Derer von Veringen

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von White_Wolf, 19. Juli 2012.

  1. White_Wolf

    White_Wolf Neues Mitglied

    Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen hier im Forum,

    ich beschäftige mich gerade mit der Heimatgeschichte der Ortschaften Veringenstadt/Veringendorf (Laucherttal, Landkreis Sigmaringen, BaWü). Ich habe schon lange daran Interesse und schon einiges darüber gelesen.
    Abseits der Chronik des Veringenstädter Ehrenbürgers Dr. Erwin Zillenbiller möchte ich soviel wie möglich über die primären Ortsteile Veringenstadt und Veringendorf erfahren. Trotz einigen, für diesen Zweck bestens geeigneten Büchern, wie
    "Zeittafel der Geschichte von Hermentingen, Veringenstadt und Veringendorf" von Dr. Erwin Zillenbiller, Franz Gluitz und Josefine Knaus, sowie "Veringen, das Dorf" von Franz Gluitz, erschließt sich mir noch nicht das Gesamtbild, das zu verstehen ich hoffe.

    Ich wende mich daher gleichzeitig mit meinen eigenen Recherchen an euch. Falls jemand über einen Aspekt meiner Themen stolpern sollte, oder zufälligerweise Quellen, Literaturhinweise oder Meinungen hat, bitte ich denjenigen, diese mit mir zu teilen. Und danke euch bereits im voraus für jedes Puzzlestück!

    Primäre Themen:
    -Grafen von Veringen
    Markward von Veringen gilt im 11. Jhdt. als begründer dieser Linie. Er entstammt der Grafen von Altshausen (Gaugrafen im Eritgau/Nördliches Oberschwaben).
    Die drei Söhne Markwards: Ulrich (Abt im Kloster von St. Gallen), Heinrich (verstarb vermutlich Kinderlos) und Mangold (1150-1186 Graf von Veringen). Mangold heiratete eine Erbtochter der Grafen von Nellenburg und übernahm deren Wappen (Drei Blaue Hirschstangen auf goldenem Grund) mit den geänderten Farben (Drei Rote Hirschstangen auf goldenem Grund). Derer von Nellenburg gehen in ihrer Ersten Linie auf das Geschlecht der Eberhardinger aus dem Jahr 889 n.Chr. zurück.
    Über eine Hochzeit des Grafen Hartmann von Württemberg mit einer Tochter von Mangold von Veringens´ jüngerem Sohn Eberhard, es wird spekuliert es habe sich um Agathe gehandelt, gelangte um 1227 das Wappen derer von Veringen in den geänderten Farben (Drei schwarze Hirschstangen auf goldenem Grund) in die Seitenlinie Württemberg-Grüningen. Seit 1240 führte nun auch Hartmann von Württembergs Enkel, Graf Ulrich, genannt: der Stifter, Stammvater der Württemberger Hauptlinie dieses Wappen.
    (Quellen: Eberhardinger ? Wikipedia
    Grafen von Nellenburg ? Wikipedia
    Grafschaft Veringen ? Wikipedia)

    Mich interessiert vor allem, gibt es dafür Dokumente?
    Wie weit lässt sich der Weg der Ahnen über derer von Altshausen zurückverfolgen?
    Welchen Weg hat das Wappen sonst noch genommen?

    Zudem steckt bekannterweise in jeder Volkssage ein Funken Wahrheit. Die Veringer werden seit jeher auch mit dem Necken "Ö-streicher" betitelt.
    Mich interessiert, ob es eine Person mit dem Namen oder Beinamen "Vöhringer" gegeben hat, der durch streichen des ö´s auf Veringer umgeschrieben wurde, und ob sich dies mit den Grafen von Altshausen deckt, oder welchen Ursprung dieser Spitzname hat.

    Sekundär interessiert mich eigentlich alles über Personen/Persönlichkeiten, Begebenheiten, Legenden und Geschichten rund um die Grafschaft Veringen und deren Ortsteile.

    Ebenso: Wie weit lässt sich die Siedlungsgeschichte von Veringen nachweisen?

    Wie gesagt bin ich gerade am sammeln von Material. Ich hoffe dass sich das ein oder andere finden lässt.

    Besten Dank nochmal im voraus!

    Gruß
    WW
     
  2. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

  3. Hermanus

    Hermanus Neues Mitglied

    Es gibt eine Arbeit von Deutschmann: Die Grafschaft Veringen in der frühen Neuzeit. Ein Beitrag zum Verhältnis von Herrschaft und Genossenschaft.
     
  4. Fink

    Fink Neues Mitglied

    Es gibt zwei umfassende Bücher zu den Grafen von Veringen:
    Sebastian Locher: Regesten der Grafen zu Veringen
    Auf die umfangriche Vorarbeit von Locher baut Kerhoff auf.
    Joseph Kerkhoff, Die Grafen von Altshausen-Veringen. Die Ausbildung der Familie zum Adelsgeschlecht und der Aufbau ihrer Herrschaft im 11. und 12. Jahrhundert, in: HohenzollJh 24, 1964, S. 1-132
    Habe noch jede Menge auch unveröffenltichtes Material.
    Bei Interesse bitte melden.
     

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