Die Eisenbahn

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von Gast, 8. Juli 2008.

Schlagworte:
  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo Zusammen, ich muss eine Arbeit über die Eisenbahn schreiben, u.a. mit diesen Fragen :


    - Rolle der Eisenbahn während der Industrialisierung
    - Vor - und Nachteile mit dem Bau der Eisenbahn
    - Geschichtliche Entwicklung der Eisenbahn bis heute


    Ich hoffe wirklich ihr könnt mir helfen!! :)
     
  2. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Das ist doch ein toilles Thema!

    Da gibt es unendlich viel Information, 10.000 Bücher, 1.000 Museen weltweit...
    Was hast Du denn schon bearbeitet bisher?
     
  3. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Ich würde vorrangig 3 Aspekte behandeln:
    - Langstreckenverbindungen (Central Pacific, Transsib)
    - Pendlerverkehr (U-Bahnen und Straßenbahnen)
    - Güterverkehr

    Dann kann man noch bearbeiten:
    - Luxus (Orientexpress)
    - Strategische Bedeutung (z.B. die Wutachtalbahn :) )
    - Soziale Verhältnisse beim Eisenbahnbau
    - Ökologische Auswirkungen
    - Eisenbahnen im Rahmen der Kolonialgeschichte (Suezbahn, Bagdadbahn,..)

    Einiges Material:
    Weltweites Schienennetz (km):

    • 1830 - 332
    • 1840 - 8.591
    • 1850 - 38.022
    • 1855 - 68.148
    • 1860 - 106.886
    • 1865 - 145.114
    • 1870 - 221.980
    • 1875 - 294.400
    • 1880 - 367.235
    • 1881 - 393.232
    • 1882 - 421.566
    • 1883 - 443.441
    • 2003 - 1.115.205

    Entwicklung des Streckennetzes Deutschland bis 1885 (animiert) IEG-MAPS
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2008
    1 Person gefällt das.
  4. Januri

    Januri Neues Mitglied

    Tolles Thema. Bei uns ist das auch ein Facharbeitsthema. Besonders zu den Vor- und Nachteilen kann man doch viele Aspekte finden, v.a. schonmal Schaffung von Arbeitsplätzen und die besseren Transportmöglichkeiten.

    Aber da findet man doch sicher noch weitaus mehr, am besten mal in der Bücherei stöbern.
     
  5. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    Tolles Thema! Sehr interessant ist auch die Rolle von Zollverein und Eisenbahn bei der deutschen Einigung im 19. Jahrhundert. Zollverein und Eisenbahn werden deshalb auch "Siamesische Zwillinge" genannt. Warum ist dies wohl so?

    Wäre das keine gute Fragestellung für die Arbeit?


    Andere interessante Fragestellungen:

    War die Eisenbahn wirklich das Zugpferd der Industrialisierung in England?

    Wie änderte sich das Leben der verschiedenen Bevölkerungsschichten durch die Eisenbahn?

    Eisenbahn und Telegraphen verkleinern die Erde - Was ist von dieser These zu halten?
     
  6. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Phileas Fogg kann 1871 seine Reise um die Welt nur mit Hilfe von Dampfschiffen und der Eisenbahn realisieren. Doch mit beiden gibt es Probleme....
    -----
    Der erste "Western" der Welt ist Edwin Porters "The Great Train Robbery": 12 Minuten Hochspannung von 1903. Produktionskosten: $150.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2008
  7. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    - Architektur und Größenwahn lässt sich auch an den Bahnhöfen ablesen!

    - Wie aus Punkt-zu-Punkt Verbindungen (Kopfbahnhöfe, verschiedene Spurweiten, Dampf/Elektrik, verschiedene private Gesellschaften, Lokalzeit der Bahnhöfe) ein vernetztes System wird: Die Eisenbahn ist Vorreiter der Normierung und Erfinderin der Zonenzeit.
     
  8. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    Richtig! "In 80 Tagen um die Welt" ist gewissermaßen ein literarische Denkmal für den Technischen Fortschritt im Transportwesen. Das wird besonders deutlich an der Passage, in der die Idee der Wette geboren wird:

    Die Art und Weise, wie die Eisenbahn in der Kunst des 19. Jahrhunderts aufgenommen wurde ist ebenfalls ein interessanter Aspekt.
    Hierzu passt auch der Bau der großen Kopfbahnhöfe. Diese werden auch "Kathedralen der Neuzeit" genannt. Und dieser Begriff ist gut gewählt:
    Im Mittelalter versuchten Städte sich gegenseitig mit der höchsten und prächtigsten Kathedrale auszustechen. Im 19. Jahrhundert wurde dann der Bahnhof zur Eingangshalle zur Stadt und die musste natürlich besonders prächtig sein.
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    An Richard Trevthick kommst Du dann vermutlich nicht vorbei. Interessant an seinem Projekt ist, dass man das Bahnbrechende an seiner ersten funktionfähigen Dampflokomotive scheinbar verkannte, obwohl bekanntlich seine "Catch me who can" von 1808 sogar in London anfangs für Aufmerksamkeit sorgte.
     
  10. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Der "Erste Erfinder" hat es immer schwer... Wir haben heute die Tendenz, diesen Erfolg sehr hoch zu bewerten. Fast immer liegt aber eine Erfindung in der Luft. Und fast immer ist sie erst mal unbrauchbar, bis sie eine gewisse Reife erreicht (was Watt mit der Dampfmaschine glückte, und Eastman mit der Fotografie). Die "Erfindung Eisenbahn" ist eine Zirkusattraktion,und begrenzt in Industrieanlagen anwendbar, solange sich niemand findet, der die Investition für ein WEITES Schienennetz übernimmt.
     

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