Deutsche Gesellschaft im 19. Jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Kultur- und Philosophiegeschichte" wurde erstellt von Fruchtoase, 2. Januar 2009.

  1. Fruchtoase

    Fruchtoase Neues Mitglied

    Hallo Community :winke:

    Ich muss in Deutsch ein Referat über die deutsche Gesellschaft im 19. Jahrhundert halten finde aber keine wirklich guten Quellen die sich zum größtteil auf die deutsche Gesellschaft beziehen hab ihr zufällig ein paar seiten Parat die ihr mir geben könntet oder vllt Quellen die sich aufs Thema beziehen ?
    Danke schonmal im Vorraus !

    MfG Fruchti
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    In diesem Falle sei der entsprechende Band von H.U. Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte empfohlen.
     
  3. Toast_Hawaii

    Toast_Hawaii Neues Mitglied

    Wenn du dies Referat in Deutsch halten sollst, dann würd ich dir empfehlen dich mal mit Theodor Fontane auseinander zu setzten. In vielen Werken kritisiert er das Gesellschaftsbild ( Irrungen Wirrungen --Adel-Bürger [Standesgrenze]).
    Damit sammelst du bei deiner Deutschlehrerin/lehrer ne mänge Pluspunkte.
     
  4. Fruchtoase

    Fruchtoase Neues Mitglied

    Theodor Fontane hat schon wer anders bekommen ^^ also muss ich irgendwie drumrumbasteln
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Januar 2009
  5. Toast_Hawaii

    Toast_Hawaii Neues Mitglied

    Hast du vll einpaar Eckpunkte.

    Kannst du z.B. auf Militarismus und Rassismus eingehen?
    Militarismus: Kaiser Willhelm, militarisierte die Zivilbevölkerung...überall gab es Uniformen. Wer nicht Diente konnte im Leben nichts erreichen. Selbst die Schaffner im Zug trugen Säbel. (Respekt)
    Rassisimus: Menschenhandel, Sklaverei, Nationalismus, etc?

    Da ließe sich noch ne menge machen.
     
  6. Artorius

    Artorius Aktives Mitglied

  7. Fruchtoase

    Fruchtoase Neues Mitglied

    Im Unterricht haben von Effi Briest von Theodor Fontane gelesen und ich soll ein Referat über die gesellschaft im 19. jahrhundert halten, damit wir uns besser in die verschiedenen lagen der personen hineindenken können.
     
  8. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Aus welchen Schichten kommen denn die Romanfiguren nach deinem bisherigen Kenntnisstand und steht in deinem Geschichtshefter/Buch etwas nützliches unter Industrialisierung?
     
  9. Anish

    Anish Aktives Mitglied

    Was Toast_Hawaii meint, auch die Beschäftigung mit Theodor Fontane führt zu Stichpunkten/ Schlüsselwörter/ Denkanstößen für Dein eigentliches Thema. Und dann ist es auch nicht mehr schwer, ein Referat zur deutschen Gesellschaft im 19.Jh. zu schreiben bzw. halten.

    Aber schon allein die Eingabe Deiner Schlagwörter bei Google gibt eine Reihe guter Seiten, mit denen man weiterkommt:
    deutsche gesellschaft 19. Jahrhundert - Google Search


    Vor allem empfehlen möchte ich die Mutter aller Kataloge und Suchmaschinen: dmoz
    Open Directory - World: Deutsch: Gesellschaft: Geschichte: Nach Zeitabschnitten: Neuzeit: 19. Jahrhundert


    Der Wiki - Link führt in das Portal Geschichte, welches wiederum eine Fülle von Suchbegriffen bietet, nach denen Du gezielter suchen und Informationen finden kannst.


    Weiterführend könntest Du dann mit einzelnen Begriffen googeln oder auch mal eine andere Suchmaschine bzw. Metasuchmaschine einsetzen.
    www.metager2.de
    zum Beispiel

    Viel Erfolg!
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Januar 2009
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  10. Anselm

    Anselm Aktives Mitglied

    Die bürgerliche Gesellschaft auf dem Gebiet Deutschlands im 19. Jahrhunderts
    war erheblichen Veränderungen und differenzierten Strömungen ausgesetzt. Die literarischen Epochen sind ein Spiegelbild anteiliger Strömungen in der Gesellschaft.

    Meiner Meinung nach beginnt der für das 19. Jahrhundert relevante Abschnitt 1789 mit der französischen Revolution, deren Ideale und Ideen auch in der deutschen Bevölkerung Anklang fand. Bezeichnenderweise fällt in diese Zeit die literarische Epoche der Aufklärung (Wenngleich man auch Romantik und Klassik als Gegenströmung erwähnen muss). Den nächste Abschnitt des langen 19. Jahrhunderts stellt die Zeit nach 1806 (Reichsdeputationshauptschluss, also Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation) dar. Es war die Zeit, in der sich deutsches Nationalbewusstsein im Kampf gegen Napoleon formte. Auf die Zeit direkt nach 1815, also dem Wiener Kongress, der die Hoffnungen des deutschen Volkes auf einen deutschen Nationalstaat enttäuschte, wird das Aufkommen der literarischen Strömung des Vormärz notiert, in diese Epoche fällt auch das Wartburgfest 1817. Ab 1819 (Verabschiedung der Karlsbader Beschlüsse) entwickelte sich eine "besinnlich-beschauliche" Gegenströmung - der Biedermeier. Aus diesem erwachte Deutschland wieder, als 1832 das Hambacher (Volks-)fest zu einer politischen Großkundgebung wurde, in deren Nachgang der Frankfurter Wachensturm (ein erfolgloser, aber bezeichnender Versuch, eine Revolution zu beginnen) stattfand. Die Literarische Strömung "Junges Deutschland" steht zusammen mit der nun groß aufkommenden Vormärzliteratur als Vorbereitung der Märzrevolutionen.

    Nach der 1849 gescheiterten Revolution kam der Realismus und der Naturalismus auf - klar. Die Gesellschaft war ihrerseits von folgenden Ereignissen geprägt:

    - Ära Bismarck: Aufkommender Militarismus und Nationalismus. Nachdem die "Revolution von unten" gescheitert war, kam es nun zur "Revolution von oben", d.h. der deutsche Staat wurde durch den Adel gegründet. Unter Bismarck und noch mehr unter Wilhelm II kam das Obrigkeitsprinzip und der Imperialismus auf. Dies prägte die Gesellschaft. Ich weiß nur leider nicht, wie man das in Zusammenhang mit Realismus und Naturalismus bringen kann.

    Sehr erwähnenswert ist außerdem die industrielle Revolution und der Pauperismus, also die Massenverarmung. Es entstand eine neue soziale Kaste, die Arbeiterschaft. Sie bildete ein eigenes Millieu, was in Konflikt mit dem Adel, also den Herrschern kam. Beachte: Marx/Engels
     
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  11. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Und nicht nur Marx und Engels begriffen die Arbeiterschaft nicht als Kaste, sondern als Klasse (nicht über die Herkunft definiert) und betrachteten nicht den Adel, sondern Unternehmer (also das Bürgertum) als andere prägende gesellschaftliche Gruppe.
     
  12. Anselm

    Anselm Aktives Mitglied

    Ok. Dann möchte ich als offenere Formulierung mein "Kaste" durch "Soziales Milieu" oder "Schicht" ersetzen. Mir war nicht bekannt, dass "Kaste" eine determinierte Zugehörigkeit impliziert.
     

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