Der Hochstift Fulda nach dem Augsburger Religionsfrieden

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Glaubensspaltung (1517 - 1648)" wurde erstellt von Necron, 20. November 2019.

  1. Necron

    Necron Mitglied

    Ich zitiere einen Artikel aus GeoEpoche zur Hexenverfolgung:
    "Der Hochstift Fulda ist eines dieser Territorien, die zwischen beiden Religionen schwanken.(Protestantismus und Katholizismus) Die Mehrheit derEinwohner hängt den Lehren Luthers an, vor allem Angehörige der Oberschicht. (...) Doch ihr Herr, der Fürstabt, ist katholisch."
    Dieser versucht in den Jahren nach 1570 seine Untertanen zum katholischen Glauben zu bekehren.
    Ich verstehe nicht, warum er dies "versuchen" musste. War den Untertanen nicht nach 1555 die Religion ihres Herrschers vorgeschrieben?! (Cuius regio..) Sie hätten doch dann den Katholizismus annehmen müssen, oder?
     
  2. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Da es explizit um "Angehörige der Oberschicht" geht, kann es sich um eine Auseinandersetzung im Zuge der Declaratio Ferdinandea handeln, die Rittern und Städten in geistlichen Gebieten Religionsfreiheit zusicherte.
     
    Necron gefällt das.
  3. Necron

    Necron Mitglied

    Danke! Da bin ich grade auch drauf gekommen. Die Angehörigen sind im Artikel aufgelistet: "Stadträte, Bürgermeister, Ritter mit Besitzungen im Umland der Stadt." Ich gebe dir jedenfalls recht, das wird es sein.
     
  4. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Ein Aspekt scheint mir noch erwähnenswert: Fürstabt Philipp Schenk zu Schweinsberg hatte 1542 einige "evangelische" Neuerungen eingeführt, Taufzeremonien wurden in Deutsch statt Latein abgehalten, und das Abendmahl wurde in beiderlei Gestalten gereicht. Fürstabt Balthasar von Dernbach (ab 1570) bemühte sich, das Rad wieder zurückzudrehen.
     

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