Deutscher Militarismus und 1.WK

Dieses Thema im Forum "Der Erste Weltkrieg" wurde erstellt von Gast (noch), 4. Januar 2005.

  1. Ich bin dabei eine Seminararbeit über das obige Thema zu schreiben. hab schon sehr viel Zeit damit verbracht und weiß das meiste auch schon, aber möchte auch noch andere und mehr persönlichere quellen "anzapfen" und vergleichen. Meine Anmeldun (comiter.ulm) müsste auch bald fertig sein..
    War das deutsche Reich wirklich so militaristisch oder war das mehr die Sicht des Auslandes?
    und wenn ja warum war es so militaristisch und inwiefern war es das?
    Warum verlor das deutsche Reich den Krieg dann trotzdem? (stimmen Haffners 7 Thesen?)
    und was euch sonst noch zu dem Thema einfällt......:)
     
  2. KFdG

    KFdG Neues Mitglied

    Vor allem muss man natürlich berücksichtigen, dass immer die Sieger die Geschichte schreiben.
    Ich persönlich denke, dass Deutsche Reich insofern militaristischer war, dass das Land von einem Kaiser Regiert wurde, und nicht von einer Demokratisch gewählten Regierung wie Frankreich oder England. Aber das Gleiche trifft noch viel stärker auf Russland ( oder auch Japan ) zu das ja auch Alliiert war. Ich finde den Vorwurf insofern auch berechtigt, da in Deutschland während des ersten Weltkrieges die OHL die Regierung de Facto übernahm.

    Im grossen und Ganzen war die Behauptung Deutschland sei das Militaristische Land überhaupt aus meiner Sicht reine Kriegspropaganda.
     
  3. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Frankreich hatte vor dem I. WK ein proportionell viel höheren Militärhaushalt als das Deutsche Reich und ein deutlich höheren Anteil seiner Bevölkerung unter Waffen.

    Ich empfehle sehr die Lektüre von "Der falsche Krieg" von Niall Ferguson. Da wird mit einigen Mythen aufgeräumt.

    Z.B. das Thema Demokratien kontra Autokratien: Deutschland hatte zwar einem Kaiser mit einem grossen Mitsprachrecht, er konnte jedoch nicht einmal den Militärhaushalt selber entscheiden und musste jedes Kriegschiff vom Reichstag erbetteln. Das Deutsche Wahlrecht erlaubte dagegen eine grössere Beteiligung als in Groß-Britannien oder gar in der Republik Frankreich (es gab damals noch ein "qualifiziertes" Wahlrecht dass nur Bürger mit Eigentum oder bestimmten Einkünften die Wahl erlaubte).
     

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