Tettenborns Kosaken nicht grad die Krone der Kultur waren, ist schon klar, aber bei Plünderungen stellten Napoleons Soldaten alles in den Schatten (war von ihm ja politisch auch so gewollt). In Hamburg waren die Besatzer so unbeliebt, das nach dem Ende dieser zeit alles Französische samt Sprache als verhasst galt. Sogar die wenigen guten Dinge der Franzosen wie die erste Elbquerung (ließ man verotten, weil französisch) oder eine verfassungmäßige Ordnung (wollte man ebenfalls erst nicht mehr, weil französisch) waren verpönt. Nachzulesen u.a. bei G.A. Menzel: Das Gefecht an der Nettelnburger Schleuse / oder Perthes: Aus der Franzosenzeit in Hamburg.
     
  16. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Vielen Dank fuer diese Informationen ueber die Kehrseite der Medaille, Davouts Verteidigung von HH gilt ja militiærisch gesehen als Meisterleistung.

    Gruss, muheijo
     

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